17. November 2020 / 09:01 Uhr

Pascal Sohm doppelt glücklich: Liga-Debüt für Dynamo Dresden und Sieg gegen 1860

Pascal Sohm doppelt glücklich: Liga-Debüt für Dynamo Dresden und Sieg gegen 1860

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
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Pascal Sohm (r) kam gegen 1860 München zu seinem ersten Drittliga-Einsatz für Dynamo Dresden. © Dennis Hetzschold
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Der Stürmer von Dynamo Dresden kann gegen 1860 München sein Punktspiel-Debüt für die Schwarz-Gelben und auch noch drei Punkte feiern. Nun möchte Pascal Sohm mit der Mannschaft gegen Hansa Rostock nachlegen.

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Dresden. Als am Sonntagnachmittag der 2:1-Sieg gegen die Sechz’ger feststand, tanzten die Dynamo-Profis mit ihren Betreuern bestens gelaunt im Kreis. So ausgelassen war die Stimmung seit dem 3:0 gegen Meppen nicht mehr gewesen. Einer im Team der schwarz-gelben Gewinner war gleich doppelt glücklich über diesen gelungenen Tag: Pascal Sohm.

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Nur im Pokal gegen HSV bisher im Einsatz

Der 29 Jahre alte Neuzugang vom Halleschen FC hatte nämlich nicht nur den wichtigen Dreier gegen die „Löwen“ zu feiern, sondern endlich auch seinen ersten Punktspiel-Einsatz für die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski. Nach Spielende fühlte sich der gebürtige Franke „extrem gut“. Endlich wieder mal auf dem Platz gestanden zu haben, das veschaffte ihm eine Riesenerleichterung. Mit dem Sieg obendrauf sei alles noch viel besser, strahlte der Stürmer. „Sonst wäre es auch schön gewesen, aber so ist es das i-Tüpfelchen“, beschrieb er seine Gefühlslage nach der Partie.

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Die SG Dynamo Dresden gewinnt gegen 1860 München mit 2:1. Zur Galerie
Die SG Dynamo Dresden gewinnt gegen 1860 München mit 2:1. ©

Bis zu seiner ersehnten Einwechslung in der 78. Minute, als er für seinen Sturmkollegen Philipp Hosiner in die Partie kam, hatte er wegen einer hartnäckigen Sprunggelenksverletzung pausieren und sich in endlosen Reha-Prozeduren und damit in reichlich Geduld üben müssen. Erst ganze 17 Spielminuten hatte er bis zum Sonntag in einem Pflichtspiel für seinen neuen Arbeitgeber absolvieren können. Das war bereits Mitte September gewesen. Nach seinem Kurzeinsatz beim 4:1-Coup im DFB-Pokal gegen den Hamburger SV fiel er aber bald aus, weil er im Training einen Schlag auf den Knöchel abbekommen hatte und danach immer wieder Schmerzen verspürte.

Gegen 1860 aber durfte Sohm nun endlich sein Punktspiel-Debüt für die Schwarz-Gelben genießen. Und beinahe hätte der Künzelsauer, der vergangene Saison an der Saale für den HFC stolze 36 Spiele gemacht, dabei zwölf Tore und sieben Vorlagen verzeichnet hatte, auch gleich seinen ersten Treffer für Dynamo erzielt. In der 83. Minute war er nach einer Eingabe von Jonathan Meier zum Schuss gekommen, aber an Marco Hiller im Münchner Tor gescheitert.

Sohm will sich mit Dynamo oben festsetzen

Hätte er den Keeper der Sechziger bezwungen, hätte der Treffer aber nicht gezählt, weil Sohm im Abseits stand. „Ich habe den Ball eigentlich gut genommen. Ich weiß gar nicht, wie der Torwart ihn rausgeholt hat. Ich glaube, mit seiner Tatze. Eigentlich habe ich ihn gut erwischt, aber manchmal gehen sie rein, manchmal nicht“, sagte Sohm rückblickend. Dass er so und wegen der Abseitsstellung das 3:1 verpasste, konnte seine Freude über sein Comeback und den Sieg aber nicht trüben: „Heute kann ich damit leben.“

Nun hofft Sohm, dass seine Mannschaft am Sonnabend bei Hansa Rostock erneut punkten kann, um sich oben in der Tabelle festzusetzen und einen Konkurrenten um den Aufstieg nicht enteilen zu lassen. Eine schwere Aufgabe in einer Liga, die er insgesamt wieder als eng einschätzt, den überraschenden Höhenflug des Tabellenführers aus Saarbrücken einmal ausgenommen. „Die 3. Liga ist genau so, wie sie immer war: wirklich schwer, wirklich zäh. Es gibt schwierig zu bespielende Gegner. Ich glaube, mit uns haben es die Gegner auch nicht einfach, trotzdem ist jedes Spiel aufs Neue wieder eine kleine Herausforderung“, glaubt Sohm.

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Mit dem Dreier aus dem Spiel gegen die zuvor auswärts ungeschlagenen Sechz’ger könne man die nächste aber leichter angehen: „Mit dem Sieg im Rücken tut es gut, nach Rostock zu fahren.“ Vielleicht bekommt Sohm an der Waterkant auch wieder seine Chance und kann sie im Idealfall auch nutzen. Mit ihm hat Trainer Kauczinski auf jeden Fall wieder eine Option im Angriff mehr – und gerade dort muss die SGD für die gegnerischen Teams noch gefährlicher werden. Ein Sohm in der Form des Vorjahres könnte das sehr hilfreich sein.