16. September 2020 / 13:34 Uhr

Ostsee-Trophy feiert gelungene Premiere

Ostsee-Trophy feiert gelungene Premiere

Franz Wego
Ostsee-Zeitung
Ulf Ebel gewinnt mit Zarin den Großen Preis bei der Ostsee-Trophy in Redentin.
Ulf Ebel gewinnt mit Zarin den Großen Preis bei der Ostsee-Trophy in Redentin. © Jutta Wego
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180 Reiter nahmen am Springturnier in Redentin bei Wismar teil. Den Großen Preis sicherte sich Ulf Ebel aus Polzow.

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​Zum ersten Mal fand auf dem Hof Redentin bei Wismar die Ostsee-Trophy statt, ein gut besetztes Springturnier mit 180 Reitern aus MV und benachbarten Bundesländern. Höhepunkt war der Große Preis, bei dem 6 der 39 Teilnehmer fehlerfrei aus dem Umlauf in die Siegerrunde kamen.

André Thieme (Plau) ging mit Conacco als Erster den Kurs zügig an, blieb mit 38,80 Sekunden fehlerfrei. Ihm folgte Ulf Ebel aus Polzow (bei Pasewalk) mit Zarin. Nach dem dritten Sprung baute er eine extrem gefährliche Wendung ein, mit der er mehrere Meter sparte. Das Risiko wurde belohnt: Mit 38,55 Sekunden lag der 40-Jährige vor Thieme. Nur der im Umlauf schnellsten Reiterin Teike Carstensen aus Schleswig-Holstein gelang als letzter Starterin auf Caretina ein weiterer Doppel-Null-Ritt, mit dem sie auf den dritten Platz kam.

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„Ich hatte vorher mit Ulf gesprochen und ihn gefragt, ob man die Wendung nach dem Sprung wagen könne. Er war unsicher, riskierte es aber. Ich wollte das Risiko nicht eingehen“, sagte Thieme.

Die Große Tour des Turniers bestand aus drei S-Springen. Der Auftakt ging in die Prignitz an Robert Bruhns (Gadow) auf Granada P. Bester Mecklenburger war Christoph Lanske aus Dersekow bei Greifswald) mit Chaleen als Dritter. Im Championat glänzte Ulf Ebels Ehefrau Anna Ebel-Jürgens. Mit ihrer Stute Charletta ging sie schon früh durch einen rasant schnellen Ritt in Führung. André Thieme versuchte mit Conacco auf kurzen Wegen zwar noch anzugreifen, wurde jedoch auch in diesem zweitwichtigsten Springen Zweiter.

In der Qualifikation zur Junior-Future-Tour (S-Springen bis 25 Jahre) sah alles schon nach einem Sieg von Christin Wascher (Redefin) aus. Doch die sehr stark reitende Teike Carstensen war als letzte Starterin mit ihrem zweiten Pferd Fiesta van de Mullegracht noch 1,5 Sekunden schneller.