20. März 2020 / 17:27 Uhr

Ex-Nationalspieler Paul Breitner attackiert IOC wegen Olympia: "Wer braucht diese Spiele?"

Ex-Nationalspieler Paul Breitner attackiert IOC wegen Olympia: "Wer braucht diese Spiele?"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ex-Nationalspieler Paul Breitner hat das IOC scharf attackiert.
Ex-Nationalspieler Paul Breitner hat das IOC scharf attackiert. © imago images / Manfred Segerer
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Die meisten Sportveranstaltungen wie die Fußball-Europameisterschaft sind abgesagt, die Olympischen Spiele in Tokio im Sommer sollen aber noch stattfinden. Ex-Nationalspieler Paul Breitner hat das IOC dafür nun scharf kritisiert und vor Doping bei dem Event gewarnt.

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Deutliche Kritik von Ex-Nationalspieler Paul Breitner: Der 68-Jährige sieht das Internationale Olympische Komitee als Negativ-Beispiel im Umgang mit der Coronavirus-Pandemie. Das IOC hat die vom 24. Juli bis 9. August geplanten Sommerspiele in Tokio bislang noch nicht verschoben. "Wenn ich diese unverantwortlichen Profilneurotiker des IOC sehe, kommt mir das Kotzen! Die wollen allen Ernstes ein Hochamt des Dopings in Tokio im Sommer. Sind die blind? Wissen die nicht, was jetzt abgeht?", sagte Breitner im Interview mit dem Münchner Merkur und tz.

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"In Zeiten, in denen die gesamte medizinische Konzentration auf Covid-19 gerichtet ist. Was glauben die, was jetzt passieren wird, was wir dann in Tokio haben? Nochmal: Ein Hochamt des Dopings", meinte Breitner: "Wie kann ich an einer solchen Veranstaltung festhalten, nur weil die Japaner keine Zahlen rausgeben oder sie mit ihren Zahlen alles tun, um die Weltöffentlichkeit zu blenden? Um einen Grund zu haben, um an diesen Olympischen Spielen festzuhalten. Ja, verdammt nochmal, wer braucht in diesen Zeiten diese Spiele? Niemand!"

Der Weltmeister von 1974 begrüßt dagegen die Entscheidung der UEFA, die Europameisterschaft um ein Jahr auf 2021 zu verschieben. "Das war die einzig logische Konsequenz. Und es ist auch richtig, das in einem Zeitrahmen zu machen, der ansatzweise greifbar ist. Wir wissen doch gar nicht, wie lange alles dauert. Das stört mich auch: Viel zu viele Leute wollen jetzt kurzfristig denken und basteln sich den bestmöglichen Fall zusammen." Sein Appel an die Funktionäre und Entscheider im Sport lautet: "Seid realistisch! Nehmt für eure Entscheidungen einen Zeitrahmen, der möglich sein kann."