08. Januar 2021 / 14:52 Uhr

Ostklubs in der 3.Liga: Hansa Rostock wittert, Magdeburg zittert

Ostklubs in der 3.Liga: Hansa Rostock wittert, Magdeburg zittert

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hansa-Trainer Jens Härtel - hier mit Nils Butzen (l.) und Lukas Scherff - möchte mit seinem Team im neuen Jahr die Aufstiegsplätze angreifen.
Er will in der Rückrunde oben angreifen und darf wieder fünf Spieler austauschen: Hansa-Trainer Jens Härtel (M.), hier mit Nils Butzen (l.) und Lukas Scherff. © Lutz Bongarts
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Nach der kurzen Winterpause wird am Wochenende in der 3. Fußball-Liga wieder gespielt. Die Ziele der fünf ostdeutschen Klubs sind sehr unterschiedlich. 

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DYNAMO DRESDEN: Die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski hält Kurs auf den sofortigen Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga. Vor dem Start in die zweite Saisonhälfte haben die Sachsen als Tabellenführer bereits acht Punkte Vorsprung auf den dritten Platz. „Die Gejagten sind wir immer. Wir müssen so weitermachen wie vor der Winterpause“, sagte Abwehrspieler Robin Becker. Fehlen wird den Schwarz-Gelben zum Start am Montag (19.00 Uhr) beim finanziell angeschlagenen Aufsteiger Türkgücü München neben Routinier Marco Hartmann (Reha nach Knieverletzung) unter anderem auch Sebastian Mai. Der verletzte Kapitän baut vor allem auf die Geschlossenheit und den ausgeglichen besetzten Kader: „Wir haben nicht die Spieler, die die Spiele allein entscheiden können. Wir haben es immer über das Kollektiv gemacht. Das sollten wir uns beibehalten.“ Bislang hat Dynamo auf die Verpflichtung von Neuzugängen in der Wintertransfer-Periode verzichtet. Weil Linksverteidiger Chris Löwe wegen einer schweren Knieverletzung das vorzeitige Saisonende droht, hält sich der Verein die Option auf personellen Ersatz aber noch offen.

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FC HANSA ROSTOCK: Mit 26 Punkten liegen die Rostocker als Tabellenfünfter in Lauerstellung zu den Aufstiegsplätzen. Nach einer Serie von drei Niederlagen Mitte Dezember verbaute sich das Team von Trainer Jens Härtel eine noch bessere Ausgangsposition. Für den weiteren Saisonverlauf haben sich die Rostocker bisher auf zwei Positionen verstärkt. Stürmer Lion Lauberbach wird bis zum 30. Juni von Zweitligist Holstein Kiel ausgeliehen. Für den Ex-Zwickauer hat der FC Hansa „das Zeug, höher zu spielen“. Außerdem wurde Mittelfeldspieler Simon Rhein vom 1. FC Nürnberg verpflichtet. „Gemeinsam werden wir nun alles geben, um eine erfolgreiche Saison zu spielen“, meinte der 22-Jährige vor der Heimpartie am Samstag (14.00 Uhr) gegen die SpVgg Unterhaching.

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HALLESCHER FC: Auch der HFC hat die vorderen Plätze noch im Blick. Als Tabellenneunter hat die Mannschaft von Trainer Florian Schnorrenberg nur drei Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz und dabei auch noch ein Nachholspiel zu bestreiten. Um vorn anzugreifen, sucht Halle noch einen neuen Spieler für die Offensive. „Wir haben den Markt sondiert und prüfen nun, ob etwas machbar ist“, sagte Schnorrenberg der „Mitteldeutschen Zeitung“. Vor dem Auftakt am Samstag (14.00 Uhr) beim SV Wehen Wiesbaden bangt der HFC um seinen Torjäger. Terrence Boyd, der schon neun Treffer erzielte, plagt sich mit Oberschenkelproblemen herum und konnte nur eingeschränkt trainieren. „Terrence will gegen Wehen spielen. Aber wir wollen ihn bei diesen Bedingungen langsam ranführen“, erklärte Schnorrenberg. In Fabian Menig, der nach einer langwierigen Hüftverletzung wieder mit der Mannschaft trainiert, steht dem Coach eine weitere Alternative für die Rechtsverteidiger-Position zur Verfügung.

FSV ZWICKAU: Für die abstiegsbedrohten Westsachsen steht am Sonntag (14.00 Uhr) gegen den Tabellennachbarn VfB Lübeck gleich ein richtungsweisendes Spiel auf dem Programm. Dem Vernehmen nach will der FSV-Vorstand bei einer weiteren Niederlage auch über die Zukunft von Trainer Joe Enochs beraten. Im eigenen Stadion gelang den Zwickauern in dieser Saison erst ein Sieg. „Wir haben bislang zu viele wichtige Spiele durch teils unterirdische Leistungen weggeschenkt. Die Qualität, um die Klasse zu halten, haben wir aber auf jeden Fall“, sagte FSV-Sportdirektor Toni Wachsmuth. Angesichts von nur 14 geschossenen Toren in 14 Spielen sind die Zwickauer noch auf der Suche nach einem neuen Stürmer. „Wir werden uns nicht unter Zeitdruck setzen lassen. Wenn es um Tore geht, sind jetzt alle Feldspieler gefragt. Jeder muss endlich die Gier entwickeln, den Ball über die Linie zu drücken“, forderte Wachsmuth.

1. FC MAGDEBURG: Ähnlich wie Zwickau hatte auch das Liga-Schlusslicht aus Magdeburg in seinen bisherigen Spielen mit Offensivproblemen zu kämpfen. Für mehr Torgefahr in der zweiten Saisonhälfte sollen die beiden Winter-Neuzugänge Saliou Sané und Baris Atik sorgen. Während Stürmer Sané von Zweitligist Würzburg bis zum Saisonende ausgeliehen ist, war der Ex-Dresdner Atik zuletzt vereinslos. „Ich war nicht der perfekte Profi die letzten Jahre. Klar, die fußballerischen Fähigkeiten sind da. Aber meine Einstellung war nicht immer okay“, sagte Atik der „Bild-Zeitung“. Zum Start trifft der FCM am Samstag (14.00 Uhr) zu Hause auf den KFC Uerdingen. „Ich bin davon überzeugt, dass wir den Klassenerhalt schaffen werden und ich freue mich, dass ich meinen Beitrag dazu leisten kann“, äußerte Sané.