26. Oktober 2020 / 15:08 Uhr

Organisationsteam des VfL Bückeburg hat beim Derby alle Hände voll zu tun

Organisationsteam des VfL Bückeburg hat beim Derby alle Hände voll zu tun

Daniel Kultau
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
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Ein Bückeburger Ordner hat alles im Blick. © Uwe Kläfker
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Das Landesliga-Derby zwischen dem VfL Bückeburg und dem VfR Evesen ist gespielt. Das Organisationsteam hatte alle Hände voll zu tun.

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Das Derby ist gespielt. Der VfR Evesen hat in der Fußball-Landesliga mit 2:0 beim VfL Bückeburg gewonnen. Doch unter der Oberfläche der 90 Minuten waberten 72 ereignisreiche Stunden für das VfL-Organisationsteam rund um Lennart Meyer, Falko Rohrbach, Hans Hößler, Wilfried Rösch und Co.

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Nachdem die angepeilte Zahl von rund 400 Zuschauern aufgrund der steigenden Corona-Fälle im Landkreis auf maximal 100 dezimiert wurde, begann das stressreiche Wochenende. Die Plätze gingen an Angehörige beider Mannschaften, wodurch Sponsoren und dem Förderkreis Ticketabsagen überbracht werden mussten. „Das Unverständnis war riesig“, so Meyer. „Da haben wir auch Verständnis für, aber es ging nicht anders. Wir werden uns eine Kleinigkeit für sie und die Dauerkarteninhaber einfallen lassen.“

VfL Bückeburg - VfR Evesen

Weil erste Infos aufkamen, dass eine Gruppe an Jugendlicher sich - komme was wolle - Zutritt ins Stadion beschaffen wollen würde, stockte der VfL die Ordneranzahl kurzfristig auf 20 Männer „mit Gardemaß und im richtigen Alter“ auf. Sie passten auf, dass niemand über Zäune oder durch Löcher in den Innenraum kommen konnte. Einige Personen, die sich vorher in der Vereinskneipe „nur auf ein Bierchen“ eingenistet hatten, begleiteten sie außerdem auch nach draußen. Zwischenzeitlich wartete dort „eine Handvoll junger Männer in szenekundigen schwarzen Kutten“, die das Derby unbedingt sehen wollte. Diese mussten jedoch ohne großes Tamtam wieder den Heimweg antreten.

Landesliga-Derby: VfL Bückeburg - VfR Evesen

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Auch mit der Polizei hielt der Verein Rücksprache, sodass diese mehrfach an dem Tag dort Streife fuhr. Stunden vor dem Anpfiff tummelten sich vor den grünen Toren viele Besucher, die wieder nach Hause geschickt werden musste. „Der Großteil hatte dafür auch Verständnis. Keiner war uns böse.“ Feierabend hatte die VfL-Crew dann gegen 19-20 Uhr. Beim nächsten Derby - planmäßig am 21. März 2021 - werden die VfR-Verantwortlichen zuständig sein. Dann hoffentlich ähnlich reibungslos und mit mehr erlaubten Zuschauern.