23. Juli 2018 / 20:48 Uhr

Özil-Berater attackiert Hoeneß: "Schande für Deutschland"

Özil-Berater attackiert Hoeneß: "Schande für Deutschland"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Mesut Özil steht in der Kritik: Bayern-Präsident Uli Hoeneß lederte am Montag hart gegen den Ex-Nationalspieler. Jetzt schießt dessen Berater zurück.
Mesut Özil steht in der Kritik: Bayern-Präsident Uli Hoeneß lederte am Montag hart gegen den Ex-Nationalspieler. Jetzt schießt dessen Berater zurück. © imago/Sven Simon
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Jetzt kontert der Berater von Mesut Özil die heftige Kritik von Uli Hoeneß an den Ex-Nationalspieler. Der Bayern-Präsident versuche die Aufmerksamkeit vom eigentlichen Thema abzulenken. Der Berater bezeichnet die Hoeneß-Aussagen als "dumm".

Diese Aussagen überraschten in ihrer Deutlichkeit. Am Montagmorgen hatte Uli Hoeneß Mesut Özil nach dessen Rücktritt aus der Nationalmannschaft und seiner Generalabrechnung mit dem DFB scharf kritisiert. „Ich bin froh, dass der Spuk vorbei ist. Der hat seit Jahren einen Dreck gespielt. Den letzten Zweikampf hat er vor der WM 2014 gewonnen. Und jetzt versteckt er sich und seine Mist-Leistung hinter diesem Foto“, sagte der Präsident des FC Bayern München einem Kreis von Reportern vor dem Abflug des FCB in die USA - jetzt kontert Özil-Berater Erkut Sögüt via Online-Portal goal.com: "Die Kommentare von Herrn Hoeneß verfehlen den eigentlichen Sinn komplett", so Sögüt.

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Der Ablauf der Özil-Erdogan-Affäre in Zitaten

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Mesut Özil ist nach langem hin und her um sein Foto mit dem türkischen Präsidenten Erdogan im Sommer 2018 aus der Nationalmannschaft zurückgetreten. Doch wie hat sich die ganze Affäre eigentlich nochmal zugetragen? Der SPORTBUZZER rekonstruiert mit den wichtigsten Zitaten! ©

Es war nicht die einzige Hoeneß-Breitseite in Richtung Özil. Sportlich hätte er seit Jahren nichts mehr in der Nationalelf zu suchen, niemand habe hinterfragt, was Özil für einen Mist gespielt habe. Das geht Sögüt zu weit. Der Bayern-Präsident versuche, so der Berater, "die Aufmerksamkeit vom eigentlichen Thema, dem Rassismus und der Diskriminierung in Deutschland, abzulenken." Außerdem könne er seine "dummen Aussagen nicht belegen". Sögüt führt in seiner Stellungnahme auf, dass Özil in seiner Karriere an insgesamt 63 Toren im DFB-Team beteiligt gewesen und fünf Mal zum Nationalspieler des Jahres gekürt worden sei.


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Harter Konter gegen Hoeneß

Sögüt holte zudem zum Gegenschlag aus: "Sollte er sich als Präsident von Bayern München nicht auf die Leistung seiner eigenen Spieler konzentrieren, von denen acht für Deutschland in Russland spielten?" Zudem sei es "lächerlich", dass Hoeneß glaube, mehr zu verstehen als Özils ehemalige Trainer Arsène Wenger, José Mourinho und Joachim Löw. Dann spricht er ihn direkt an: "Herr Hoeneß, wir werden keine weitere Zeit und Energie aufbringen, um mit ihnen über ein Thema zu reden, von dem sie keine Ahnung haben. Sie sind nicht nur eine Schande für sich selbst, sondern vor allem für Bayern München und die Leute in Deutschland."

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Die internationale Presse hat sich mit dem Rücktritt von Mesut Özil befasst.  ©

Laut dem Özil-Berater habe Hoeneß mit seiner Kritik nur versucht, von der eigentlichen Nachricht Özils abzulenken: Dem Wiederaufleben des Rassismus in Deutschland: "Er hat den Mut und die Tapferkeit gezeigt, sich für all jene einzusetzen, die in Deutschland unfair behandelt werden: Einwanderer, Muslime und viele mehr", so Sögüt zum Portal. "Hoeneß und viele Menschen in Deutschland haben Angst davor, mit diesem Thema, das man am liebsten unter den Teppich kehren würde, konfrontiert zu werden, weil sie die Wahrheit nicht erkennen wollen."

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