12. September 2019 / 08:18 Uhr

Paul Schinke und der 1. FC Lok Leipzig bleiben vor Hit gegen den Berliner AK am Boden

Paul Schinke und der 1. FC Lok Leipzig bleiben vor Hit gegen den Berliner AK am Boden

Christian Dittmar
Leipziger Volkszeitung
Paul Schinke und Björn Joppe nehmen den Gegner aus Berlin nicht auf die leichte Schulter.
Paul Schinke und Björn Joppe nehmen den Gegner aus Berlin nicht auf die leichte Schulter. © Dirk Knofe
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Mit einem Sieg gegen den Berliner AK am Freitagabend könnte der 1. FC Lok Leipzig die Regionalliga-Tabellenführung erobern. Teamchef Björn Joppe und Paul Schinke warnen jedoch vor dem Kontrahenten.

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Leipzig.„Es war ein schöner Abend“, sagt Paul Schinke über das Abschiedsspiel des langjährigen Lok-Kapitäns Markus Krug am vorigen Freitag, „ging aber nicht so lange für mich, weil ich meine Prioritäten mittlerweile anders setze.“ Schinke spielt inzwischen im vierten Jahr beim 1. FC Lok und ist mit seinen 28 Jahren auf und neben dem Platz gereift. In den ersten sieben Saisonspielen stand der Mittelfeldrenner sechs Mal über 90 Minuten auf dem Feld, gab dabei zwei Torvorlagen und ist mit ein Grund für den derzeitigen Höhenflug der Leipziger. Die rangieren in der Regionalliga-Tabelle mit einem Spiel weniger nur einen Punkt hinter Spitzenreiter Hertha BSC II und Wacker Nordhausen auf Rang drei.

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Mit vielen Fans und alten Weggefährten verabschiedete sich Markus Krug von seinem 1. FC Lok Leipzig. Zur Galerie
Mit vielen Fans und alten Weggefährten verabschiedete sich Markus Krug von seinem 1. FC Lok Leipzig. ©
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Bereits im Mai hatte Schinke, der als Ex-RBler zu Beginn seiner Lok-Zeit noch einen schwierigen Stand gehabt hatte, seinen Vertrag bis 2021 verlängert – obwohl ihn sein früherer Coach Heiko Scholz mit einem höheren Gehalt nach Nordhausen locken wollte. „Es war eine Herzensentscheidung“, bekannte der gebürtige Delitzscher. Denn auch privat läuft es. Erst wurde in diesem Jahr Sohn Fiete geboren, dann folgte die Hochzeit mit seiner Anne. Daher haben sich auch die Prioritäten verschoben.

"Werden keine Schlösser malen"

Im besten Fußballeralter soll nun endlich auch der Aufstieg in die 3. Liga glücken. Dafür müssen Schinke und Co. aber erstmal am Freitag, 19.30 Uhr, im „Bruno“ gegen den Berliner AK bestehen. Der selbsternannte Aufstiegsfavorit war mit drei Siegen erwartungsgemäß in die Saison gestartet, danach aber mit drei Pleiten in Folge abgeschmiert. Schnell senkte der allmächtige Präsident Mehmet Ali Han den Daumen über Trainer Ersan Parlatan und so gab es schon nach sechs Spieltagen die erste Trainerentlassung der Saison. Nun schwingt mit Dirk Kunert ein langjähriger Hertha-Nachwuchstrainer das Zepter in Berlin-Moabit. Seine erste Partie im Landespokal gegen den Oberligisten Blau-Weiß Berlin geriet mit 1:0 auch nur mäßig überzeugend.

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Für Schinke natürlich trotzdem kein Grund, den Athletik-Klub auf die leichte Schulter zu nehmen: „Die haben seit Jahren eine starke Truppe, hatten jetzt mal einen Hänger. Aber ich denke nicht, dass die noch weitere fünf Spiele verlieren werden.“

So betonen Schinke und sein Coach Björn Joppe gebetsmühlenartig, dass der aktuelle Tabellenstand eine schöne Momentaufnahme sei, aber auch erst sieben Spiele gespielt sind. Darum wäre auch ein Sieg gegen Aufstiegs-Mitkonkurrent BAK noch kein Fingerzeig für den Rest der Saison. „Dann werden wir keine Schlösser malen“, meint Schinke.

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