24. Februar 2021 / 19:58 Uhr

"Große Nummern im kleinen Fußball": Das ist die Top-Elf von Onur Köse

"Große Nummern im kleinen Fußball": Das ist die Top-Elf von Onur Köse

David Lidón
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Onur Köse traut seiner persönlichen Top-Elf sogar zu, die dritte Liga zu rocken.
Onur Köse traut seiner persönlichen Top-Elf sogar zu, "die dritte Liga zu rocken". © CHRISTIAN HANKE
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Welcher Torwart war der beste, welcher Stürmer hatte einen genialen Torriecher? Dieses Mal stellt Onur Köse seine persönliche Top-Elf im SPORTBUZZER vor. Der 39-Jährige ist aktueller Trainer des Landesligisten 1. FC Wunstorf und kickte auch für Damla Genc, den OSV und Iraklis Hellas.

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Fußballer kommen und gehen – in dieser Hinsicht sind Profi- und Amateurklubs auf Augenhöhe. Doch einige Akteure hinterlassen Eindruck – sei es durch Qualität auf dem Platz oder ihre Charaktereigenschaften. In der Serie "Große Nummern im kleinen Fußball“" erzählen bekannte Trainer und Spieler von diesen Kickern und nominieren beim SPORTBUZZER ihre Top-Elf.

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Dieses Mal ist Onur Köse an der Reihe, der auf seine Auswahl große Stücke hält. „Mit dieser Elf könnte man locker die 3. Liga rocken“, sagt der Trainer des Landesligisten 1. FC Wunstorf, bei dem er auch als Spieler aktiv war. Zudem kickte der 39-Jährige für Damla Genc, den OSV und Iraklis Hellas. Wunstorf ist für Köse die erste Trainerstation im Männerbereich, zuvor war er Jugendcoach beim TSV Limmer und TSV Havelse.

Die Bilder der Saison 2020/21 in Hannovers Amateurfußball

Levestes Sascha Romaus überwindet Kirchdorfs Schlussmann Jens Trampenau und trifft zum vermeintlichen 1:1-Ausgleich. Zur Galerie
Levestes Sascha Romaus überwindet Kirchdorfs Schlussmann Jens Trampenau und trifft zum vermeintlichen 1:1-Ausgleich. ©

Sascha Schneider (Tor): Ein Fels in der Brandung. Er war so verrückt, dass er selbst auf zugefrorenem Aschenplatz von links nach rechts flog. Bei ihm ein Tor zu schießen war fast unmöglich. Ich kannte aber seine schwächere Ecke.



Joe Yankson (Abwehr): Joe wurde als 17-Jähriger aus Ghana von Damla Genc nach Hannover geholt. Ich kann mich noch genau an sein erstes Training im November erinnern. Es waren gefühlt 15 Grad, Joe zog seine Handschuhe aus der Tasche und sagte: „Cold.“ Es gab in der Liga keinen Spieler, der mit seinem Tempo mithalten konnte.

Claus Grezkowiak (Abwehr): Der beste Innenverteidiger, den ich live erlebt habe. Wenn es mal nicht lief, schnappte er sich den Ball und hat einfach selbst ein Tor geschossen. Musste seine Profikarriere leider durch eine unglückliche Verletzung (Zahn vom Gegner im Knie) früh beenden.

Gürman Agac (Abwehr): Gürman galt mit Per Mertesacker als eines der großen 96-Talente. Eine unheimliche Ruhe am Ball und sehr elegant in seinen Handlungen. War als Innenverteidiger torgefährlicher als so mancher Stürmer.

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Lars Ritzka (Abwehr): Durch und durch Profi. Bei einem Jugendturnier in Spanien mit dem TSV Limmer war er im Finale der A-Jugend vor 4000 Zuschauern der letzte Schütze. Er hat sich während des Elfmeterschießens die ganze Zeit den gegnerischen Torhüter angeschaut. Als er dann dran war, hat er mit seinen 15 Jahren den Keeper schön ins Leere springen lassen.

Dieter Frommelt (Mittelfeld): Zu meiner Zeit als Spieler in Wunstorf waren Didi und Omer Preljovic für uns junge Spieler sehr wichtig. Sie hatten immer ein offenes Ohr und haben Tipps gegeben. Auch neben dem Platz war Didi berühmt-berüchtigt.

Nuri Karagülle (Mittelfeld): Wir waren während unserer Kindheit unzertrennbar und haben jede freie Minute genutzt, um Sport zu treiben. Ein unglaublicher Zauberfuß, seine Freistöße waren legendär. Aber Talent allein reicht nicht immer.

Cetin Aydin (Mittelfeld): Hat vor den Spielen angesagt, wie viele Gegenspieler er tunnelt. Aber immer mit Sinn und Verstand: Durch diese Aktionen wurden Chancen vorbereitet, oder er hat selbst getroffen. Das war eine Kunst. Ich habe bis heute keinen technisch stärkeren Spieler gesehen.

Abed Parwanta (Sturm): Wir haben viele Jahre gemeinsam Fußball gespielt und uns blind verstanden. Unglaublich dynamisch und ein genialer Vorbereiter. Maradona war sein Idol – eine Zeit lang auch bei der Frisur.

Luca Ritzka (Sturm): Voller Leidenschaft und explosiver Dynamik. Ich habe aber immer Angst wenn ich sehe, wie er in die Zweikämpfe geht. Er ist so schnell, dass er meistens nur durch ein Foul zu stoppen ist. Er ist dann wie ein Sportwagen, der ins Schleudern gerät.

Philip Menges (Sturm): Bevor er beim OSV mein Trainer wurde, haben wir uns ein Duell um die Torjägerkanone geliefert. Was eigentlich keins war, denn er hatte mit 64 Toren fast doppelt soviel wie ich. Er war einfach nicht zu stoppen, selbst im Fallen hat er getroffen.

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