24. Oktober 2021 / 18:44 Uhr

Misere hält an: OSV kassiert sechste Auswärtspleite von Krähenwinkel

Misere hält an: OSV kassiert sechste Auswärtspleite von Krähenwinkel

Dirk Herrmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Krähenwinkels Max Radowski (re.) zieht an Niclas Michalz vorbei.
Krähenwinkels Max Radowski (re.) zieht an Niclas Michalz vorbei. © Michael Plümer
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Auch beim Lieblingsgastgeber TSV Krähenwinkel/Kaltenweide sollte es für den OSV Hannover nicht zu den ersten Auswärtspunkten der Saison reichen. Das Team verlor unter seinem neuen Chefcoach Yilmaz Dag verdient mit 0:2. Die Aufstiegsrunde dürfte somit für den OSV kaum mehr zu erreichen sein.

Die Auswärts-Null hat weiter Bestand. Auch gegen seinen Auswärts-Lieblingsgegner mochte sich daran für den OSV Hannover, der in der Fremde in dieser Saison nach wie vor punktlos ist, nichts ändern. Fünf Siege und ein Remis hatten die Oststädter in den gemeinsamen vergangenen Landesligajahren am Waldsee geholt, doch beim Debüt von Yilmaz Dag ging diese schöne Serie am Sonntag zu Ende. Im Kampf um einen der drei Aufstiegsplätze in der Staffel Nord verloren sie beim Tabellenzweiten vor rund 200 Zuschauerinnen und Zuschauern mit 0:2 (0:0).

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Dag, der vor einer Woche den zurückgetretenen Emilio Ortega als OSV-Coach abgelöst hatte, sprach nach dem Abpfiff von einer verdienten Niederlage. „So ehrlich muss man sein, sich das einzugestehen“, sagte der 40-Jährige. „Die Krähen haben ein bisschen mehr investiert und mehr geackert. Wir haben trotzdem alles gegeben, was momentan drin ist.“ Bis zur 72. Minute war die Partie noch torlos, ehe OSV-Keeper Maximilian Kemmesies an eine Flanke von Tim Hübner nicht herankam und der hinter ihm lauernde Patrick Schuder zum 1:0 einköpfte. „Der Dosenöffner für KK“, sagte Dag.

Bilder vom Landesligaspiel zwischen dem TSV Krähenwinkel/Kaltenweide und OSV Hannover

Der neue Chef an der Seitenlinie des OSV Hannovers: Trainer Yilmaz Dag. Zur Galerie
Der neue Chef an der Seitenlinie des OSV Hannovers: Trainer Yilmaz Dag. ©

Krähenwinkel fehlt die Präzision

Das Führungstor für die „Krähen“, die mit deutlich mehr Dampf ins Spiel gingen als eine Woche zuvor bei ihrer Derbypleite in Godshorn, hatte schon zu Beginn der Begegnung in der Luft gelegen. Zweimal scheiterte Schuder, einmal der starke Marcel Kunstmann, der viele Bälle erkämpfte und verteilte. Der OSV wirkte defensiv noch unsortiert, hielt sich aber schadlos. „Danach muss man dann Muffe haben, sich plötzlich selbst hinten einen einzufangen“, sagte TSV-Trainer Pascal Preuß. „Es war aber klar: Wenn wir so weitermachen, werden wir belohnt. Wir waren am Drücker.“

Tatsächlich gelang es dem OSV bei allem kämpferischen Einsatz im Gegensatz zu seinem Gegner selten, sich offensiv gefährlich in Szene zu setzen. Die beste Chance hatte Philipp Kahl, dessen Volleyschuss am TSV-Kasten vorbei flog – da lief bereits die 62. Minute. Bis dahin hatte den „Krähen“ im Abschluss noch oft Präzision oder Entschlossenheit gefehlt, ehe Schuder für die erlösende Führung sorgte. Elf Minuten später fiel das 2:0, als Kemmesies beim Herauslaufen zunächst einen Steilpass abfing – den abgewehrten Ball schoss Kunstmann jedoch direkt aus 25 Metern in die Maschen des verwaisten Gäste-Gehäuses.

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Und diesmal blieb es bei diesem Ergebnis, anders als beim 2:2 im Hinspiel. Vor anderthalb Monaten hatte der OSV eine 2:0-Führung verspielt und in den finalen Minuten noch zwei Gegentreffer schlucken müssen. Dags Mannschaft dagegen rannte in der Schlussphase vergeblich an und musste sich auch nach dem sechsten Auswärtsspiel wieder ohne Zählbares auf den Heimweg begeben. Angesichts von vier Punkten Rückstand auf den Tabellendritten TSV Wetschen und schon zwei mehr absolvierten Partien dürfte die Aufstiegsrunde für den OSV kaum noch erreichbar sein.

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