20. Juli 2021 / 10:41 Uhr

Partie auf Augenhöhe: HFC Colditz bietet Stahl Riesa Paroli

Partie auf Augenhöhe: HFC Colditz bietet Stahl Riesa Paroli

Jens Richter
Leipziger Volkszeitung
Trotz Topform: Der HFC Colditz belohnt sich nicht mit einem Sieg.
Trotz Topform: Der HFC Colditz belohnt sich nicht mit einem Sieg. © Jens Richter
Anzeige

Der HFC Colditz hat gegen die Sachsenliga-Truppe der BSG Stahl Riesa ein 2:2 geholt. Dabei zeigte sich der Hausdorfer Landesklassist in mehr als ordentlicher Frühform. Die Gäste markierten den glücklichen Ausgleichstreffer erst zehn Minuten vor Spielende.

Hausdorf. Trotz zweimaliger Führung und zahlreicher guter Einschussmöglichkeiten, besonders im ersten Spielabschnitt, haben sich die Landesklasse-Fußballer des HFC Colditz von der höherklassigen BSG Stahl Riesa in einem Test 2:2-Unentschieden getrennt.

Anzeige

Vom Anpfiff an entwickelte sich in Colditz-Hausdorf eine Partie auf Augenhöhe. Der HFC erspielte sich zuerst klare Torchancen, die allerdings noch ungenutzt blieben. Erst nach einer guten halben Stunde war es dann soweit, als der wieder sehr agile Jonas Walther sich im Dribbling durchsetzen und den Ball vors Tor schieben konnte – wo der in die Box aufgerückte Paul Köhler zur Stelle war und zur verdienten Führung für den Gastgeber einnetzte. Postwendend wurde deutlich, woran unbedingt noch zu arbeiten sein wird. Denn nach einem Standard zauberte sich die Colditzer Abwehr den überaus vermeidbaren Ausgleichstreffer fast schon selbst in die Maschen – und schon zwei Minuten nach der Führung stand es wieder ausgeglichen 1:1. Der HFC blieb jedoch dran und schaffte es weiterhin, im letzten Drittel vor dem gegnerischen Tor für Gefahr zu sorgen und zu Abschlüssen zu kommen. So war es nur eine Frage der Zeit, bis Walther über den Flügel von Eisert in Schussposition manövriert wurde und seine Leistung der ersten Hälfte mit einem wunderschönen Heber zur 2:1-Pausenführung für den HFC krönen konnte.

Mehr zu Fußball

Durchgang zwei war wie in so vielen Tests wieder die große Zeit der Wechsel. Und diese brachten auch einen gewissen Bruch im Colditzer Spiel, sodass die Gäste mehr und mehr ins Spiel fanden, ohne große Torgefahr auszustrahlen. Allerdings wurde es nun von Minute zu Minute hektischer auf dem Platz. Die zahlreich erschienenen Zuschauer, die in der Halbzeitpause vom Arena-Sprecher zum Impfen ins Impfzentrum in der Arche (-Turnhalle) eingeladen worden waren, sahen nun ein viel unorganisierteres und zuweilen vogelwildes Spiel von beiden Teams, ohne dass es zu weiteren Treffern kam.

Erkenntnisse für Trainingseinheiten

Was nicht selten auch ein Verdienst des fantastisch mitspielenden und in größter Not klärenden Colditzer Torwart-Liberos Paul Reichelt war. Die Gäste waren wohl auf und neben dem Platz nicht wirklich zufrieden mit dem, was sie da anbieten konnten und drängten mit allem Mitteln auf den Ausgleich. Der dann tatsächlich auch noch fiel, als in der 80. Spielminute erneut nach einem Standard aus einem Gewühl vorm Colditzer Tor der späte Ausgleichstreffer markiert werden konnte.

HFC-Coach Frank Richter konnte sicher auch in diesem Test seine Erkenntnisse gewinnen und wird nun wissen, was in den kommenden Trainingseinheiten und Teamsitzungen zu tun bleibt, um zum Saisonauftakt erfolgreich sein zu können. Die nächste Test-Gelegenheit bietet sich in der Anona-Arena am 24. Juli: HFC gegen Lok Zwickau (14 Uhr).

HFC Colditz: Reichelt - Mörtlbauer, Köhler (1), Demmler, Reißig, Bunzel, Lindner, Walther (1), Hoffmann, Zerbe, Pierre Eisert/Kusior, Leonhardt, Drobniak, Neumann, Leon Eisert.