08. Mai 2022 / 17:45 Uhr

Perfektes Trainer-Debüt: Rugby Club Leipzig gewinnt gegen List

Perfektes Trainer-Debüt: Rugby Club Leipzig gewinnt gegen List

Matthias Müller
Leipziger Volkszeitung
In seinem ersten Heimspiel am 7. Mai 2022 stand der RC Leipzig dem Team von Germania List auf dem Rasen gegenüber.
In seinem ersten Heimspiel am 7. Mai 2022 stand der RC Leipzig dem Team von Germania List auf dem Rasen gegenüber. © Dirk Knofe
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Acht Jahre lang coachte Andreas Kuntze den Rugby-Bundesligisten RC Leipzig – sein Nachfolger Goefrey Lwiwa startet daheim mit einem 41:15-Sieg gegen List.

Leipzig. Endlich startete am Samstag die Bundesliga-Rückrunde für den Rugby Club Leipzig. Und 321 Zuschauer erfreuten sich an der familiären Atmosphäre in Stahmeln, am selbst gebackenen Kuchen, am herrlichen Wetter, am drangvollen Angriffsspiel der Sachsen und am souveränen 41:15-Erfolg der Gastgeber gegen Germania List. Dies bedeutete zugleich Revanche für die Hinspielpleite in Hannover.

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Neuer Trainer mit Traumeinstand

Dass die Gäste noch Ambitionen auf den 2. Platz hegen, war nicht zu spüren. Vor dem zufriedenen Heim-Publikum dominierten die Leipziger„Ruggers“ die erste Hälfte, mit dem 15:8 zur Pause war Germania noch gut bedient.

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Der RC Leipzig gewinnt das erste Rückrundenspiel gegen List mit 41:15. Zur Galerie
Der RC Leipzig gewinnt das erste Rückrundenspiel gegen List mit 41:15. ©

Das Match verlief sehr zur Freude des neuen Cheftrainers Goefrey Lwiwa, der bei seinem Debüt auf Positionstreue und Zusammenspiel Wert legte. „Seit Februar trainieren wir zusammen, allerdings fehlte dem Team die Spielpraxis. Da es schwer ist, in kürzester Zeit die Fitness weiter aufzubauen, war mir vor allem wichtig, dass jeder seine Aufgabe und Position versteht und weiß, wo er wann hin muss“, so der neue Cheftrainer.

Nach acht Jahren ging eine Ära zu Ende. Vereinslegende Andreas „Schlumpf“ Kuntze legte aus beruflichen Gründen sein Amt nieder und gab die Verantwortung mit gutem Gewissen an seinen ehemaligen Spieler Lwiwa weiter. Und dessen Forderung nach Positionstreue und der Konzentration auf die eigenen Stärken setzten die Leipziger gerade in Hälfte zwei um.

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Mehr Zuschauer im nächsten Spiel?

Insbesondere der Südafrikaner Pule Sibiya war nicht zu stoppen. Nach seinen zwei erfolgreichen Versuchen in der Offensive, die die Führung nochmals ausbauten, setzte er mit einem perfekt getimeten Tackle gegen Germanias Konterangriff endgültig die Signale auf Heimsieg.

„American Football ist aus dem Rugby entstanden, aber wenn man die Spiele genau verfolgt, dann sehe ich viel mehr Parallelen zwischen uns und dem Fußball. Das Spielgerät ist ständig in Bewegung und der Spielfluss wird nicht so oft unterbrochen wie im Football. Außerdem denke ich nicht, dass uns Anhänger abwandern, weil jeder Rugby-Fan in seinem Leben einfach mal einen emotionalen Berührungspunkt mit dem Sport hatte und viele unserer Spieler einfach in ihrer Heimat damit aufgewachsen sind“, so ein zufriedener Heine, der am 28. Mai gegen Hamburg noch mehr Zuschauer begrüßen möchte.

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Der Endstand von 41:15 war auch ganz zur Freude der treuen Fangemeinde, die während der schwierigen beiden Pandemiejahre ihren „Ruggers“ die Treue hielten. Auch den aktuellen American-Football-Boom in der Messestadt in den Sommermonaten sieht Clubpräsident Karsten Heine keinesfalls als „Bedrohung“ oder unliebsame Konkurrenz für den Rugby-Club.

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