22. März 2020 / 23:26 Uhr

Paderborn-Profi Luca Kilian fühlt sich nach Corona-Erkrankung besser: "Hatte Angst"

Paderborn-Profi Luca Kilian fühlt sich nach Corona-Erkrankung besser: "Hatte Angst"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Paderborn-Profi Luca Kilian hat die Coronavirus-Erkrankung gut überstanden.
Paderborn-Profi Luca Kilian hat die Coronavirus-Erkrankung gut überstanden. © imago images/Nordphoto
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Er war der erste Bundesliga-Profi, der positiv auf das Coronavirus getestet wurde: Luca Kilian befindet sich gut anderthalb Wochen nach der Diagnose auf dem Weg der Besserung. Im Interview mit dem "Westfalen-Blatt" erklärt Kilian, wie ihm die Krankheit zu schaffen machte.

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Luca Kilian hat ungewollt Bundesliga-Geschichte geschrieben. Der U21-Nationalspieler war vor anderthalb Wochen positiv auf das Coronavirus SARS-CoV-2 getestet worden - als erster Profi der höchsten deutschen Spielklasse. Seitdem befindet sich die komplette Mannschaft des Aufsteigers in häuslicher Quarantäne. Im Interview mit dem Westfalen-Blatt hat sich der 20-Jährige nun erstmals seit seiner Erkrankung zu Wort gemeldet und erklärt, wie ihm die Krankheit zu schaffen machte.

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Kilian berichtet, dass sich die Krankheit mit einem "leichten Kratzen im Hals" bei ihm angedeutet hatte. Später seien Kopfschmerzen und Hitzeattacken bei ihm hinzugekommen. Nach dem positiven Corona-Test sei es dann "richtig heftig" geworden: "Ich bekam Fieber, Schüttelfrost und Zitterattacken. In dieser Phase hatte ich dann auch zum ersten Mal Angst", gab Kilian zu. "Erst weitere vier Tage später ging endlich das Fieber runter und von da an ging es mir jeden Tag besser." Der Innenverteidiger hofft nun, dass er schon an diesem Montag wieder topfit sein werde.

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Paderborn-Profi mit dringendem Appell: "Bleibt zu Hause!"

Kilian richtet einen dringenden Appell an die Bevölkerung: "Dieses Virus wünsche ich keinem. Da möchte ich auch an alle appellieren: Nehmt die Anweisungen der Politiker und Ärzte ernst. Haltet Abstand, haltet die Hygienevorschriften ein und geht nicht auf Corona-Partys, das ist völliger Schwachsinn", sagte der Bundesliga-Profi und ergänzte: "Bleibt jetzt einfach mal für ein paar Wochen mit dem Hintern zu Hause und kauft auch nur das Nötigste ein. Sonst werden wir keine Chance haben, das Virus einzudämmen." Er selbst sei zwar Sportler und fit, habe aber trotzdem mit dem Virus kämpfen müssen. "Für Menschen mit Vorerkrankungen kann das deshalb lebensbedrohlich sein."

Dass die Bundesliga schon bald wieder spielen könnte, kann sich der Paderborner angesichts der Corona-Krise nicht vorstellen. "Mit dieser Krankheit ist nicht zu spaßen und wir sollten erst wieder spielen, wenn die Gefahr gebannt ist", so Kilian deutlich. "Aber selbst dann kann ich mir nur vorstellen, dass wir ohne Zuschauer die letzten Spieltage durchführen."

Längere Bundesliga-Pause droht

Das Präsidium der DFL kommt am Dienstag zur Vorbereitung einer weiteren Mitgliederversammlung am 31. März zusammen, bei der das künftige Vorgehen beschlossen werden soll. Bislang hatten die 36 Profi-Klubs eine Zwangspause bis zum 2. April vereinbart, allerdings gleichzeitig verkündet, dass man nicht davon ausgehe, "dass der Spielbetrieb am ersten April-Wochenende wieder möglich sein wird".

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