29. September 2019 / 15:04 Uhr

Pascal Fischer feiert überragendes Comeback bei 78-Sieg über Germania List

Pascal Fischer feiert überragendes Comeback bei 78-Sieg über Germania List

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Nicht nur aufgrund seines Turbans fiel 78er Pascal Fischer im Spiel gegen Germania List auf: Bei seinem Comeback nach Wadenbeinbruch war er auffälligster, weil bester Spieler der Partie.
Nicht nur aufgrund seines Turbans fiel 78er Pascal Fischer im Spiel gegen Germania List auf: Bei seinem Comeback nach Wadenbeinbruch war er auffälligster, weil bester Spieler der Partie. © Florian Petrow
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Sie haben sich teuer verkauft, selbst der beste Spieler der Partie gab zu Protokoll, dass sich Germania List an diesem Tage als Sieger fühlen könne. Doch trotz tollen Kampfes setzte sich Bundesliga-Nord/Ost-Spitzenreiter Hannover 78 schließlich gegen den Lokalrivalen mit 24:17 (14:17) durch. 

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Zum Jubeln sind sie zu erschöpft gewesen, die Rugby-Spieler von Hannover 78. Und obendrein mit sich selbst unzufrieden. Beim 24:17 (14:17)-Sieg über Germania List verpassten die Gäste nur knapp eine Überraschung. "Es hat nicht viel geklappt. Wir haben Fehler über Fehler gemacht", sagte 78-Coach Benjamin Krause.

Aufseiten der Lister war Trainer Daniel Stephens absolut einverstanden mit dem Auftritt seines Teams: "Mit etwas mehr Cleverness hätten wir mehr als nur den defensiven Bonuspunkt mitnehmen können." Den Extrazähler erhielten die Germanen für eine Niederlage mit nur sieben Punkten Differenz.

Bilder vom Rugby-Bundesliga-Derby zwischen Hannover 78 und Germania List

Szene aus dem Rugby-Bundesliga-Derby zwischen Hannover 78 und Germania List. Zur Galerie
Szene aus dem Rugby-Bundesliga-Derby zwischen Hannover 78 und Germania List. ©
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"Ich bin mir sicher, das 17:7 hätten wir halten können"

Vor rund 500 Zuschauern am Schnellen Graben griff 78 mit seinen starken Stürmern immer wieder in mehreren Phasen an, stand sich dann aber selbst im Weg oder ließ Chancen aus. Moritz Clasen brachte die Lister mit einem Strafkick in Front, 78 antwortete durch einen Versuch von Jaap Breuste, den Max Kopp erhöhte. Es stand 7:3 für 78, ehe Germania mit dem Wind im Rücken zwei Unsicherheiten der Blau-Weißen bestrafte.

Jeweils war Maurice Riege erfolgreich, Clasen erhöhte beide Versuche zur 17:7-Führung. Für den Anschluss in diesem spannenden Duell sorgte der gute Guillermo Cattaneo, seinen Durchbruch erhöhte Kopp zum Halbzeitstand. "Unsere Verteidigung war gut, aber der Versuch vor der Pause musste nicht sein. Ich bin mir sicher, das 17:7 hätten wir halten können", so Stephens.

Gedränge während des Rugby-Bundesliga-Derbys zwischen Hannover 78 und Germania List

Pascal Fischer feiert überragendes Comeback

"Die kleinen Fehler haben sich gehäuft. Ich kann mir das nicht erklären", sagte 78-Auswahlspieler Pascal Fischer. Er gab nach dem Wechsel ein überragendes Comeback nach kuriertem Wadenbeinbruch. Mit ihm fand 78 zu mehr Stabilität und Durchschlagskraft. Kopp glich per Strafkick zum 17:17 aus, den entscheidenden Angriff leitete Fischer ein - der Paraguayer Cattaneo vollstreckte. Den Erhöhungskick trat Kopp zwischen die Stangen zum Endstand.

Kein Versuch von 78er Max Kopp während des Rugby-Bundesliga-Derbys zwischen Hannover 78 und Germania List

Kopfverletzung nach starkem Tackling hält Fischer nicht auf

78 drückte in der Folge auf den vierten Durchbruch, verpasste aber den dafür fälligen Bonuspunkt. Fischer vereitelte mit einem knallharten Tackling die beste Chance der Gäste zum Ausgleich, bei der Landung traf ihn der Lister mit dem Schuh unglücklich am Kopf. Drei kleine Löcher in der Stirn und ein blaues Auge zog sich Fischer zu. "Jetzt reißt euch mal zusammen und verteidigt!", schrie er seinen Mitstreitern in der Behandlungspause zu.

Fischer kam mit einem Kopfverband zurück, er war der Mann des Spiels. "Wir müssen froh sein, dass wir das Ding gewonnen haben. Germania hat super gekämpft", so Fischer. Während er das sagte, ließen sich die Lister von ihren Anhängern für einen sehenswerten Kampf feiern. Fischer nahm das zur Kenntnis und bemerkt fair: "Im Grunde können sie sich heute ja auch als Sieger fühlen."

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