06. Juni 2021 / 10:56 Uhr

"Pause brauche ich nicht": Zukunft von Co-Trainer Zan beim TSV Havelse ungeklärt

"Pause brauche ich nicht": Zukunft von Co-Trainer Zan beim TSV Havelse ungeklärt

Jens Niggemeyer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die Zukunft von Havelses Co-Trainer Semir Zan (unten, links) ist noch offen und soll erst nach den Relegationsspielen entschieden werden.
Die Zukunft von Havelses Co-Trainer Semir Zan (unten, links) ist noch offen und soll erst nach den Relegationsspielen entschieden werden. © Debbie Jayne Kinsey
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Dass Jan Zimmermann und sein Co-Trainer Jens Jansen den TSV Havelse in Richtung Hannover 96 verlassen, das ist sicher. Ungeklärt ist dagegen die Zukunft von Semir Zan, dem zweiten Assistenzcoach. Sein Vertrag beim Regionalligisten läuft zum Saisonende aus.

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Trainer Jan Zimmermann bricht nach den Aufstiegsspielen gegen den 1. FC Schweinfurt 05 seine Zelte beim TSV Havelse ab und übernimmt die Zweitligaprofis von Hannover 96sein langjähriger Co-Trainer Jens Jansen folgt ihm. Doch was wird aus dem zweiten Assistenzcoach Semir Zan? „Mein Vertrag beim TSV läuft aus – und meine sportliche Zukunft ist noch nicht geklärt“, sagt Zan.

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Bisher keine Gespräche

Bislang habe es noch keine Gespräche mit den Vereinsverantwortlichen gegeben. „Die Situation für die kommende Saison ist also offen. Klar ist, dass mein erster Ansprechpartner Havelse ist, denn es gefällt mir hier super – und die Arbeit macht einen Riesenspaß.“

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Fünf erfolgreiche Jahre in Hemmingen

Der 47-Jährige legte im Dezember 2019 nach fünfeinhalb erfolgreichen Jahren sein Amt als Coach des Landesligisten SC Hemmingen-Westerfeld nieder, einen Monat später wurde er Trainer der Regionalliga-U19 des TSV Havelse, um dann im folgenden Sommer als weiterer Co-Trainer ins Trainerteam der ersten Mannschaft aufzurücken.



Trotz der Corona-Pandemie und der beiden abgebrochener Spielzeiten habe es bislang enormen Spaß gemacht. „Zimbo hat als Coach echt eine extreme Qualität. Und er ist ein Teamplayer, bindet seine Assistenztrainer voll mit ein, lässt uns Themen und Trainingsinhalte vorbereiten und ausarbeiten“, sagt Zan.

Bei der Detailarbeit sind alle gefragt

Und bei der Detailarbeit in den Kleingruppen seien alle aus dem Trainerteam gefragt. Zan kommt bei den Spielen zudem die Aufgabe der Gegnerbeobachtung zu, „damit wir schnell auf Veränderungen reagieren können“.

Zuletzt war er beim 2:0-Sieg der Schweinfurter im Play-off-Spiel bei Viktoria Aschaffenburg sogar live vor Ort. „Auf der Rückfahrt habe ich eine fünfseitige Präsentation auf dem Laptop gemacht und sie Jan umgehend gemailt. Das macht einfach richtig Bock.“

Bilder vom Testspiel zwischen dem TSV Havelse und VfV Borussia 06 Hildesheim

Havelses Niklas Teichgräber nimmt Fahrt auf. Zur Galerie
Havelses Niklas Teichgräber nimmt Fahrt auf. ©

"Habe bislang eine sehr gute Zeit in Havelse gehabt"

Logistisch und von der Infrastruktur sei das Arbeiten beim TSV Havelse eine ganz andere Ebene, als das, was er vorher erlebt habe. Dazu seien die Spieler super ausgebildet, ehrgeizig und ambitioniert, lobt der A-Lizenz-Inhaber. „Der Kader ist gespickt mit Jungs, die lernen wollen und echt fordern“, schwärmt Zan. Kurzum: „Ich habe bislang eine sehr gute Zeit in Havelse gehabt.“

DFB-Pokal, Sieg im NFV-Finale, dann zwar nur neun Punktspiele, „aber dank einer Sondergenehmigung durften wir ja trotz Corona immerhin trainieren und zuletzt auch Testspiele absolvieren – ich habe viel gelernt und eine Menge Erkenntnisse gewonnen“, sagt Zan. „Rückwirkend betrachtet hätte ich – trotz aller Erfolge – in Hemmingen einiges anders machen können, ja müssen.“

Sportliche Zukunft offen

Dass sich der Verein bislang bedeckt gehalten habe, sei wohl auch der Tatsache geschuldet, dass noch nicht klar sei, ob die Havelser künftig in der Regionalliga oder 3. Liga kicken werden. Danach werde sich schließlich auch das Trainerteam ausrichten müssen. „Bei einem Aufstieg brauchen sie ja schließlich einen Fußballlehrer“, weiß Zan.

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Top motiviert auch für die nächste Saison

Er jedenfalls sei top motiviert, in der nächsten Saison weiter seiner Leidenschaft nachzugehen – wenn‘s geht natürlich beim TSV Havelse. Und wenn nicht? „Dann gibt es hoffentlich eine andere Herausforderung. Ob als Assistenztrainer oder Coach, das wird man sehen. Eine Pause brauche ich nicht.“