02. April 2022 / 12:12 Uhr

Statistik-Check zur Rückkehr von Patrik Schick: Das macht den Torjäger für Bayer Leverkusen so wichtig

Statistik-Check zur Rückkehr von Patrik Schick: Das macht den Torjäger für Bayer Leverkusen so wichtig

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Patrik Schick ist der erfolgreichste Torschütze von Bayer Leverkusen in der laufenden Saison.
Patrik Schick ist der erfolgreichste Torschütze von Bayer Leverkusen in der laufenden Saison. © Getty (Montage)
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Patrik Schick ist zurück. Der Torjäger von Bayer Leverkusen wird beim Bundesliga-Spiel gegen Hertha BSC nach überwundenem Muskelfaserriss erstmals seit Februar wieder zum Kader von Trainer Gerardo Seoane gehören. Der SPORTBUZZER zeigt, wie gut diese Nachricht für die "Werkself" ist.

Der Ausfall von Patrik Schick bei Bayer Leverkusen wog in den vergangenen Wochen schwer. Seit über einem Monat laborierte der Angreifer mit eingebauter Torgarantie an einem Muskelfaserriss in der Wade und stand seiner Mannschaft in einer nicht unerheblichen Phase der Saison nicht zur Verfügung. Für den aktuellen Bundesliga-Dritten, der angesichts von nur noch drei Punkten Vorsprung auf gleich zwei Verfolger sein Saisonziel Champions-League-Qualifikation in akuter Gefahr wähnt, ist die Rückkehr des tschechischen Torjägers am Samstag gegen Hertha BSC (15.30 Uhr, Sky) daher umso wichtiger.

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Doch was macht Schick in der Leverkusener Offensive so unersetzlich? Die Antwort liefert bereits ein Blick auf die blanken Zahlen. 20 Bundesliga-Partien absolvierte der 26-Jährige in der laufenden Spielzeit für die Elf von Cheftrainer Gerardo Seoane. Seine Ausbeute: 20 Tore und Platz zwei in der Torjägerliste der deutschen Eliteklasse – noch vor BVB-Weltklassestürmer Erling Haaland (16 Tore). Durchschnittlich trifft Schick also in jedem Liga-Spiel. Die Statistik der Leverkusener ohne ihren Angreifer unterstreicht seinen Wert: Seit der Blessur des Tschechen Ende Februar holten die Seoane-Schützlinge nur zwei Siege aus sechs Pflichtspielen. Demgegenüber stehen drei Pleiten und ein Remis.

Höchste Zeit für eine Rückkehr also, zumal vor allem die Kaltschnäuzigkeit des Tschechen erheblich vermisst wurde. Beim Aus in der Europa-League gegen Atalanta Bergamo (2:3, 0:1 – Schick fehlte bei beiden Spielen) blieb Bayer trotz bester Möglichkeiten im Rückspiel torlos – wie zuvor schon beim 0:1 gegen den 1. FC Köln in der Bundesliga. "Bei Torchancen braucht es Ruhe und Entschlossenheit", befand Seoane im Anschluss und lieferte eine Andeutung auf Schicks Qualitäten: "Positiv ist, dass wir Chancen kreieren, an der Effektivität müssen wir arbeiten." Übrigens: Auch beim peinlichen Pokal-Aus gegen Zweitligist Karlsruher SC (1:2) im Oktober musste Schick verletzungsbedingt passen.

Leverkusen-Verteidiger Tah über Langzeitpatienten: "Wir fühlen mit ihnen"

Klar ist zudem: Gerade in der Offensive gehen Seoane langsam aber sicher die Alternativen aus. Neben Defensivspieler Jeremie Frimpong (Syndesmoseriss) fallen in Florian Wirtz (Kreuzbandriss) und Amine Adli (Sehnenriss im Oberschenkel) zwei absolute Leistungsträger in der vorderen Reihe für den Rest der Saison aus. Dieser Umstand und das sehnsüchtige Warten auf Schicks Rückkehr belastete auch mental. "Als Mannschaft denken wir an sie und fühlen mit ihnen", sagte Verteidiger Jonathan Tah zuletzt.

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Und: Schicks Standing im Verein ist groß. Wie wichtig der Angreifer für die "Werkself" ist, belegen die jüngsten Aussagen von Geschäftsführer Fernando Carro. Einem möglichen Sommer-Wechsel schob der 57-Jährige demonstrativ einen Riegel vor. "Nein, wir werden Patrik Schick nicht abgeben, von daher gibt es überhaupt keinen Redebedarf", sagte der Klub-Boss bei Sky. "Wir sind sehr froh, dass er bei uns ist und wir rechnen mit ihm fest in der Planung für die nächsten Jahre."

Auch in dieser Saison kann Seoane nun wieder auf seinen Torjäger zählen. Gegen Hertha wird Schick wieder dabei sein. "Er ist gut durch die Woche gekommen. Die Verletzung hat keine Probleme bereitet. Darum steht er zur Verfügung", bestätigte Seoane. Ein Einsatz von Beginn an wäre wohl verfrüht, aber in den Kader wird er zur Zufriedenheit seines Trainers rücken. "Patrik kann ein Unterschiedsspieler sein, der nicht nur auf Flanken angewiesen ist, sondern mit seiner Technik und Geschwindigkeit auch Situationen kreieren kann", schwärmte der Leverkusen-Coach von den Qualitäten seines Hoffnungsträgers.

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