07. Februar 2021 / 21:17 Uhr

Perfekte Woche macht Wolfsburg-Trainer Glasner froh: "Jetzt ernten wir die Lorbeeren"

Perfekte Woche macht Wolfsburg-Trainer Glasner froh: "Jetzt ernten wir die Lorbeeren"

Engelbert Hensel, Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
06.02.2021, Bayern, Augsburg: Fußball: Bundesliga, FC Augsburg - VfL Wolfsburg, 20. Spieltag in der WWK-Arena. Torwart Rafal Gikiewicz vom FC Augsburg sitzt nach dem 2:0 auf dem Boden während im Hintergrund Wout Weghorst (l-r), Torschütze Ridle Baku und Maximilian Arnold vom VfL Wolfsburg jubeln. Foto: Peter Kneffel/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++
So sehen Sieger aus: Die VfL-Profis (v. l. Wout Weghorst, Ridle Baku, Maximilian Arnold) feierten mit dem 2:0 in Augsburg den fünften Sieg in Folge. Wolfsburgs Trainer Oliver Glasner (r.) ist happy. © dpa
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Fünf Siege in Folge zu null, eine perfekte englische Woche und Tabellenplatz drei gefestigt: Beim VfL Wolfsburg läuft's richtig gut, das schmeckt auch Trainer Oliver Glasner. Der Coach nennt Gründe, warum es gerade so gut läuft.

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Vierter Sieg in Folge in der Fußball-Bundesliga ohne Gegentor, damit einen Vereinsrekord aufgestellt und die englische Woche perfekt abgeschlossen: Der VfL Wolfsburg festigte durch die Tore von Wout Weghorst und Ridle Baku mit dem 2:0 beim FC Augsburg den dritten Tabellenplatz, hat jetzt drei Zähler Vorsprung auf Rang vier und zählt immer mehr zu den Champions-League-Anwärtern in dieser Saison. Für den souveränen Auftritt gab Coach Oliver Glasner seiner Mannschaft aber „nur“ eine 1-.

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Dabei ließ der VfL keine Zweifel daran aufkommen, wohin der Weg in dieser Saison führen soll - nämlich nach Europa. Die Wolfsburger feierten den zehnten Liga-Sieg. Auf Platz sechs haben sie als Tabellendritter nun sechs Punkte Vorsprung. Beeindruckend: Die Wolfsburger bestimmten das Geschehen nach Belieben, vor allem nach der Pause. Da hätte der nie gefährdete Sieg deutlich höher ausfallen können, wenn nicht müssen. „Wir Trainer finden immer irgendwas, wo es Verbesserungspotenzial gibt“, sagte der Österreicher bestens gelaunt. Das konnte Maximilian Arnold nur so bestätigen. „Er ist nie ganz zufrieden“, so der VfL-Mittelfeldspieler im Sky-Interview schmunzelnd. „Wir wissen auch, dass wir noch einen weiten Weg vor uns haben. Wenn ihm etwas auffällt, spricht er es an.“ Nach außen wirkt Glasner oft ruhig und besonnen, aber „er kann auch anders“, wie Arnold weiß, aber er lobt: „Momentan findet er das richtige Maß.“

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Der VfL auf der Erfolgswelle – jeder im Team genießt diesen Moment. Muss sich der Trainer manchmal kneifen, wie gut es nach den Schwierigkeiten in den ersten Wochen der Saison jetzt läuft? „Nein“, sagt der 46-Jährige, der mehrere Gründe nennt, warum Weghorst und Co. zurzeit nicht zu schlagen sind. „Wir hatten zuletzt gute Trainingseinheiten. Die Spieler sind immer sehr konzentriert bei der Sache, jetzt bekommen wir die Lorbeeren dafür, indem wir die Spiele gewinnen“, so Glasner. „Die Basis ist: Die Jungs sind bereit, sehr viel zu investieren.“ Das gelte sowohl für die Defensive als auch für die Offensive. „In der Defensive ist immer einer da, um immer wieder die Räume eng zu halten. Das gilt aber auch für die Offensive. Wenn ich mir das Tor ansehe, da verteidigen wir zuerst die Ecke und ein paar Sekunden später sind wir mit fünf Spielern im gegnerischen Strafraum.“



2:0 in Mainz, 1:0 in Leverkusen, 3:0 gegen Freiburg und jetzt das 2:0 in Augsburg - die VfL-Abwehr ist momentan nicht zu überwinden, die Wolfsburger (19 Gegentore) stellen nach RB Leipzig (17) die zweitbeste Defensive der Liga. Viermal in Folge im Oberhaus ohne Gegentreffer zu bleiben, war dem VfL bisher noch nie gelungen. Hinzu kam das 1:0 im DFB-Achtelfinale unter der Woche gegen den FC Schalke 04. Und: Mit dem Sieg in Augsburg hat der VfL erstmals seit einem Jahr eine englische Woche mit drei Siegen abgeliefert. Wie schmeckt die? „Natürlich sehr gut“, so der Coach grinsend. „Das war eine perfekte Woche. Drei Siege, dreimal zu null – natürlich schmeckt das süß, aber ich möchte nicht, dass wir uns jetzt die ganze Zeit Honig um den Mund schmieren.“

Für einen kurzen Moment genossen aber auch Weghorst und Co. in Augsburg den Sieg. Auf mehreren Videos bei Instagram aus der VfL-Kabine war zu sehen, wie ausgiebig getanzt wurde - aber auch, dass Weghorst nicht nur Tore schießen, sondern auch ziemlich gut singen kann. Der Sturm-Riese gab die Ballade „So Sick“ von US-Superstar Ne-Yo zum Besten, während zwei seiner Mitspieler ihn dafür abfeierten.

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