13. November 2020 / 12:33 Uhr

Oranienburger HC begrüßt Saisonpause bis Jahresende

Oranienburger HC begrüßt Saisonpause bis Jahresende

Matthias Schütt
Märkische Allgemeine Zeitung
Yannick Schindel, OHC, Saison 2020/21
Die Drittliga-Handballer des Oranienburger HC um Kreisspieler Yannick Schindel (im Wurf) werden in diesem Jahr kein Pflichtspiel mehr bestreiten. © Matthias Schütt
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3. Handball-Liga Nord-Ost: Inmitten der Corona-Pandemie pausieren die Kreisstädter bis mindestens Ende 2020, da der Deutsche Handball-Bund die Saisonaussetzung verlängerte. Um die Serie zu Ende zu bringen, ist eine Modifizierung des Spielplans im Gespräch.

„Ich halte das für eine richtige und gute Entscheidung“, sagt Christian Pahl, Sportlicher Leiter des Oranienburger HC. Denn wie der Deutsche Handball-Bund am Mittwoch bekanntgab, ist das Spieljahr 2020 für die Drittliga-Handballer des OHC vorerst gelaufen. Die coronabedingte Saisonaussetzung wird bis zum Jahresende verlängert. „Unser oberstes Ziel ist es weiterhin, verantwortungsvoll Möglichkeiten zu schaffen“, sagt Mark Schober, Vorstandsvorsitzender des DHB. Die aktuelle Festlegung des nationalen Verbandes geht mit den Vorstellungen der Oranienburger inmitten der Corona-Pandemie konform.

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Nun gilt es aber, schon jetzt die mögliche Wiederaufnahme vorzubereiten. Diese soll nach DHB-Angaben am Wochenende des 9./10. Januars erfolgen, „sofern dies die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie zulässt“, teilte der Handballverband mit. „Der DHB, Spielkommission 3. Liga und Jugendspielausschuss werden in den kommenden Wochen weiter beraten, wie die Saison 2020/21 fortgesetzt werden kann, welches Testkonzept gegebenenfalls zum Einsatz kommen könnte, wo und in welchem Umfang Publikum ermöglicht werden kann sowie welche Anpassungen des Modus gegebenenfalls erforderlich sind.“ Jede Menge Aufgaben also für den DHB und seine Vereine – so auch in der Kreisstadt.

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„Wir arbeiten gerade daran, dass wir so schnell wie möglich trainieren können. Sowohl die Turm-Erlebniscity als auch wir haben Anträge dafür beim Gesundheitsamt eingereicht“, so Pahl. Das sei die Grundvoraussetzung für die Fortsetzung der Saison Anfang Januar. Offensichtlich ist hingegen, dass die Serie so, wie sie ursprünglich geplant war, nicht zu Ende gespielt werden wird. Eine Idee ist, so ist es aus OHC-Kreisen zu hören, die Hinrunde zu Ende zu spielen. In welchem Modus es danach weitergeht, steht noch nicht fest. Es könnte auf eine Play-off-Variante hinauszulaufen, die am Ende der Spielzeit über Meisterschaft und Abstieg entscheidet. Noch gibt es aber keine offiziellen Verlautbarungen. Regulär sollte die Saison im Mai enden.


Pahl: "Diesem Flickenteppich müssen wir Rechnung tragen“

Der Entscheidung des DHB zur Verlängerung der Saisonaussetzung gingen Videokonferenzen mit den Mitgliedsvereinen aus den verschiedenen Staffeln der 3. Liga voraus. In diesen wurde die Entwicklung der Infektionszahlen während der Corona-Pandemie sowie die unterschiedlichen Verordnungen in den einzelnen Bundesländern thematisiert. Denn von insgesamt 131 Mannschaften im Spielbetrieb, 72 bei den Herren und 59 bei den Frauen, haben derzeit ein Drittel keine Erlaubnis, überhaupt zu trainieren. Etwa die Hälfte dürfte den Spielbetrieb auch ohne Zuschauer nicht aufnehmen.

„Diesem Flickenteppich müssen wir Rechnung tragen“, so Pahl. Das sah auch der DHB so. „Insgesamt ergibt sich für die 3. Liga ein heterogenes Bild, auch was die Einordnung als Amateur- oder Profisport betrifft“, teilte der Verband weiter mit. Daher war die verlängerte Saisonaussetzung bis zum Jahresende auch keine wirkliche Überraschung für die Vereine. Der DHB beschäftigt sich derweil auch damit, wie ein mögliches Corona-Testverfahren während des Spielbetriebs gestaltet werden kann. Der Verband wolle die Vereine dabei nicht alleine lassen. Im Gespräch sei ein kostengünstiger Schnelltest am Spieltag, wie es beim OHC heißt. Ebenso will der „DHB auf politischer Ebene weiter für eine Corona-Förderung der Vereine kämpfen“, wie der Verband vermeldete.

Der Sportliche Leiter des OHC gab noch ein Zitat aus der Videokonferenz wider, dem er voll und ganz zustimmen konnte: „Wir sollten uns alle in die Idee verlieben, dass Anfang Januar wieder Handball gespielt wird.“ Ob das klappt?