28. Oktober 2019 / 14:23 Uhr

Per Freistoß-Hammer: Neuruppins Maurice Malak lässt den Knoten platzen

Per Freistoß-Hammer: Neuruppins Maurice Malak lässt den Knoten platzen

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
Traf zum 1:0: MSV Neuruppin-Akteur Maurice
 Malak. 
Traf zum 1:0: MSV Neuruppin-Akteur Maurice Malak.  © Marius Böttcher
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Brandenburgliga: Die Kicker des MSV Neuruppin besiegen Eisenhüttenstadt mit 2:0.

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Tore: 1:0 Maurice Malak (35.), 2:0 Tobias Völkel (80.). Glanz versprühten die MSV-Kicker beim 2:0-Heimerfolg gegen den FC Eisenhüttenstadt zwar nicht, dennoch wirkten die drei Punkte nach zuletzt zwei sieglosen Spielen wie Balsam für die Seele. Auch Trainer Henry Bloch verbuchte den hochverdienten Erfolg in die Kategorie „Arbeitssieg“, nahm das Resultat aber wohlwollend zur Kenntnis.

Gegen enorm tief stehende Gäste taten sich die Hausherren vom Anpfiff weg schwer, hochkarätige Chancen zu kreieren. Wirklich zwingend wurde es nur einmal, als Kapitän Marcus Lemke FCE-Keeper Matthias Kreutzer umkurven wollte, der Schlussmann aber beherzt zupacken konnte. Den Knoten ließ in Minute 35 schließlich Maurice Malak platzen. Der Sommerneuzugang (kam von Grün-Weiss Brieselang) nahm bei einem Freistoß aus knapp 25 Metern Maß und beförderte das Spielgerät mithilfe des Querbalkens in die Maschen.

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„Den hab ich ganz gut getroffen, unhaltbar war er aber nicht“, gab der 20-jährige Linksfuß zu. Seiner Meinung nach war es fast logisch, dass die Führung nach einem ruhenden Ball zu Stande kam: „Es war nicht einfach, gegen die vielbeinige Abwehr durchzukommen. ,Hütte’ hat das mit ihren Mitteln ganz ordentlich gemacht, das 1:0 war aber der Dosenöffner und hat unserem Spiel die nötige Sicherheit gegeben.“

Auch nach der Pause blieben die Fontanestädter vor lediglich 74 Zuschauern im Volksparkstadion am Drücker – ohne sich jedoch zu verausgaben. „Was fehlte, war die letzte Konsequenz. In einigen Situationen war mehr drin, wir haben das aber nicht ideal ausgespielt“, bemängelte der Edeltechniker. Während der Tabellenvorletzte meist nur mit langen Bällen auf Angreifer Georges Florent Mooh Djike, welcher gegen die MSV-Defensive einen schweren Stand hatte, agierte, gelang dem Gastgeber zehn Minuten vor Ultimo die endgültige Entscheidung.

Nachdem der eingewechselte Tobias Völkel nur wenige Momente zuvor einen Konter verstolperte, machte er es im zweiten Versuch besser. Nach Zuspiel von Lemke durch die Schnittstelle war Völkel auf und davon, tunnelte Kreutzer und ließ Hausherren, Mitspieler und vor allem Maurice Malak aufatmen. „Damit war der Deckel drauf, der Sieg ging auch absolut in Ordnung“, fand Malak, der in Neuruppin eine Ausbildung zum Sozialassistenten macht, aber noch in Brieselang lebt: „Vielleicht suche ich mir irgendwann hier eine Wohnung, das Pendeln nimmt schon viel Zeit in Anspruch.“

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Mit diesen Worten bestätigte der Mittelfeldmann, dass er seine sportliche Zukunft beim MSV sieht: „Ich habe großen Spaß, in der jungen Truppe steckt viel Potenzial. Wir können in die Top Drei kommen.“

MSV: Angelo Kempf – Jann Priesemuth, Jacob Krüger, Kevin Blumenthal, Yulian Vladimirov – Alexander Kratz, Marlon Kyek, Marcus Lemke, Maurice Malak (82. Dimitar Milushev) – Oleksandr Stepanyshyn (67. Luca Wegner), Marcel Weckwerth (67. Tobias Völkel)

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