08. März 2020 / 09:53 Uhr

Paulinho mit Doppelpack bei Startelf-Debüt gegen Eintracht Frankfurt: Das ist der Leverkusen-Youngster

Paulinho mit Doppelpack bei Startelf-Debüt gegen Eintracht Frankfurt: Das ist der Leverkusen-Youngster

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Leverkusen-Youngster Paulinho hat bei seinem Startelf-Debüt doppelt getroffen.
Leverkusen-Youngster Paulinho hat bei seinem Startelf-Debüt doppelt getroffen. © 2020 Getty Images
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Als große Hoffnung war Paulinho im Sommer 2018 an seinem 18. Geburtstag nach Leverkusen gekommen. Nach anderthalb schwierigen Jahren hat der junge Brasilianer beim 4:0 gegen Eintracht Frankfurt sein Startelf-Debüt gegeben - und direkt einen Doppelpack erzielt. 

Vor den Journalisten wirkte Paulinho noch ein bisschen nervöser als vor seinem Startelf-Debüt auf dem Platz. "Não", nein, auf Deutsch wolle er nicht reden, sagte der 19 Jahre alte Brasilianer von Bayer Leverkusen. Und auch in seiner Heimatsprache Portugiesisch wirkte er bei den Antworten angespannt, zog sich mit den Händen ständig seine Sporthose hoch bis unter die Hüften.

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"Ich bin sehr erleichtert", sagte Paulo Henrique Sampaio Filho, wie er mit bürgerlichem Namen heißt. Im April 2018 hatte Bayer ihn für 18,5 Millionen Euro verpflichtet. der Transfer wurde zu seinem 18. Geburtstag Mitte Juli dann wirksam. Fast anderthalb Jahre musste er auf seine erste Startelf-Nominierung in der Bundesliga warten - und setzte nun beim 4:0 (2:0) gegen Eintracht Frankfurt mit zwei Toren (49./55.) und einer Vorlage für Karim Bellarabi (15.) gleich ein Ausrufezeichen. "Ich musste lange warten, und das war nicht einfach", sagte Paulinho: "Aber ich habe immer gesagt: Wenn ich die Chance bekomme, muss ich sie nutzen. Und das habe ich getan."

Zuvor war dem jugen Brasilianer sowohl unter Heiko Herrlich als auch bislang unter Peter Bosz nur eine Nebenrolle zugekommen: In der aktuellen Saison kam er bis Samstag nur auf sechs Kurzeinsätze in der Liga, beim 2:0-Auswärtssieg in Wolfsburg am 11. Spieltag steuerte Paulinho immerhin seinen ersten Treffer im Leverkusen-Trikot bei. In seiner ersten Saison bei der Werkself war er bei 15 Kurzeinsätzen noch torlos geblieben.

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Paulinho führte Brasilien mit drei Toren zu Olympia

Sowohl im Sommer als auch im Winter schien deshalb eine Ausleihe möglich. Ende des vergangenen Jahres wirkte der Brasilianer frustriert und in sich gekehrt. Die Wende kam mit der südamerikanischen Olympia-Qualifikation Ende Januar. Paulinho führte Brasiliens U23 mit drei Toren und vier Vorlagen nach Tokio und kam mit breiter Brust zurück. "Diese Erfahrung war sehr gut für mich", sagte er am Samstag: "Olympia ist für Brasilien eine große Sache. Und ich habe dort über mehrere Spiele Rhythmus bekommen."

Bosz sieht Paulinho im offensiven Mittelfeld

Und inzwischen offenbar auch eine Position. "Pauli ist als linker Außenstürmer hierherkommen. Aber ich habe damals schon gesagt, dass ich ihn eher im offensiven Mittelfeld sehe", sagte Trainer Peter Bosz. Auf der Zehn spielte Paulinho auch gegen Frankfurt. Was aber nur deshalb möglich war, weil Lucas Alario, der nach der Verletzung von Kevin Volland zum Alleskönner wurde, am Samstag eine Pause bekam und Nationalspieler Kai Havertz in die Spitze vorrückte - was nicht nur wegen eines Tores (4.) und einer Vorlage ebenfalls herausragend funktionierte. "Kai ist für mich Offensivspieler, deshalb war das keine große Änderung", sagte Bosz. Und so konnte Paulinho hinter dem deutschen Nationalspieler hervorragend glänzen.