10. Februar 2021 / 10:16 Uhr

Ostthüringens Fußball im Winterschlaf: Ein Blick auf die bisherige Saison

Ostthüringens Fußball im Winterschlaf: Ein Blick auf die bisherige Saison

R. Weber
Leipziger Volkszeitung
Schmölln
Schmöllns Friedrich May im Zweikampf. © Mario Jahn
Anzeige

Der SPORTBUZZER blickt auf die bisherige Saison im Altenburger Land: Im Moment liegen Schmölln in der Kreisoberliga, Eintracht Fockendorf in der Kreisliga und ZFC Meuselwitz II in der ersten Kreisklasse vorn – doch die Tabellen sind teilweise verzerrt.

Altenburger Land. Viel Freude hatten die Fußballer an der Saison 2020/2021 bislang nicht. Nach nur zwei Monaten folgte die coronabedingte Unterbrechung. Seit November ruht die Pille. Wir blicken auf den Verlauf bis zur Zwangspause zurück.

Anzeige

In der Kreisoberliga sind aus dem Kreis Altenburger Land sieben Mannschaften vertreten. Acht Spieltage konnten absolviert werden. An der Tabellenspitze steht ungeschlagen mit sieben Siegen der SV Schmölln, der bisher souverän agierte. Auch das Torverhältnis von 24:5 spricht für die Stärke der Knopfstädter. Das Team hat dabei sogar noch ein Nachholspiel auf der Habenseite. Bester Torschütze mit sechs Treffern ist Friedrich May. Schmölln führt außerdem die Fairplay-Wertung an.

Weitere Meldungen aus Ostthüringen

Auf dem zweiten Platz mit fünf Siegen und drei Niederlagen steht der SV Rositz, der 12:11 Tore und 15 Punkte auf dem Konto hat. SVR- Präsident Jörg Meuschke sprach von einem schweren Start. Dann aber steigerte sich der Ex-Landesligist, zumal Stammkräfte zurückkehrten. So rückte das Team in der Tabelle nach vorn. „Wir haben auch vier neue Spieler im Kader“, freut sich Meuschke. Bester Schütze mit drei Treffern ist Robin Schulz. Platz neun ist im Fairplay angesagt.

SV Lumpzig und SV Ehrenhain II im Mittelfeld

Den fünften Platz in der hat der FSV Meuselwitz inne. Der FSV brachte es auf vier Siege, ein Remis und drei Niederlagen bei 17:15 Toren und 13 Punkten. Laut FSV war mehr möglich, einige Punkte wurden zu leichtfertig abgegeben. „Unser Blick ist in Richtung Spitze gerichtet“, merkten Florian Milde und Nico Heinzmann vom Verein noch an. Julian Strobl ist mit sieben Treffern erfolgreichster Offensivmann. Im Fairplay hat der FSV sich auf Rang vier gesetzt. Christian Haubenreißer holte derweil bei der Thüringer online-Meisterschaft den dritten Platz.

Im Mittelfeld auf Platz sieben rangiert der SV Lumpzig. Trainer Falk Hofmann zeigt sich mit dem Stand sehr zufrieden. Es gab einen Start mit zwei Siegen, es folgten drei vermeidbare Niederlagen, ehe zwei weitere Siege hinzukamen (16:12 Tore und zwölf Punkte). Jeweils vier Tore erzielten Jaroslav Jopa und Dominik Nitzsche. Der 15. Platz im Fairplay ist verbesserungswürdig.

Gleich hinter Lumpzig hat sich Aufsteiger SV Ehrenhain II auf den achten Rang gesetzt. Vier Siegen stehen vier Niederlagen gegenüber. „Wir sind recht zufrieden bisher“, sagte Trainer Felix Bachmann. In einigen Spielen war noch mehr möglich, aber das junge Team ist entwicklungsfähig. 17:15 Tore und 12 Punkte hat die Reserve auf dem Konto, Tommy Himstedt brachte es auf fünf Treffer. Im Fairplay liegt der SVE II auf dem zweiten Platz.


Eintracht Fockendorf führt Kreisliga an

Nicht zufrieden mit dem 10. Platz ist die SG Gößnitz bei drei Siegen, zwei Remis und drei Niederlagen (11:11 Tore und elf Punkte). „Bisher waren wir unter den Erwartungen“, befand Vorstandsmitglied Ralf Dobritzsch. So ist eine Steigerung erforderlich, was mit den Rückkehrern Schlenzig und Tomaske möglich sein soll. „Die Nachwuchsarbeit wird bei uns im Vordergrund stehen“, ergänzte Dobritzsch. Im Fairplay belegt Gößnitz Rang fünf. Bester Schütze mit zwei Treffern ist Kevin Bahr.

Auf dem 15. Platz steht derzeit der RSV Altenburg, hat zwei Siege und sechs Niederlagen gesammelt ( 14:23 Tore und sechs Punkte). Das ist sicher nicht der Anspruch der Altenburger, die in den vergangenen Jahren zu den etablierten Teams zählten. Mit drei Toren ist Lukas Körner bester Schütze. Im Fairplay liegt der RSV auf dem 10. Rang.

