08. Mai 2022 / 17:23 Uhr

Paciencia kontert Plea: Frankfurter Euro-Helden erkämpfen sich Remis gegen Gladbach

Paciencia kontert Plea: Frankfurter Euro-Helden erkämpfen sich Remis gegen Gladbach

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Goncalo Paciencia hat Eintracht Frankfurt gegen Borussia Mönchengladbach einen Punkt gerettet.
Goncalo Paciencia hat Eintracht Frankfurt gegen Borussia Mönchengladbach einen Punkt gerettet. © IMAGO/Kessler-Sportfotografie
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Eintracht Frankfurt zeigt drei Tage nach dem Final-Einzug in der Europa League wieder sein Bundesliga-Gesicht und kommt im letztlich bedeutungslosen Heimspiel am vorletzten Spieltag nur zu einem Remis gegen Borussia Mönchengladbach. Trainer Oliver Glasner schonte allerdings einige Halbfinal-Sieger.

Im ersten Bundesliga-Spiel seit dem sensationellen Final-Einzug in der Europa League unter der Woche ist Eintracht Frankfurt nicht über ein 1:1 (0:1) im ausverkauften Deutsche Bank Park gegen Borussia Mönchengladbach hinausgekommen. Die SGE, die am Donnerstag noch West Ham United mit 1:0 besiegt hatte, bleibt damit im siebten Liga-Spiel in Folge ohne Sieg und rutscht auf Rang 13 ab. Nach dem Führungstreffer von Alassane Plea (4. Minute) sorgte Goncalo Paciencia (65.) mit seinem Weitschuss-Treffer aber für einen versöhnlichen Heim-Abschluss in dieser Saison gegen die Mannschaft von Ex-Trainer Adi Hütter. Ein Eintracht-Treffer von Daichi Kamada in der 89. Minute wurden wegen Abseits aberkannt.

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Für die Hessen sind die letzten beiden Bundesliga-Spiele gegen Gladbach und am 14. Mai bei Mainz 05 nur noch Nebensache. Alles konzentriert sich auf das internationale Finale gegen die Glasgow Rangers, das am 18. Mai in Sevilla stattfindet. Als Sieger der Europa League qualifiziert sich die Eintracht für die Champions League. Über die Liga sind die Europacup-Plätze nicht mehr zu erreichen. Gleiches gilt für Gladbach, das auf Platz zehn springt und ebenso wie die SGE nichts mehr mit dem Abstieg zu tun hat.

Frankfurt-Trainer Oliver Glasner stellte seine Mannschaft drei Tage nach dem Halbfinal-Triumph in der Europa League komplett um und verzichtete gegen Gladbach auf fast alle Stammkräfte. Verteidiger Martin Hinteregger (Oberschenkel) und Mittelfeldspieler Djibril Sow (gebrochene Nase) hatten sich am Donnerstag verletzt. Auch Jens Petter Hauge, Rafael Borré, Daichi Kamada, Sebastian Rode, Filip Kostic und Ansgar Knauff standen nicht in der Startelf. Auffälligste Änderung bei der Borussia: Ersatzkeeper Tobias Sippel ersetzte Yann Sommer. Kurz vor Anpfiff hatte Frankfurt seinen ehemaligen Kapitän David Abraham feierlich verabschiedet. Sein letztes Eintracht-Profispiel bestritt Abraham schon im Januar 2021, doch der Verein wollte den großen Abschied vor Fans nachholen.

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Der Eintracht waren die Umstellungen anzumerken. Die Aufteilung in der Abwehr stimmte zu Beginn nicht ganz, was Gladbach in Form von Plea eiskalt ausnutzte. Nach feiner, fast ungestörter, Kombination im Mittelfeld sorgte der Franzose nach Vorlage von Stefan Lainer (4.) für die frühe Führung. Dass die Frankfurter rund zwei Wochen vor dem wichtigsten Spiel der Geschichte in einem letztlich bedeutungslosen Bundesligaspiel nicht alles gaben, war verständlich. Das Spiel plätscherte größtenteils vor sich hin. Mit den eingewechselten Euro-Helden Kostic, Hauge, Kamada und Sow kam in der zweiten Halbzeit wieder mehr Schwung ins Spiel. Per knallhartem Fernschuss sorgte Paciencia immerhin noch für den Ausgleich der Gastgeber (66.). Zuvor vergab Stefan Ilsanker nach Kostic-Ecke bereits den möglichen Ausgleich (51.).

Generell waren die zweiten 45 Minuten deutlich unterhaltsamer als die müde erste Hälfte. Beide Teams hatten Chancen, das Spiel noch für sich zu entscheiden. Doch gerade Frankfurt-Torwart Kevin Trapp erwies sich einmal mehr als Fels in der Brandung und parierte stark gegen Luca Netz (73.), zuvor hatte Trapp Glück, dass Routinier Makoto Hasebe einen Schuss von Breel Embolo auf der Linie klärte (71.). Die Frankfurt-Fans feierten ihre Europacup-Helden trotz des nächsten sieglosen Bundesliga-Spiels unentwegt.