01. Mai 2021 / 22:18 Uhr

"Orkan" BVB fegt über Kiel weg: Dortmund zerlegt Holstein und folgt Leipzig ins Pokalfinale

"Orkan" BVB fegt über Kiel weg: Dortmund zerlegt Holstein und folgt Leipzig ins Pokalfinale

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Borussia Dortmund hat am Samstag eindrucksvoll das DFB-Pokalfinale erreicht.
Borussia Dortmund hat am Samstag eindrucksvoll das DFB-Pokalfinale erreicht. © 2021 Getty Images
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Dieser BVB war nicht zu stoppen: Borussia Dortmund hat sich mit einer Glanzleistung im DFB-Pokal-Halbfinale gegen Holstein Kiel das Ticket für das Endspiel in Berlin gesichert. Dort trifft der BVB nach dem mühelosen Heimerfolg nun auf RB Leipzig.

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Auch ohne den verletzten Superstar Erling Haaland hat sich Borussia Dortmund für das DFB-Pokalfinale qualifiziert. Die Mannschaft von Trainer Edin Terzic schoss den Zweitligisten Holstein Kiel am Samstagabend im heimischen Signal-Iduna-Park förmlich ab und gewann locker mit 5:0 (5:0). Dabei war ein Tor schöner herausgespielt als das andere. Dank der Treffer von Giovanni Reyna (16., 22. Minute), Marco Reus (26.), Thorgan Hazard (32.) und Jude Bellingham (42.) trifft der BVB im Pokalfinale am 13. Mai in Berlin nun auf RB Leipzig, das sich am Freitag nach Verlängerung gegen Werder Bremen durchgesetzt hatte. Den glanzvollen Sieg nach einer furiosen ersten Halbzeit überschattete die offenbar schwere Knieverletzung des Dortmunder Rechtsverteidigers Mateu Morey, der Mitte der zweiten Hälfte vom Platz getragen werden musste.

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Die Kieler, die in der zweiten Liga als Tabellenvierter noch Chancen auf den direkten Aufstieg haben, starteten nicht schlecht in die Partie. Die Mannschaft von Trainer Ole Werner versteckte sich nicht und spielte in der Anfangsviertelstunde gut mit - bevor Holstein dann komplett einbrach. Das Fehlen von Torjäger Haaland, der wegen muskulärer Probleme kurzfristig passen musste, schmerzte den BVB nicht. Hazard ersetzte den Norweger im Zentrum. Den Führungstreffer markierte jedoch Reyna, der den Ball nach Pass von Jadon Sancho per Schlenzer ins Eck im Kieler Tor unterbrachte (16.). Nur sieben Minuten später machte Reyna nach einer Traum-Kombination von Reus und Raphael Guerreiro, die jeweils mit der Hacke vorlegten, seinen Doppelpack komplett.

Der BVB in Noten: Die Einzelkritik zum Final-Einzug gegen Kiel

Borussia Dortmund ist mit einem Kantersieg über Holstein Kiel souverän ins Pokalfinale eingezogen. Für den <b>SPORT</b>BUZZER hat Felix Meininghaus die Leistung der BVB-Stars in Noten bewertet. Zur Galerie
Borussia Dortmund ist mit einem Kantersieg über Holstein Kiel souverän ins Pokalfinale eingezogen. Für den SPORTBUZZER hat Felix Meininghaus die Leistung der BVB-Stars in Noten bewertet. ©

Kiel-Sportgeschäftsführer vergleicht BVB mit "Orkan"

Und Kiel fiel dann in alle Einzelteile zusammen. Jeder Schuss der Dortmunder war ein Treffer. Nach Vorlage von Emre Can erhöhte Reus auf 3:0 (26.), Haaland-Ersatz Hazard erlief sich nach einem Fehler der indisponierten Kieler Abwehr den Ball und schob zum 4:0 ein (32.). Das Kieler Debakel in Halbzeit eins machte schließlich Bellingham per abgefälschten Schuss vom Strafraumrand perfekt (42.). Kiel-Sportgeschäftsführer Uwe Stöver zeigte sich zur Pause geschockt und sprach bei Sky von einem "Klassenunterschied", den er mit einer gewissen "Traurigkeit" hinnahm: "Das hat sich angefühlt, wie ein Orkan, der über uns hinwegfegt. Die ersten 16 Minuten, konnten wir uns diesem Ansturm noch erwehren", sagte Stöver und lobte den BVB. "Sie haben nach jedem Tor nachgelegt. Hier spricht die Qualität für sich und die haben sie ausgespielt."

In der zweiten Halbzeit ging es nach vielen Wechseln auf beiden Seiten ruhiger zu. Der BVB schonte seine Kräfte für das anstehende Topspiel gegen RB Leipzig in der Bundesliga am kommenden Wochenende. In der Liga kämpfen die Dortmunder noch um die Champions-League-Qualifikation und liegen drei Spieltage vor Saisonende nur einen Punkt hinter Eintracht Frankfurt auf dem letzten CL-Quali-Platz auf Rang fünf. Auch die Kieler, bei denen Stürmer Janni Serra in der ersten Halbzeit verletzt ausgewechselt werden musste, werden über das langsame Tempo in Halbzeit zwei ohne nennenswerte Chancen froh gewesen sein. Nach der zweiten Corona-Quarantäne des Teams hat Holstein als Tabellenvierter mit drei weniger absolvierten Spielen als die Konkurrenz beste Chancen auf den Aufstieg.