10. Februar 2019 / 19:13 Uhr

OT Bremen: Troue dreht den Spieß um

OT Bremen: Troue dreht den Spieß um

Karsten Hollmann
Weser-Kurier
OT - DJK 5 
Obwohl die DJK Blumenthal führte, musste sie bei OT Bremen am Ende eine 1:3-Pleite hinnehmen.
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Landesligist macht gegen die DJK Blumenthal aus einem 0:1-Rückstand noch einen 3:1-Sieg

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„Pennst du, Marcel?“, fragte der Trainer der DJK Germania Blumenthal, Aydin Pekyalcin, seinen Abwehrchef Marcel Wilpert verzweifelt nach dem entscheidenden 1:3 im Match beim Viertletzten der Bremer Fußball-Landesliga, OT Bremen. Letztlich wollte Pekyalcin aber keinem seiner Kicker einen Vorwurf dafür machen, dass diese ihre 1:0-Führung noch verspielten. Lange Zeit hatten die Nordbremer Akteure hinten überhaupt nichts anbrennen lassen. Dabei tat sich auch gerade Marcel Wilpert im Abwehrzentrum positiv hervor.

„Wir haben es in der ersten Halbzeit stark gemacht“, lobte Aydin Pekyalcin seine Formation. Dabei sprang auch die eine oder andere gute Gelegenheit für die Blumenthaler heraus. So nahm es Dinho Seydi nach knapp einer halben Stunde etwas zu lässig und bugsierte den Ball am Kasten vorbei. Kurz vor der Pause nahm dann Cuma Aytac die Kugel stark im gegnerischen Strafraum an, scheiterte aber im Anschluss an OT-Keeper Sumir Dixit. „Diese nicht genutzten Chancen wurden am Ende bestraft“, bedauerte Pekyalcin. Das Heimteam blieb ohne Großchance in den ersten 45 Minuten.

Im zweiten Abschnitt setzte mit Joker Fabakary Saidykhan ebenfalls ein Gäste-Spieler das erste Ausrufezeichen. Hart bedrängt von einem Gegenspieler brachte „Dembele“ Saidykhan das Leder in der Mitte noch in Richtung Tor, prüfte Dixit damit jedoch nicht ernsthaft (57.). In der 62. Minute beschwerte sich Saidykhan über die Eigensinnigkeit seines Mitspielers Cuma Aytac, der es vorzog, im Zentrum den Abschluss zu suchen, anstatt den freistehenden Gambier anzuspielen. Kurz darauf lag der Ball aber im Kasten der Hausherren. Kemal Kalac sagte Danke für einen zu kurzen Rückpass von OT-Verteidiger Engin Uzuntas auf seinen Torsteher Sumir Dixit.

Der Coach der Platzherren, Robert Stolp, bewies allerdings ein goldenes Händchen mit der Hereinnahme von Miguel Troue. Dieser drehte den Spieß mit einem lupenreinen Hattrick fast im Alleingang um. Nach 80 Minuten köpfte der Joker nach einer Linksflanke von Dardan Musliu freistehend am langen Pfosten zum 1:1 ein. Benjamin Ciosanski zwang DJK-Torwart Abou Singhateh dann mit einem direkt aufs Tor gezogenen Eckball zu einer Parade, ehe Ciosanski Miguel Troue das 2:1 mustergültig auflegte. Troue nahm das Spielgerät kurz im Strafraum an und überwand Singhateh mit einem sehenswerten Schuss in die lange Ecke.

Die Gastgeber bejubelten diesen Treffer wie den Gewinn der Meisterschaft. Mit einem nicht ganz unhaltbar erscheinenden Kopfball-Lupfer machte Miguel Troue eine Minute vor dem Ende der regulären Spielzeit den Deckel zum 3:1-Endstand drauf. Selcuk Baskale visierte auch noch in der Nachspielzeit den rechten DJK-Pfosten an. „Meine Spieler haben die Vorgaben in der zweiten Halbzeit leider nicht mehr so gut umgesetzt wie noch vor der Pause“, stellte Aydin Pekyalcin fest.

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