21. Februar 2020 / 13:07 Uhr

Premier League Inside zum UEFA-Bann gegen ManCity: Für Pep Guardiola geht es um seine Glaubwürdigkeit

Premier League Inside zum UEFA-Bann gegen ManCity: Für Pep Guardiola geht es um seine Glaubwürdigkeit

Hendrik Buchheister
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Pep Guardiola kam 2016 vom FC Bayern München zu Manchester City. Die aktuelle Saison ist wohl seine schwerste in England.
Pep Guardiola kam 2016 vom FC Bayern München zu Manchester City. Die aktuelle Saison ist wohl seine schwerste in England. © imago images/Insidefoto
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Pep Guardiola will trotz der Champions-League-Sperre bei Manchester City bleiben. Was dieses Bekenntnis wert ist, wird sich erst zeigen, wenn die endgültige Strafe feststeht. Der Trainer hat seine Meinung in der Vergangenheit schon oft geändert, schreibt SPORTBUZZER-Kolumnist Hendrik Buchheister.

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Es gibt dieses Sprichwort, wonach das Wichtigste im Fußball sei, was auf dem Platz passiere. Aber das stimmt nicht, zumindest nicht immer. Das lässt sich in diesen Tagen bei Manchester City beobachten.

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Schwerwiegender als die Ergebnisse auf dem Rasen ist die von der UEFA verhängte Sperre für die Champions League für zwei Jahre, und bedeutsamer als der 2:0-Pflichtsieg im Nachholspiel in der Liga gegen den Drittletzten West Ham United am Mittwochabend war das Bekenntnis, das Pep Guardiola im Umfeld der Partie tätigte. Trotz der Verbannung vom internationalen Wettbewerb werde er seinen Vertrag bei Manchester City bis 2021 erfüllen, sagte der Trainer. Zu 100 Prozent!

Was der Treueschwur von Guardiola wert ist, wird sich noch zeigen

Das wird die Fans des amtierenden englischen Meisters freuen, die angesichts der UEFA-Strafe um den Verbleib ihres berühmtesten Angestellten fürchten. Doch was Guardiolas Treueschwur wirklich wert ist, wird sich erst noch zeigen – und zwar dann, wenn das endgültige Urteil gegen Manchester City feststeht.

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Der Verein will die Strafe vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS abwenden und gibt sich zuversichtlich. Man habe nichts falsch gemacht, am Ende werde die eigene Unschuld bewiesen. Das ist die Auffassung des Klubs. Guardiolas Bekenntnis zu Manchester City passt in diese Verteidigungs-Strategie. Im Streit mit der UEFA verbarrikadiert sich der Verein hinter einer Wagenburg-Mentalität, hinter eine Wir-gegen-Die-Haltung. Selbstverständlich zeigt sich deshalb auch der Trainer standfest.

Wenn der Klub nach außen hin die Meinung vertritt, dass die Strafe der UEFA keinen Bestand haben werde, kann das leitende Personal nicht öffentlich die eigene Zukunft in Frage stellen. Das wäre strategisch ungeschickt. Möglich, dass es Guardiola ernst ist mit seiner Treue. Doch Gewissheit darüber gibt es erst, wenn klar ist, ob Manchester City tatsächlich aus der Champions League verbannt wird. Aus dem Wettbewerb also, den die Klubbesitzer aus Abu Dhabi herbei sehnen, und von dem der Trainer besessen ist.

Guardiola hat schon öfter sprunghaft seine Meinung geändert

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Guardiola hat schließlich schon öfter sprunghaft seine Meinung geändert. Man muss nur bei Dante nachfragen. In seiner Zeit beim FC Bayern erklärte Guardiola, er hätte den brasilianischen Verteidiger am liebsten in tausendfacher Ausführung. Kurz danach fühlte sich Dante zu einem Wechsel zum VfL Wolfsburg genötigt. Bei den aktuellen Geschehnissen neben dem Platz bei Manchester City geht es nach seinem Treueschwur auch um Guardiolas Glaubwürdigkeit.