In der Kreisliga ist das Team der SG Eintracht Fockendorf zur Zeit Primus mit sechs Siegen, einem Remis und einer Niederlage (18:7 Tore und 19 Punkte). „Unser Team hat sich von Spiel zu Spiel gesteigert“, führte Trainer Arndt Nestler an. Frank Walter ist mit acht Toren bester Schütze. Erster Verfolger des Spitzenreiters ist der FSV Langenleuba/Niederhain, der auf sechs Siege und eine Niederlage kommt (25:5 Tore und 18 Punkte). Nur die Niederlage gegen Motor Altenburg wurmt, wie Trainer Carsten Schönwälder betonte. Ansonsten wurde gute Spiele gezeigt. Der Trainingsfleiß zahlte sich beim FSV aus. Der FSV hat noch einen Nachholer. Marco Killemann brachte es bereits auf elf Buden.

Löbichau und Altkirchen mit Steigerungspotential

Den dritten Platz hat Motor Altenburg sechs Siegen aus sechs Spielen inne (23:6/18 Punkte). Zwei Nachholspiele stehen noch aus. Mit je sechs Toren sind Alexander Korent und Richard Kunze die besten Schützen. „Wir haben viel Potenzial im jungen Team, welches sehr entwicklungsfähig ist“, sagte Präsident Frank Berlin, der auch betonte, dass die Kommunikation derzeitig auch im Verein sehr wichtig ist.

Vierter ist der SSV Großenstein mit 16 Punkten. Auf Rang fünf hat sich Aufsteiger SV Schmölln II gesetzt. Es wurden fünf Siege, ein Remis und zwei Niederlagen erreicht (25:16 Tore und 16 Punkte). Julius Herold erzielte acht Treffer.

Im Mittelfeld auf Rang sechs steht Einheit Altenburg (23:18 Tore und 16 Punkte). Fünf Siege, ein Remis und zwei Niederlagen sind zu verzeichnen. „Als Aufsteiger sind wir sehr zufrieden, der Anschluss an die Spitze ist vorhanden“, betonte Abteilungsleiter Thomas Wöllner. In Sebastian Holschowsky hat Einheit seinen erfolgreichsten Schützen mit satten elf Toren.

Der SV Löbichau rangiert auf Position sieben mit vier Siegen und drei Niederlagen (15:17 Tore und zwölf Punkte). Benjamin Hilbert erzielte drei Treffer. Der LSV Altkirchen liegt direkt dahinter auf Rang acht mit drei Siegen, einem Remis und drei Niederlagen (15:18 Tore und zehn Punkte). Drei Treffer erzielte Pierre Schlenzig. Bei beiden Mannschaften ist Steigerungspotenzial vorhanden.

ASV Wintersdorf noch ohne Sieg

Unbefriedigend ist der neunte Platz des TSV Monstab/Lödla und negativer Bilanz von drei Siegen und fünf Niederlagen (18:24 Tore und neun Punkte). „Wir haben unsere Erwartungen nicht erfüllt“, so Kapitän Markus Henfling, der die interne Torschützenliste mit sechs Treffern anführt. Zu schwankend waren die Leistungen bisher beim TSV.

Anzeige

Auf dem 10. Platz rangiert der TSV Pölzig (14:15 Tore und drei Punkte). Auf dem 11. Platz liegt der ASV Wintersdorf, der noch ohne Sieg bei einem Remis und sechs Niederlagen dasteht (3:24 Tore und ein Punkt). So ist der ASV auch nicht zufrieden, wie Abteilungsleiter Mario Sander verkündete. Der kleine Kader brachte immer wieder Personalsorgen. Zudem befindet Wintersdorf im Umbruch baut junge Spieler in die Mannschaft ein.

Mit null Punkten aus sieben Spielen sind der FSV Lucka und Eintracht Ponitz die Schlusslichter auf den Plätzen 12 und 13. Je sieben Niederlagen mussten die beiden Traditionsvereine hinnehmen, was für beide schwere Zeiten bedeutet. Im Fairplay führt der FSV Langenleuba/Niederhain vor Motor Altenburg und Schmölln II.

ZFC Meuselwitz II dominiert 1. Kreisklasse

In der 1. Kreisklasse dominiert nach sieben Spieltagen der ZFC Meuselwitz II, der seine sieben Spiele souverän gewann, auf 56:2 Tore und die maximalen 21 Punkte blicken kann. „Verfolger“ ist der TSV Windischleuba mit vier Siegen und einer Niederlage (24:6 Tore und zwölf Punkte). Dritter ist mit ebenfalls zwölf Punkten bei 11:2 Toren die SG FSV Gößnitz II (vier Siege und eine Niederlage).

Bester Torschütze mit elf Treffern ist Jakob Hennig (ZFC II). Es folgt Moritz Charous vom Nachbarn FSV Meuselwitz II mit acht Toren. Dahinter lauern mit je sieben Treffern Justin Deutloff (ZFC II) und Axel Taubert (Windischleuba).

Wann wieder im Kreis Fußball gespielt werden kann, ist derweil völlig offen. Es heißt abwarten, wie sich die Pandemie entwickelt.