11. Januar 2019 / 07:55 Uhr

Oschatzer Trio kämpft um die Meisterschaft

Oschatzer Trio kämpft um die Meisterschaft

Sven Zschiesche
Die Terpitzer Reik Buchmann (l.) und Tobias Hinkel nehmen im Pokalspiel Dahlens Toni Wahrig  in die Zange.
Die Terpitzer Reik Buchmann (l.) und Tobias Hinkel nehmen im Pokalspiel Dahlens Toni Wahrig in die Zange. © Ronny Belitz
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Fußball-Kreisklasse Ost: Süptitz könnte der lachende Vierte werden

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Eine bekannte Redensart sagt: „Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte.“ Schaut man sich die Tabelle der Fußball-Kreisklasse Ost zur Winterpause an, könnte man daraus fast die Frage formulieren, ob sich der Vierte freut, wenn sich drei streiten. Der Vierte im Bunde eines Spitzenquartetts könnte Titelverteidiger SV Süptitz II sein. Der ist aktuell Dritter der Tabelle und der einzige der Viererbande, der bereits das Dutzend an Spielen voll hat. Doch seine Konkurrenz, allesamt erst mit elf Spielen im Gepäck, könnte auf Grund der gegenseitigen Rivalität den Süptitzern Schützenhilfe leisten.

Mit Spitzenreiter Merkwitz, Verfolger Terpitz und dem FSV Oschatz II sind drei Südkreis-Teams nach der Hinrunde heiße Kandidaten, den Süptitzern als Kreisklasse-Meister nachzufolgen. Für den SV Merkwitz und den FC Terpitz geht es dabei sogar um den Aufstieg in die Kreisliga. Doch bei all der Derby-Stimmung und den „Streitereien“ der Nachbarn könnten sich am Ende alle drei aus dem Titelrennen schießen. Der Lachende aus der Redensart wäre der jetzige Dritte.

Dass es zu so einer Konstellation überhaupt kommen würde, war anfänglich nicht abzusehen. Aus den Startlöchern nach der Sommerpause kam der FC Terpitz am besten heraus. Bis zum Gastauftritt in Merkwitz Ende September waren die Friedrich-Jünger vornweg marschiert. Doch in Merkwitz sollte Wendewind wehen. Zur Pause führte der FCT, nichts deutete auf eine veränderte Großwetterlage. Im zweiten Durchgang aber drehten die Merkwitzer die Begegnung und sollten danach von Sieg zu Sieg eilen. Sieben Erfolge reihten sie bis zur Winterpause aneinander und holten sich die Herbstmeisterschaft. Vor dem Terpitzer Gastspiel in Merkwitz hatte die Zwetkoff-Elf aus vier Spielen nur einen Sieg geholt. Insbesondere zwei Auswärtsauftritte grämten dabei. In Schirmenitz blieb das Team trotz Pausenführung punktlos und in der Torgauer Elbaue musste es sich nach individuellen Fehlern und zwischenzeitlichem 1:3-Rückstand mit einer Punkteteilung zufrieden geben.

Oschater Reserve überrascht im Meisterrennen

Abgesehen davon, dass die Merkwitzer Stärke nach zuletzt durchwachsenen Spieljahren sicher überraschend kommt, ist der SVM allerdings nicht die große Überraschung im Meisterrennen. Dies ist zweifellos der FSV Oschatz II. Auf den letzten Pfiff im Sommer noch nachgemeldet, kommt die Melange aus Döllnitzstäder Alt und Jung ganz erfolgreich daher. Mal sind es die Youngster, die dem Spiel den Stempel aufdrücken, mal die Routiniers. Ein Team ist es zu jeder Zeit und das spielt recht ansehnlichen Fußball, der mit viel Offensivwucht daher kommt. Und obwohl sich kein Oschatzer in der Torjägerliste weiter vorne sehen lässt, ist der FSV die treffsicherste Mannschaft der Liga. Im Schnitt jubeln die Mannen von der Merkwitzer Straße mehr als vier Mal pro Partie.

Hinter dem Spitzen-Vierer tummeln sich im breiten Mittelfeld unter anderem Schmannewitz und Dahlens Reserve. Von der SGS hatte man ein wenig mehr erwartet, allerdings war die personelle Bestückung eher unzureichend, so dass die Ergebnisse nur mäßig ausfielen. Dahlens Zweite ging es personell ein wenig besser, ergebnistechnisch war die Lage jedoch vergleichbar.

LSV gibt noch die Rote Laterne ab

Dass in Mügeln nur ein Kellerkind kickt, war nicht zu erwarten, auch wenn die Saison ein Übergangsjahr darstellen sollte. Nur zwei Siege stehen auf der Habenseite und damit weniger als beim Vorjahres-Schlusslicht LSV Schirmenitz.

Gestartet mit einer Hypothek von neun Minuspunkten, weil dauerhaft keine Schiedsrichter gemeldet wurden, gelang dem LSV am letzten Spieltag vor der Pause noch der Sprung auf den vorletzten Platz. Vier Dreier erkämpfte sich die Elf von Trainer Heiko Flack, dem eine Reihe an jungen Neuzugängen die Kaderauswahl erleichtert und das Spiel seiner Mannen deutlich belebt. In der Rückrunde stockt der LSV wieder aus dem Norweger-Modell auf Komplett-Elf auf.

Beim Zuschauerschnitt führt Elbaue (51 pro Heimspiel) vor Merkwitz (46), Dahlen II (43) und Schmannewitz (41).

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