19. November 2021 / 12:19 Uhr

Paukenschlag in der Bezirksliga: Melaouah nicht mehr Trainer in Hillerse

Paukenschlag in der Bezirksliga: Melaouah nicht mehr Trainer in Hillerse

Julian Voges
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Nicht mehr Trainer beim TSV Hillerse: Mohamed Melaouah.
Nicht mehr Trainer beim TSV Hillerse: Mohamed Melaouah. © Britta Schulze
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Paukenschlag bei Bezirksligist TSV Hillerse: Mohamed Melaouah ist ab sofort nicht mehr Trainer, er hat seinen Posten zur Verfügung gestellt. Außerdem tritt Co-Trainer Jan Schulze mit sofortiger Wirkung zurück.

Trainerbeben bei Fußball-Bezirksligist TSV Hillerse: Chefcoach Mohamed Melaouah tritt mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurück, Co-Trainer Jan Schulze kehrt dem Verein ebenfalls den Rücken.

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Am Donnerstag informierte Melaouah, der die Mannschaft im Sommer 2019 von Willi Feer übernommen hatte, im Beisein des TSV-Vorstandes das Team. „Die Gründe kann ich so nicht mitteilen, das sind einfach persönliche Gründe. Jan und ich haben letztlich entschieden, aufzuhören. Es war jetzt sehr kurzfristig“, sagt der Ex-Coach. „Wir machen den Weg frei für einen Neuanfang in Hillerse.“

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Neben Melaouah verlässt auch Co-Trainer Schulze den Verein – dessen Überlegungen sind hingegen über einen längeren Zeitraum gereift: „Ich bin schon vor etwa vier Wochen kürzergetreten, aus privaten Gründen.“ Nach gemeinsamen Gesprächen mit Melaouah stand sein Entschluss letzten Endes fest: „Wir hatten viel Gesprächsbedarf. Ich bin dann zu dem Entschluss gekommen, aufzuhören."

Für TSV-Spartenleiter Heinz Gerono kam die Trennung nicht ganz überraschend: "Mohamed ist beruflich stark eingespannt und konnte häufiger das Training nicht leiten. Ich hätte gern mit ihm weitergearbeitet, aber ich kann das auch verstehen. Ich muss es zur Kenntnis nehmen." Eines möchte Gerono betonen: "Wir sind hier nicht in Bösem auseinandergegangen."

Übergangsweise wird Kapitän Fabian Busse das Training leiten, am Wochenende hat der TSV spielfrei - die Begegnung beim SV Reislingen/Neuhaus wurde auf den 27. Februar 2022 verlegt. "Wir hoffen, dass wir eventuell in der Woche danach schon eine Lösung haben", sagt Gerono. Da geht es für den TSV gegen den VfR Wilsche/Neubokel (28. November, 14 Uhr).

Vor Saisonbeginn hatten viele Trainer und Experten den TSV als einen der Aufstiegsfavoriten in der Bezirksliga ausgemacht. Die hohen Erwartungen konnte das Team allerdings nicht erfüllen, wurde mit zwölf Zählern aus zehn Partien Vorletzter der A-Staffel und musste in die Abstiegsrunde. Dort liefen die ersten Spiele hingegen vielversprechend: Dem Auftaktmatch gegen den WSV Wendschott (0:0), folgte am zweiten Spieltag ein 3:2-Erfolg beim TSV Vordorf.