06. Juni 2019 / 07:14 Uhr

Paderborn-Präsident verteidigt Kooperation mit Leipzig: "Sind keine RB-Filiale"

Paderborn-Präsident verteidigt Kooperation mit Leipzig: "Sind keine RB-Filiale"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Elmar Volkmann, Präsident des SC Paderborn, will an der Kooperation mit RB Leipzig festhalten.
Elmar Volkmann, Präsident des SC Paderborn, will an der Kooperation mit RB Leipzig festhalten. © dpa/Montage
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Keine Tradition, nur wenig Mitglieder - RB Leipzig gilt in der Fanszene als Inbegriff der Kommerzialisierung des Profifußballs. Viele Fans lehnen den Verein daher ab. Nach der Kritik der Paderborn-Anhänger verteidigt SCP-Präsident Elmar Volkmann eine Zusammenarbeit mit dem Liga-Konkurrenten.

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Mit Wut und Spott lehnen die Fans des SC Paderborn die angestrebte Kooperation des Aufsteigers mit dem Fußball-Bundesligisten RB Leipzig strikt ab. Die Anhänger drohen sogar mit Boykott aller Paderborner Spiele. Eine so deutlich Ablehnung habe SCP-Präsident Elmar Volkmann nicht erwartet. "Die Kooperation ist nur rein sportlich zu sehen, nichts anderes. Wir sind keine RB-Filiale", sagt Volkmann gegenüber der Neuen Westfälischen.

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"Die Kritik ist mir nicht so ganz verständlich, weil sie ja ohne jegliche Kenntnis der Sache erfolgt", sagte Volkmann der Deutschen Presse-Agentur. Paderborns Klub-Chef kündigte für Ende Juni ein Gespräch mit den Fans an. "Dann werden wir ihnen die Kooperationsinhalte vorstellen und somit darlegen, dass alle Befürchtungen unbegründet sind", sagte der Präsident.

SCP-Fans schimpfen: "Absolut inakzeptabel"

Allerdings hätten sich die Fans gewünscht, vorher informiert zu werden - nicht nachher. Dass die Vereinbarung "ohne Einbezug der Fans und Mitglieder getroffen wurde, ist für uns absolut inakzeptabel", hieß es. Volkmann konterte: "Demokratie im Verein heißt nicht, dass alles im Vorhinein von allen abgefragt wird. Das geht ja auch gar nicht."

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Die beiden Bundesliga-Klubs hatten am Dienstag in Leipzig ihre künftige Zusammenarbeit im sportlichen Bereich bekanntgegeben. Demnach ist denkbar, dass künftig Spieler erst an Paderborn verliehen werden, bevor sie endgültig nach Leipzig wechseln. Die Bekanntgabe fand zeitgleich mit der Vorstellung von Paderborns bisherigem Manager Markus Krösche als neuer Sportvorstand von RB Leipzig statt.

Volkmann will auf RB zugehen

Die Idee einer engen Zusammenarbeit sei aus Paderborn gekommen. Volkmann wolle jetzt auf die Leipziger Verantwortlichen zugehen, um den Passus der Schweigepflicht im Kooperationsvertrag aufzulösen. "Das müssen wir mit den Leipzigern besprechen, um transparenter alles darstellen zu können", so der SCP-Vorsitzende im Gespräch mit der Neuen Westfälischen.

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