08. Januar 2021 / 11:29 Uhr

Partie der Eispiraten Crimmitschau gegen Frankfurt fällt aus

Partie der Eispiraten Crimmitschau gegen Frankfurt fällt aus

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Eispirat Mathieu Lemay (r.) feiert seinen Treffer gegen die Tölzer Löwen.
Mathieu Lemay, Torschütze der Eispiraten zum zwischenzeitlichen 1:1 in Bietigheim. © Mario Jahn
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Nach der Niederlage gegen Bietingheim hätten die Eispiraten eigentlich am Freitagabend die nächste Partie gehabt, doch ein Covid-Fall sorgte bei den Frankfurtern für eine Quarantäne-Anordnung und damit zur Spielabsage. In der Partie am Sonntag gegen die Heilbronner Falken fehlt den Crimmitschauern Mannschaftsleiter Klaus Schietzold wegen einer Schulter-OP.

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Crimmitschau. Kurze Pause für die Eispiraten: Das zweite Heimspiel des Jahres fällt der Corona-Pandemie zum Opfer. Eigentlich sollte das Team am Freitagabend gegen die Löwen Frankfurt antreten, doch für die Mainstädter wurde wegen eines Covid-Falls in der Mannschaft von den Behörden eine Quarantäne angeordnet. Deshalb werden gemäß der DEL2-Richtlinien alle Partien der Frankfurter bis zum 15. Januar abgesagt und verlegt. Ein neuer Termin steht noch aus. So geht es für die Eispiraten erst am Sonntag bei den Heilbronner Falken weiter.

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Das erste Auswärtsspiel 2021 hatte Crimmitschau mit 2:4 bei den Bietigheim Steelers verloren. Die Westsachsen hielten zwar lange gut mit, mussten sich aber nach zwei Gegentreffern im Schlussabschnitt schließlich geschlagen geben.

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Einmal mehr gerieten die Schützlinge von Trainer Mario Richer schon früh in Rückstand. Norman Hauner bezwang Michael Bitzer bereits nach 59 Sekunden. Es entwickelte sich in der Folge jedoch ein offener Schlagabtausch beider Teams. Sowohl Bitzer als auch sein 19-jähriger Gegenüber Leon Doubrawa, der sein erstes DEL2-Spiel von Anfang an bestritt, mussten immer wieder eingreifen. Mathieu Lemay nutzte nach 16 Minuten dann eine seiner Möglichkeiten. Sein Schuss prallte von der Bande zurück vor das Tor, von dort aus bugsierte er die Scheibe zum 1:1 über die Torlinie.

Auch im Mittelabschnitt begegneten sich die Mannschaften auf Augenhöhe und konnten die gegnerischen Torhüter oftmals prüfen. Die Crimmitschauer leisteten sich in eigener Überzahl jedoch einen folgenschweren Fehler im Drittel der Steelers. Alexander Preibisch, verfolgt von Kelly Summers, zog mit viel Geschwindigkeit vor das Tor der Eispiraten und schloss mit einem trockenen Schuss erfolgreich zum 2:1 ab (40.).

Bitteres Ende

Den besseren Start im letzten Durchgang erwischten die Eispiraten. Power-Forward Travis Ewanyk überwand Doubrawa mit einem Schuss in die linke Ecke – 2:2 (41.). Ein weiterer Fehler brach den Westsachsen nach 50 Minuten schließlich sprichwörtlich das Genick. Michael Bitzer eilte aus seinem Tor heraus, um einen zu langen Pass zu klären. Mit einem verunglückten und wahrscheinlich nicht ganz gewollten Spin-o-rama eröffnete der Schlussmann den Steelers die Chance zum 3:2. Und diese nutzte C.J. Stretch gnadenlos, schoss zur erneuten Führung ein.

Den Schlusspunkt setzte Brett Breitkreuz, der vor das Tor von Bitzer stürmte und sich weder vom Goalie, noch von der Hintermannschaft der Crimmitschauer aufhalten ließ – 4:2 (55.). Ein bitteres Ende, nachdem die Eispiraten lange stark aufspielten und sich berechtigte Hoffnungen auf Punkte machen durften.

Wochenlanger Ausfall

Das Lazarett wächst derweil weiter. Betroffen ist aber kein Spieler, sondern Mannschaftsleiter Klaus Schietzold. Er muss sich einer Operation an der Schulter unterziehen und wird den Eispiraten vier bis sechs Wochen nicht zur Verfügung stehen. Bereits seit 1998 bekleidet Schietzold dieses Amt. Neben der Spielvorbereitung gehören auch alltägliche Aufgaben wie die Verwaltung des Equipments, das Waschen der Trikots oder das Schleifen der Schlittschuhe dazu.

Bereits in der vergangenen Spielzeit war der Mannschaftsleiter verletzungsbedingt mehrere Wochen ausgefallen. Damals wie heute wird das Team von Marco Schwabe unterstützt, der das Betreuerteam im Sommer ergänzte. Hilfe erhält Schwabe dabei von jungen Spielern des Profikaders und vom Fanbeauftragten Norman Pilling.