19. Februar 2022 / 16:01 Uhr

Per Doppelschlag zum Heimsieg: Chemie Leipzig gewinnt 2:1 gegen Hertha-Bubis

Per Doppelschlag zum Heimsieg: Chemie Leipzig gewinnt 2:1 gegen Hertha-Bubis

Jens Fuge
Leipziger Volkszeitung
Die BSG Chemie Leipzig gewinnt gegen die Hertha-Bubis mit 2:1.
Die BSG Chemie Leipzig gewinnt gegen die Hertha-Bubis mit 2:1. © Dirk Knofe
Anzeige

Lange rennt die BSG Chemie einem Rückstand hinterher, am Ende stehen doch die drei Punkte: Dank zweier Treffer in der 78. und 81. Minute gewinnen die Leutzscher gegen Hertha II mit 2:1.

Leipzig. Nach der unglücklichen Niederlage in Lichtenberg und der nicht kürzer gewordenen Ausfallliste war man versucht, Chemie nicht viele Chancen gegen die spielstarken Gäste einzuräumen. Dies schien sich auch zu bewahrheiten, denn in Hälfte eins gelang den Leutzschern rein gar nichts. Nicht ein einziger Torschuss war zu verzeichnen, keine Ecke, kaum gewonnene Zweikämpfe.

Anzeige

"Zwischen Liebe und Zorn"

"Wir kamen immer ein, zwei Schritte zu spät. Unerklärlich", resümierte Alexander Bury. Schon in der vierten Minute fiel das 0:1, als Abu-Alfa Benny Boltze überlief und Scherhant bediente, der mit feinem Kopfball ins lange Eck traf. Konsterniert holte Benny Bellot, erstmals nach Corona-Pause wieder im Tor, den Ball aus dem Netz. Hertha kombinierte sich durchs Mittelfeld, als ob es keinen Gegner gebe, und war dem zweiten Treffer nahe. Doch Bellot hielt seine Mannen im Spiel und parierte mit einer Monsterparade Albrechts Geschoss aus 20 Metern, den er gegen den Pfosten lenkte (39.).

DURCHSCROLLEN: Die Bilder zum Spiel gegen die Hertha-Bubis

Die BSG Chemie Leipzig dreht die Partie gegen die zweite Garde der Hertha mit 2:1. Zur Galerie
Die BSG Chemie Leipzig dreht die Partie gegen die zweite Garde der Hertha mit 2:1. ©

Der Verantwortliche für die Halbzeitunterhaltung bewies ein sehr feines Gespür. Zu Gehör gebracht wurde Renfts Klassiker "Zwischen Liebe und Zorn" - das traf den Gemütszustand der 2694 Zuschauer auf perfekte Art und Weise.

"Ich muss das erst mal verarbeiten"

Chemie-Trainer Miro Jagatic bewies ebenso Gespür für die Situation und brachte gleich drei Neue zur zweiten Halbzeit. Ben Keßler, Timo Mauer und Tarik Reinhardt kamen für Anes Osmaoski, Benny Boltze und Denis Jäpel. Sofort war eine ganz andere Körpersprache zu spüren, es ging nun ganz anders zur Sache. Den ersten Torschuss (!) für Chemie gab Reinhardt ab (55.). Nun war Feuer drin, Hertha beging Fehler, ließ sich den Schneid abkaufen. Noch konnten die Hausherren das nicht nutzen, aber es war zu spüren: Chemie wollte den Ausgleich. Doch zunächst musste Bellot nochmals gegen Abu-Alfa klären, und lenkte dessen Schuss zur Ecke.

Anzeige

Dann aber schlug die Stunde der Routiniers. Zunächst traf Benny Schmidt nach einer Kopfball-Stafette (Vorarbeit Stefan Karau, 78.), dann spritzte Alex Bury in eine Freistoßflanke von Dennis Mast (Foul an Mauer) und vollendete zur 2:1-Führung (81.). Der Rest ging im wilden Jubel unter, Trainer Jagatic lief an der Seitenlinie jeden Angriff mit und war am Ende völlig fertig: "Ich muss das erst mal verarbeiten. Es ist mir schleierhaft, wieso wir in der ersten Halbzeit kaum Bälle gewonnen haben, aber Hertha hat auch ein geiles Spiel gemacht. Aber Wille schlägt Talent, das war schon immer so. Mit unserem immensen Willen und den Fans im Rücken haben wir das noch gedreht."

[Anzeige] Alle Spiele der Fußball WM live und exklusiv bei MagentaTV. Mit dem Tarif MagentaTV Flex für nur 10€ pro Monat, monatlich kündbar.