05. Juni 2019 / 13:29 Uhr

Paderborn-Fans kritisieren Kooperation mit RB Leipzig scharf: "Nicht mit uns!"

Paderborn-Fans kritisieren Kooperation mit RB Leipzig scharf: "Nicht mit uns!"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Viele Fans des SC Paderborn halten nichts von einer Kooperation mit RB Leipzig.
Viele Fans des SC Paderborn halten nichts von einer Kooperation mit RB Leipzig. © dpa/Montage
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"Unsere Vereinsliebe und die jahrzehntelange Unterstützung stirbt mit dem Tag einer Kooperation mit RB Leipzig!" Diese Aussage von der Fanszene Paderborn sorgt für viel Aufregung. In einer Stellungnahme fordern die Anhänger den Klub aus Ostwestfalen dazu auf, von der Zusammenarbeit Abstand zu nehmen.

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Die Fußball-Bundesligisten RB Leipzig und SC Paderborn haben eine Zusammenarbeit vereinbart. Im Rahmen der Kooperation sei es denkbar, dass Spieler in Zukunft erst nach Paderborn ausgeliehen werden, bevor man sie nach Leipzig holt, erklärte Leipzigs Vorstandschef Oliver Mintzlaff. Die Fanszene Paderborn reagiert verärgert auf die Zusammenarbeit. Die Anhänger fordern die Verantwortlichen des Bundesliga-Aufsteigers auf, von der Kooperation mit RB Leipzig Abstand zu nehmen.

"Etwaige sportliche Vorteile werden durch den Verlust der Seele und Identität unseres bodenständigen Fußballvereins teuer erkauft", heißt es in einer Stellungnahme der "aktiven Fanszene Paderborn": "Wirtschaftliche Vorteile werden aufgrund eines deutschlandweiten Imageverlustes und einer einseitigen Abhängigkeit nicht nachhaltig zu realisieren sein."

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Eine Zusammenarbeit mit Aufsteiger Paderborn mache laut Mintzlaff deshalb Sinn, weil der neue Sportdirektor Markus Krösche den Klub gut kenne. Die Kooperation beziehe sich unter anderem auch auf einen Austausch im Scouting-Bereich. Die Fans schimpfen über das Vorhaben: "Mit einem Konstrukt, in dem diese Werte mit Füßen getreten werden, kann keine Partnerschaft eingegangen werden. Dass eine Entscheidung, die das Wesen und das Erscheinungsbild des Vereins für immer verändern wird, ohne Einbezug der Fans und Mitglieder getroffen wurde, ist für uns absolut inakzeptabel", heißt es in der Stellungnahme.

Paderborns Club-Chef Volkmann kündigte für Ende Juni ein Gespräch mit den Fans an. „Dann werden wir ihnen die Kooperationsinhalte vorstellen und somit darlegen, dass alle Befürchtungen unbegründet sind“, sagte der Präsident. Allerdings hätten sich die Fans gewünscht, vorher informiert zu werden - nicht nachher. Dass die Vereinbarung „ohne Einbezug der Fans und Mitglieder getroffen wurde, ist für uns absolut inakzeptabel“, hieß es. "Aufgrund der desaströsen Öffentlichkeitsarbeit seitens des Vereins zu diesem Thema, ist der in den letzten Jahren wieder aufgebaute Ruf bereits stark geschädigt worden." In den Medien werde man als "Leipzig-Filiale" oder "Farmteam" zu Recht verschmäht. Darüber hinaus gefährde eine umfassende Kooperation mit einem Ligakonkurrenten aus Fan-Sicht den fairen Wettbewerb erheblich. Volkmann konterte: „Demokratie im Verein heißt nicht, dass alles im Vorhinein von allen abgefragt wird. Das geht ja auch gar nicht.“

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"Wir hatten nie Stars auf dem Feld oder das große Geld. Unsere Erfolge haben wir immer gemeinsam mit Leidenschaft und ehrlichen Emotionen erarbeitet. Wir wollen kein weiterer Teil in diesem kranken Spielerkarussell der RB-Klubs, noch ein Marketinginstrument für ein Brauseprodukt sein", heißt es in der Erklärung, die von den Fangruppen Supporters Paderborn, Striving Youth Paderborn, Passione Paderborn, Ambiente Paderborn, Black Blue Fighters Paderborn und Ratio Paderborn stammt.

Die Anhänger drohen jetzt sogar dem eigenen Verein: "Sollte die Zusammenarbeit mit RB Leipzig umgesetzt werden, wird die aktive Fanszene den Spielen des SC Paderborn 07 bis auf Weiteres fernbleiben."

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