16. April 2021 / 18:16 Uhr

Patrick Raczkowski legt Amt in Groß Pankow nieder

Patrick Raczkowski legt Amt in Groß Pankow nieder

Dirk Becker
Märkische Allgemeine Zeitung
Patrick Raczkowski (l.) ist nicht mehr Trainer vom Kreisoberligist Pankower SV Rot-Weiß.
Patrick Raczkowski (l.) ist nicht mehr Trainer vom Kreisoberligist Pankower SV Rot-Weiß. © Dirk Becker
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Alle wollen, keiner darf: Kreisoberliga-Trainer aus der Prignitz berichten  von sinkender Stimmung in den Mannschaften.

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Fußball-Kreisoberligist SV Garz-Hoppenrade beendete die zweite Abbruch-Saison nach 2020 auf dem dritten Platz, fünf Punkte hinter Tabellenführer Stahl und einem Punkt hinter dem Zweiten TSV Wustrau. Trainer Jan Schülke kann nicht sagen, dass er die Situation toll findet und gibt seinem Trainerkollegen Dietmar Andree in vielen Punkten recht (siehe Interview oben). „Ich schätze ihn als Trainer wirklich sehr“, so Schülke, „aber Dietmar sieht vieles auch ein wenig zu negativ. Ich bin Optimist.“ Dabei fehlt ihm, und einfach allen Fußballfans, auch das Treffen am Rand der Plätze, mal nur über Fußball diskutieren. „Gerade in der jetzigen Zeit merkt man, wie wichtig das ist“, sagt der Hoppenrader Trainer. Im Moment werden auf dem Hoppenrader Platz Am Zoll die Kabinen auf Vordermann gebracht und „so alles erledigt, was liegen geblieben ist.“

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Und wenn es soweit ist, dass wieder trainiert und gespielt werden kann, „werden wir wieder voll angreifen“, sagt der Optimist Schülke. Und zwar wird die Mannschaft des Tabellendritten der Kreisoberliga Prignitz/Ruppin in nahezu unveränderter Formation in die wann immer kommende Saison gehen. „Eigentlich haben wir keine Abgänge, nur Marcel Kiekbach wird sich in die zweite Mannschaft verabschieden. Das ist ein wertvoller Spieler für uns gewesen“, so Jan Schülke, „der Thomas Müller von Garz. Er wird die zweite Mannschaft sicher nach vorn bringen, aber uns eben fehlen.“ Zugänge gibt es auch keine. „Das ist immer schwierig, wir haben nicht so den besten Standort und Geld gibt’s auch nicht.“ Spieler zu gewinnen sei eine Katastrophe, „in der Prignitz wird das immer schlimmer. Der Fußball wird auch immer mehr ausgedünnt.“ Die Spieler sind jetzt durch die Pandemie alle sonst wo, Kontakt wird nur gehalten durch die sozialen Medien. Die Sorgenfalten eines Trainers werden da nicht kleiner.

Beim Meyenburger SV Wacker kippt die Stimmung

Auch nicht bei Michael Kenzler vom Meyenburger SV Wacker, der einschätzt, dass die Stimmung langsam aber sicher kippt. „Die Folgen sind noch nicht abzusehen. Ich schätze aber, dass sich die Mannschaft verändern wird.“ Besonders befürchtet der Trainer, dass die älteren Spieler es sich überlegen, sich noch mal in Form zu bringen. „Einige trainieren individuell, das wird aber immer weniger.“ Zwei Leistungsträger haben ihren Abschied schon verkündet. Marcus Krüger und Oliver Machner verlassen das Team aus persönlichen Gründen. Als Zugang sei Max Berger vom PankowerSV zu vermelden – und junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs.

Neues Trainergespann beim Pankower SV Rot Weiß

Beim PankowerSV hat jetzt Trainer Patrick Raczkowski überraschend aus persönlichen Gründen sein Amt niedergelegt. Seine Nachfolge übernimmt das Trainergespann Marco Hammermeister und Hannes Krüger als Spielertrainer. „Wir planen jetzt die Vorbereitung, müssen uns aber erst einmal finden“, sagt Hannes Krüger. Die Stimmung in der Mannschaft ist wegen der Corona-Beschränkungen eher mäßig. „Irgendwie nervt das alles“, so Krüger, „alle haben Bock, wollen, aber dürfen nicht.“ Verstärken werden das Team Jan Eßmann vom Pritzwalker FHV und Sebastian Preuß von Rot-Weiß Gerdshagen sowie die zwei Eigengewächse Noah Hahlweg und Adrian Moderecker. Beide werden in diesem Jahr volljährig. „Ein Spieler steht noch aus, da sind die Gespräche noch nicht abgeschlossen“, sagt Krüger.