13. April 2022 / 16:31 Uhr

Oster-Idee wird umgesetzt: Laufen um den Cossi für die Ukraine

Oster-Idee wird umgesetzt: Laufen um den Cossi für die Ukraine

Kathleen Retzar
Leipziger Volkszeitung
Ulrich Steinberg (v.l.), Lena Ungvari Apotheke Altenburg, Franz Anton und Jan Benzien beim Streckentest am Cossi.
Ulrich Steinberg (v.l.), Lena Ungvari Apotheke Altenburg, Franz Anton und Jan Benzien beim Streckentest am Cossi. © Privat
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Die angedachte Spende des "Run for Ukraine" beträgt 10,70 Euro pro Runde und Teilnehmer. Der erste Start erfolgt in der Nacht auf Karfreitag 0.01 Uhr.

Leipzig. Zu Ostern eine Runde um den Cossi laufen oder spazieren? Das gehört für viele Leipziger zur Tradition. Das dachten sich auch Ronny Winkler, Chef der Agentur Maximalpuls, und befreundete Läufer. Sie wollten Spenden für die Opfer des Krieges gegen die Ukraine sammeln. Und wie könnte es anders sein – natürlich mit einem Lauf.

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„Man sollte nicht wegschauen, was in der Ukraine passiert“

10,7 Kilometer lang ist die Runde, die es zu absolvieren gilt - egal ob die laufend, walkend oder gehend. Daher kam die Idee, pro Runde 10,70 Euro zu Spenden. Das komplette Startgeld, das auch auf Wunsch erhöht werden kann, kommt der Spendenaktion der Stadt und der Leipziger Gruppe zugute.

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Bis Mittwoch hatten sich 114 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet. Darunter die Kanu-Weltmeister Jan Benzien und Franz Anton. Franz musste nicht lange nachdenken und sagte zu. „Man sollte nicht wegschauen, was in der Ukraine passiert“, so der 32-Jährige. „Sport sollte eigentlich nicht politisch sein, aber ich finde: Hier ist es wichtig, ein Zeichen zu setzen.“

Ronny Winkler hofft, dass viele Anmeldungen dazukommen. Die Community um Run The Lake ist groß. „Außerdem ist der Cossi die attraktivste Laufstrecke der Region.“ Die Strecke kann an jedem Punkt begonnen werden. Als Start und Ziel bietet sich auf die Combüse an. Dort betreibt der Olympiavierte Jan Benzien einen Kanu- und SUP-Verleih samt Imbiss.

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„Das hat alles relativ lange gedauert“

Die Idee zum Charity-Lauf kam beim Gespräch mit Freunden: Ulreich Steinberg, Markteiter des Obi-Marktes am Hauptbahnhof, Lena Ungvari, Apothekerin aus Altenburg, und der ehemalige Kanute Jan Benzien waren schnell überzeugt. Winkler war vor vier Wochen an der polnisch-ukrainischen Grenze, hat Hilfsgüter hingebracht und eine ukrainische Familie nach Leipzig mitgenommen. „Mir war klar, dass man noch mehr machen muss, aber nicht jedes Mal 2000 Kilometer fahren kann“, erklärte der Neuseenclassics-Organisator (22. Mai). „Für uns war schnell klar, wir wollten keine eigene Spendenaktion starten, sondern eine bestehende unterstützen.“

Winkler ist es wichtig, dass den Menschen in der Ukraine geholfen wird, aber auch denen, die hier in Leipzig ankommen. Die Familie, die Winkler mitgebracht hatte, hat jetzt eine Wohnung. „Das hat alles relativ lange gedauert, bis sie halbwegs alles zusammenhatten was es so braucht: Möbel, Küchenartikel und Kleidung“, berichtet er. Daher hoffen der 45-Jährige und seine Mitstreiter, dass ein schöner Spendenbetrag zusammenkommt. Die erste Runde wird übrigens in der Nacht zum Karfreitag um 0.01 Uhr gestartet.

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