08. Dezember 2018 / 17:27 Uhr

Peinliche Pleite in Freiburg: RB Leipzig büßt den dritten Tabellenplatz ein

Peinliche Pleite in Freiburg: RB Leipzig büßt den dritten Tabellenplatz ein

Anne Grimm
Leipziger Volkszeitung
08.12.2018, Baden-Württemberg, Freiburg: Fußball: Bundesliga, SC Freiburg - RB Leipzig, 14. Spieltag im Schwarzwaldstadion. Marcel Halstenberg von Leipzig ist nach dem 0:2 enttäuscht. Foto: Patrick Seeger/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk ++
Einen Tag zum Vergessen erwischte RB Leipzig beim SC Freiburg. Das Team von Ralf Rangnick unterlag mit 0:3. © dpa
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Ein frühes Gegentor, ein Elfmeter nach Videobeweis: RB Leipzig gerät beim SC Freiburg bereits zur Pause mit 0:2 ins Hintertreffen und wird in der zweiten Halbzeit von giftigen Breisgauern schnell erlegt.

Freiburg. Die beste Defensive der Bundesliga? Bei der 0:3 (0:2)-Niederlage gegen den SC Freiburg ist bei RB Leipzig davon nichts zu sehen. Das Team von Trainer Ralf Rangnick kassiert am Samstag nach einer schwachen Leistung verdient die dritte Niederlage im Fußball-Oberhaus und bleibt auswärts anfällig.

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Vor 23.800 Zuschauern bringt Nils Petersen seine Freiburger im Schwarzwaldstadion bereits in der zwölften Minute in Führung. Luca Waldschmidt legt per Foulelfmeter nach Videobeweis direkt vor der Pause mit dem 2:0 für den Gastgeber nach. SC-Kapitän Mike Frantz sorgt per Kopf für das 3:0 und die frühe Entscheidung (52.).

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SC Freiburg - RB Leipzig (3:0) Zur Galerie
SC Freiburg - RB Leipzig (3:0) ©

RB büßt seinen dritten Tabellenplatz ein und rutscht bis zur Partie der Eintracht am Sonntag zunächst auf Rang vier. Die Mannschaft von Trainer Christian Streich feiert nach vier sieglosen Spielen den ersten Erfolg, distanziert sich damit deutlich von der Abstiegszone.

Nur ein Wechsel in Leipzigs Startelf

Nach dem 2:0-Sieg vor einer Woche gegen Gladbach wechselt Rangnick auf einer Position. Matheus Cunha beginnt in der Offensive für Bruma, der wegen Oberschenkelproblemen nicht im Kader steht. Kevin Kampl hat es trotz Infekts in dieser Woche rechtzeitig in die Startelf geschafft.

Die Leipziger pressen hoch und versuchen, die Freiburger zu Ballverlusten zu zwingen. Doch der Gastgeber verteidigt geschickt und macht es RB nicht leicht. Dafür nutzen die Breisgauer ihre erste Chance zur Führung: Die beste Defensive der Liga ist bereits nach zwölf Minuten geknackt.

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(1) Peter Gulacsi: In der ersten Halbzeit mit Gymnastik beschäftigt, in der zweiten ähnliches Bild. Note 2 Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: In der ersten Halbzeit mit Gymnastik beschäftigt, in der zweiten ähnliches Bild. Note 2 ©

Freiburgs Günter marschiert bei einem Konter auf der linken Seite bis zum Strafraum und scheitert mit seinem Schuss zunächst an Gulacsi. Der Abpraller landet vor Petersen, der den Ball mit einem Lupfer im Leipziger Netz unterbringt.


Freiburg legt vor der Pause per Elfmeter nach

RB muss nun das Spiel machen, hat viel Ballbesitz, bei dem es bisher nicht erfolgreich war. Erste Chance in der 19. Minute durch WernerFreiburgs Torhüter Schwolow ist zur Stelle. Keeper Gulacsi wird nach einer halben Stunde per Distanzschuss von Waldschmidt geprüft. Dem Tabellendritten fehlen gegen dicht gestaffelte Breisgauer die zündenden Ideen.

Aufregung kurz vor der Pause: Der Videoschiedsrichter greift ein, weil Upamecano Freiburgs Kapitän Frantz im Strafraum von hinten in die Hacken läuft. Referee Welz schaut sich die Szene auf dem Bildschirm an, entscheidet auf Strafstoß. Waldschmidt tritt an – versenkt eiskalt halbhoch rechts zum 2:0.

SC sorgt schnell für die Entscheidung

Die Mannschaften kommen ohne Wechsel aus der Kabine. Einen 0:2-Rückstand zur Pause hat RB in der Bundesliga noch nie aufgeholt. Es deutet wenig darauf hin, dass es diesmal anders wird. In der 52. Minute sorgt der Gastgeber schon für die Vorentscheidung: Freiburgs Frantz köpft eine Flanke gegen die Laufrichtung von Gulacsi unbedrängt zum 3:0 ein.

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Christian Streich (Trainer SC Freiburg): „Ich freue mich extrem, dass wir ein so umkämpftes Spiel für uns entscheiden konnten. Die Mannschaft war sehr präsent. Wir haben extrem gut verteidigt. Es war eine Top-Leistung von uns.“ Zur Galerie
Christian Streich (Trainer SC Freiburg): „Ich freue mich extrem, dass wir ein so umkämpftes Spiel für uns entscheiden konnten. Die Mannschaft war sehr präsent. Wir haben extrem gut verteidigt. Es war eine Top-Leistung von uns.“ ©

Die Fans im Breisgau singen belustigt: „Einer geht noch, einer geht noch rein.“ Rangnick wechselt, bringt Laimer für Kampl (64.) und zehn Minuten später Augustin für Cunha. Die Leipziger sind maximal nach Ecken oder Standards gefährlich. Der RB-Coach schüttelt auf der Bank entnervt den Kopf. Abpfiff.

Statistik

RBL: Gulacsi - Klostermann, Konate, Upamecano, Halstenberg - Demme, Kampl (64. Laimer) – Sabitzer (84. Saracchi), Cunha (73. Augustin) - Poulsen, Werner

SCF: Schwolow - Gulde, Koch, Heintz - Kübler, Haberer, Gondorf (90. Ravet), Günter - Waldschmidt (89. Höler), Frantz (73. Terrazzino) – Petersen

Tore: 1:0 Petersen (12.), 2:0 Waldschmidt (45.+1), 3:0 Frantz (52.)

Zuschauer: 23.800