28. November 2022 / 13:26 Uhr

Özil-Bilder bei DFB-Auftritt: Katarischer Sender wertet Aktion als Geste gegen "westliche Doppelmoral"

Özil-Bilder bei DFB-Auftritt: Katarischer Sender wertet Aktion als Geste gegen "westliche Doppelmoral"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Zuschauer zeigten Bilder von Ex-Nationalspieler Mesut Özil vor der Partie gegen Spanien.
Zuschauer zeigten Bilder von Ex-Nationalspieler Mesut Özil vor der Partie gegen Spanien. © IMAGO/MB Media Solutions
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Bei der WM-Partie am Sonntagabend zwischen Deutschland und Spanien präsentierten einige Zuschauer Bilder von Ex-Nationalspieler Mesut Özil und hielten sich teilweise den Mund zu. Die katarische Sendergruppe wertet dies als Geste gegen die "westliche Doppelmoral". 

Die katarische Fußball-Sendergruppe Al-Kass hat die Zuschaueraktion mit Bildern von Mesut Özil beim Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Spanien als Geste gegen "westliche Doppelmoral" gewertet. Al-Kass veröffentlichte die entsprechenden Bilder der Aktion auf Twitter. Zuschauer hatten am Sonntagabend im Al-Bait Stadion die Özil-Fotos und -Zeichnungen in die Höhe gehalten, einige hielten sich zudem die Hand vor den Mund – diese viel beachtete Geste hatten die Profis der DFB-Auswahl vor ihrem ersten Gruppenspiel gegen Japan gezeigt.

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Die Nationalspieler hatten damit ihren Protest gegen das Verbot der "One Love"-Kapitänsbinde durch den Weltverband FIFA ausgedrückt. Die Kapitänsbinde soll ein Symbol für Vielfalt und Meinungsfreiheit sein. Besonders in Katar selbst war diese Geste der Nationalspieler auch kritisiert worden.

Der genaue Hintergrund der offensichtlich abgesprochenen Aktion der Zuschauer am Sonntagabend bleibt dennoch weiterhin unklar. Der 34 Jahre alte Ex-Weltmeister Özil war nach dem Vorrunden-Aus bei der WM 2018 aus der Nationalmannschaft zurückgetreten. Vor der Endrunde hatte sein Foto mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan für großen Wirbel gesorgt. Er selbst hatte dem DFB nach seinem Rücktritt unter anderem Rassismus vorgeworfen und mit dem Verband gebrochen.

Ende 2019 hatte sich Özil kritisch zur Unterdrückung der Uiguren in China geäußert. Sein damaliger Klub, der FC Arsenal, hatte sich, wohl auch aufgrund wirtschaftlicher Interessen in China, umgehend von Özils Äußerungen distanziert. Menschenrechtsaktivisten lobten Özil für dessen Worte.

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