23. April 2022 / 09:40 Uhr

Paul Will sorgt für den „Ruck“ bei Dynamo Dresden

Paul Will sorgt für den „Ruck“ bei Dynamo Dresden

Caroline Grossmann und Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
Dynamos Torschütze Paul Will und Christoph Daferner (r.) rennen nach dem 1:2-Anschlusstreffer gegen Düsseldorf jubelnd in die eigene Hälfte zurück.
Dynamos Torschütze Paul Will und Christoph Daferner (r.) rennen nach dem 1:2-Anschlusstreffer gegen Düsseldorf jubelnd in die eigene Hälfte zurück. © Imago/Revierfoto
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Kurz nach seiner Einwechslung erzielt der 23-Jährige das Anschlusstor gegen Düsseldorf und lässt bei den Schwarz-Gelben neue Hoffnung aufkeimen. Dabei war er gar nicht als Schütze eingeplant.

Dresden. Es war sicher kein blutleerer Auftritt, den Dynamo Dresden am Freitagabend bei Fortuna Düsseldorf hinlegte. Dennoch hatten viele Zuschauer etwa eine Stunde Spielzeit lang den Eindruck, dass die Schwarz-Gelben am Rhein kein Tor schießen und mindestens mit 0:2 als Verlierer vom Platz gehen würden. Bis zu zwei Doppelwechseln in der Mitte der zweiten Halbzeit, als auch Paul Will den Rasen betrat. Er kam, sah und traf.

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Nur vier Minuten nach seiner Einwechslung stieg er bei einem Eckball des ebenfalls frisch ins Spiel gebrachten Oliver Batista-Meier hoch und köpfte in der 71. Minute zum unerwarteten 1:2-Anschlusstor ein. Dabei war als Torschütze gar nicht er vorgesehen, sondern Tim Knipping. „Ich bin eigentlich zum Blocken eingeteilt. Wenn ich den ,Knipser‘ freiblocke, dann stehen immer alle bei ihm und ich bin ziemlich frei, weil sich keiner um mich kümmert. Da habe ich ihn dann aus kurzer Distanz reingenickt“, freut sich Paul Will über seine gelungene Aktion.

DURCHSCROLLEN: Die Bilder zum 2:2-Unentschieden.

Die SG Dynamo Dresden kommt nach einem 0:2-Rückstand zurück und holt bei Fortuna Düsseldorf einen Punkt. Zur Galerie
Die SG Dynamo Dresden kommt nach einem 0:2-Rückstand zurück und holt bei Fortuna Düsseldorf einen Punkt. ©

Zumal das nicht einfach nur ein Tor war, sondern der Moment, der das Spiel in eine andere Richtung kippen ließ. „Wir haben generell in der Mitte der zweiten Halbzeit ein bisschen mehr Mut gefasst und haben auch Fußball gespielt. Dann ist so ein Tor natürlich noch mal beflügelnd, dann schöpft man neue Hoffnung. Dann ist es auch wieder knapp, nur noch ein Tor bis zum Ausgleich.

Dementsprechend ging der Ruck durch die Mannschaft“, berichtet der 23-Jährige. Wenige Minuten später sorgte Ransford Königsdörffer dann tatsächlich für den 2:2-Endstand.Der Ruck war auch dringend notwendig, denn besonders vor dem Seitenwechsel brachte die Sportgemeinschaft kaum mal eine gelungene Aktion zu Stande. „Wir hatten uns viel vorgenommen und konnten wenig davon auf den Platz bringen. Das gibt es immer mal wieder, dass taktische Sachen vielleicht nicht aufgehen oder man nicht so richtig in die Zweikämpfe kommt“, fasst der 23-Jährige die schwache erste Halbzeit zusammen, die er von der Bank aus bzw. beim Warmmachen beobachtete.

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„Ein absoluter Punktgewinn“, bilanziert der Ex-Spieler des FC Bayern München, der seit 2020 für die SGD am Ball ist. „Mit Blick auf die Tabelle bedeutet der Punkt nicht ganz so viel. Aber für den Kopf ist er extrem wichtig, gerade nach dem Spielverlauf. Auswärts in Düsseldorf ist das schon okay. Deswegen gehen wir jetzt wieder mit einem Tick mehr Selbstvertrauen in die Trainingswoche.“ Wenn Dynamo am kommenden Sonnabend im Rudolf-Harbig-Stadion Jahn Regensburg empfängt, soll sich das dann auszahlen.

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