10. April 2019 / 17:39 Uhr

Pernilla Kramer: Der VfL-Top-Sprinterin wird so leicht nichts zu schwer

Pernilla Kramer: Der VfL-Top-Sprinterin wird so leicht nichts zu schwer

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Foto; Boris Baschin, Wolfsburg,Pernilla Kramer, Leichtathletik, VfL Wolfsburg, Kraftraum, 18.12.2018,
So leicht wird ihr nichts zu schwer: Leichtathletin Pernillla Kramer betreibt Leistungssport, arbeitet Vollzeit und absolviert ein Studium. © Boris Baschin
Anzeige

Der Frühling ist da, die Freiluft-Saison der Leichtathletik auch. Der VfL Wolfsburg hat unter anderem mit Deniz Almas, Johannes Breitenstein und Phil Grolla einige Aktive mit Ambitionen für die deutsche Meisterschaft. Eine brennt ganz besonders auf die ersten Wettkämpfe: Sprinterin Pernilla Kramer.

Anzeige
Anzeige

Dreifach-Belastung - kein Problem für Kramer

Denn Kramer musste die Hallensaison verletzt sausen lassen. Den Kopf in den Sand zu stecken, ist aber nicht Kramers Ding. Sie erweckt eher den Eindruck: mehr geht immer. Inzwischen studiert sie auch noch. So leicht wird ihr nichts zu schwer.„Sie ist eine Kämpferin“, lobt Trainer Werner Morawietz. Und das gilt bei Kramer nicht nur auf der Bahn. Spitzensport macht die 22-Jährige mit oft fünf Trainingseinheiten in der Woche, bei VW Immobilien arbeitet sie als Immobilien-Kauffrau im Projekt-Management und nun hat sie sich auch noch ein Fernstudium für Immobilien-Management draufgepackt. „Ich bin froh über jede Minute Freizeit, die mir bleibt“, sagt sie. Und müsste dabei eigentlich selbst ein wenig lächeln. Sie will es ja gar nicht anders. Im Moment allerdings bleibt wirklich wenig Freizeit, nicht einmal zum Lesen (Krimis, Thriller Schnulzen) – ihre liebste Freizeitbeschäftigung. Sie ist im dritten Semester, „da stehen die meisten Klausuren an“. Die will sie bestehen, ihr Studium in der Regelzeit von sechs Semestern beenden. Leistungssportler ziehen ihr Studium eher in die Länge. Nicht ihr Ding, obwohl sie nebenbei noch in Vollzeit arbeitet.

Mehr zur Wolfsburger Leichtathletik

Spannende Frage: Ist die DM-Vierte noch schneller geworden?

Wenn Kramer etwas macht, dann richtig. Als sie die Hallen-Landesmeisterschaft wegen eines Muskelfaserrisses verpasst hatte – und die Hallen-DM kein Thema mehr werden konnte –, musste sie im Training eine Weile kürzertreten. Da war sie unglücklich. Da fehlte ihr etwas. Und: Zu gern hätte sie, zu gern hätte aber auch ihr erfahrener Coach gewusst: Wie schnell ist sie geworden? Im vergangenen Sommer war sie auf Platz vier über 200 Meter bei der DM gestürmt. Ihre 200-Meter-Bestzeit hatte sie binnen eines Jahres um rund eine Sekunde verbessert. Gelingt ihr das annähernd noch einmal, ist sie eine absolute Medaillenkandidatin über diese Distanz. Auf Leistungsniveau trainiert sie noch nicht lange. Der Coach sieht bei ihr noch reichlich Potenzial. Ende Mai wird es die ersten Wettkämpfe geben.

Pernilla Kramer, DM-Vierte 2018 über 200 Meter, in der Trainingshalle. Zur Galerie
Pernilla Kramer, DM-Vierte 2018 über 200 Meter, in der Trainingshalle. ©
Anzeige

Start bei Hochschul-DM ein Thema

Das Studium hat für Kramer zudem noch einen erfreulichen Nebeneffekt: Sie könnte bei den deutschen Hochschulmeisterschaften starten. Freizeit bleibt Nebensache. Aber das mit dem Wunsch nach mehr Freizeit meint bei ihr eher: Hätte sie gerne, aber die die anderen Dinge gehen vor. Ihr Job, das Studium, das Training, zu dem auch Kniebeugen mit 70 Kilogramm auf den Schultern zählen. So leicht wird Kramer nichts zu schwer.

ANZEIGE: Dein Trainingsset für die Saisonvorbereitung! Der Deal of the week im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Wolfsburg/Gifhorn
Sport aus aller Welt