28. Juli 2019 / 14:34 Uhr

Ehepaar van Vlerken triumphiert beim 36. Leipziger Triathlon

Ehepaar van Vlerken triumphiert beim 36. Leipziger Triathlon

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Per van Vlerken gewinnt erneut den Leipziger Triathlon. In der 36. Auflage setzte er eine Zeit von 1:56:31 Stunden.
Per van Vlerken gewinnt erneut den Leipziger Triathlon. In der 36. Auflage setzte er eine Zeit von 1:56:31 Stunden. © Christian Modla
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Lokalamatador Per van Vlerken setzt seine Siegesserie fort und gewinnt zum fünften Mal in Folge den Leipziger Triathlon. Seine Frau Yvonne komplettiert den familiären Erfolg.

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Leipzig. Der 36. Leipziger Triathlon war noch keine Stunde vorbei, da setzte es die erste lockere Kampfansage in Richtung Seriensieger Per van Vlerken. „Wir müssen den Per endlich mal besiegen“, sagte Vizemeister Christian Altstadt (LTV Erfurt) mit einem Grinsen. Und fügte sogleich hinzu. „Dafür muss er aber schon einen schlechten Tag haben.“

Am Kulkwitzer See hatte der Lokalmatador zuvor wieder zugeschlagen: Zum fünften Mal in Folge gewann Per van Vlerken den Leipziger Triathlon. Mit einer Zeit von 1:56:31 Stunden brauchte der Langstreckenprofi rund zweieinhalb Minuten länger als im vergangenen Jahr. Als Dritter kam Marcus Wöllner (LC Dübener Heide) nach Christian Altstadt (LTV Erfurt) ins Ziel.Als schnellste Frau dominierte Yvonne van Vlerken – die Ehefrau des Gesamtsiegers – wie im Vorjahr die Frauen-Wertung.

Yvonne van Vlerken feierte über die Olympische Distanz einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. 
Yvonne van Vlerken feierte über die Olympische Distanz einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg.  © Christian Modla
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Freunde, Eltern, Großeltern, Kinder – alle zog es am Sonntag zum Kulkwitzer See, um ihre Liebsten anzufeuern. Bei Temperaturen von 26 Grad war bereits eine halbe Stunde vor dem Start jede Unterstützung willkommen. „Nicht überpacen, viele Wasserbecher übern Kopf schütten“, so die Hitze-Tipps von Per van Vlerken. Moderator Andreas Clauß munterte die Teilnehmer auf seine Art auf. „Ihr Triathleten seid die härtesten Tiere der Welt!“ rief er ins Mikrofon, als die Sportler um 11 Uhr ins Wasser wateten.

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Auf der rund 1,5 km langen Schwimmstrecke setzten sich van Vlerken und der Vorjahreszweite Marcus Wöllner zügig ab und kamen nach 20 Minuten als Erste aus dem Wasser. Fünf Minuten später stieg Yvonne van Vlerken aus den Niederlanden als erste Frau mit der Top-20-Traube aus dem „Kulki“.

Auf dem Rad musste Wöllner früh abreißen lassen – der Sieger fuhr gut vier Minuten Vorsprung heraus. Sein härtester Gegner war der Gegenwind. „Wenn’s für mich wehtut, tut’s für die anderen noch mehr weh“, sagte er im Anschluss über den Widerstand von vorn.

Das Podium über die Olympische Distanz: Marcus Wöllner, Per van Vlerken und Christian Altstadt.
Das Podium über die Olympische Distanz: Marcus Wöllner, Per van Vlerken und Christian Altstadt. © Christian Modla

Der 34-Jährige hatte die Laufschuhe längst an und war auf und davon, als Wöllner zusammen mit dem Dritten Christian Altstadt fast zeitgleich in den Wechselgarten rasten. Auf den vier Laufrunden am Ufer des „Kulki“ setzte sich Altstadt früh von Wöllner ab, der im Vorjahr den Vize-Titel errungen hatte. Der Triumph von Per van Vlerken geriet zu keiner Zeit in Gefahr. Zwar verpasste er sein anvisiertes Ziel, unter 1:50 Stunden zu bleiben. Bei seinem Heimrennen ist der Sachse jedoch der einzige, der die Zwei-Stunden-Marke unterbietet.

Während Marcus Wöllner mit seiner Tagesform haderte (2:02:52), freute sich der gebürtige Frankfurter Altstadt über den Vizetitel (02:00:36) – bei seiner Leipzig-Premiere im vergangenen Jahr war noch der dritte Platz herausgesprungen. „Als ich gesehen habe, dass Marcus sein Rad nur kurz vor mir reingeschoben hat, habe ich meine Chance gewittert. Ich wusste, dass er sich manchmal beim Laufen schwer tut“, sagte er.

Zugute kam dem 32-Jährigen, dass bei einer Wassertemperatur von 23,7 Grad Neoprenanzüge erlaubt wurden – die Grenze für die 1550 m Schwimmen liegt bei 24,0 Grad. „Ich hatte damit gerechnet, dass ohne Neo geschwommen wird und wollte erst gar keinen mitnehmen. Aber die Entscheidung kann man schon so treffen.“ Nun visiert Altstadt, der wie van Vlerken auf der Langdistanz Ironman zu Hause ist, die Titelverteidigung beim Ostseeman auf Rügen an. Für 2020 kann sich der Hesse eine erneute Teilnahme am „Kulki“ vorstellen. „Leipzig ist schon ein cooles Rennen.“ Dann kam das Grinsen: „Und wir müssen den Per endlich mal besiegen.“

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