30. November 2022 / 14:30 Uhr

Personal, Druck, Schiedsrichterin: So geht Bundestrainer Hansi Flick das "Finale" gegen Costa Rica an

Personal, Druck, Schiedsrichterin: So geht Bundestrainer Hansi Flick das "Finale" gegen Costa Rica an

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hansi Flick spricht auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Costa Rica.
Hansi Flick spricht auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Costa Rica. © IMAGO/Agencia EFE
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Vor dem entscheidenden WM-Gruppenspiel am Donnerstag gegen Costa Rica hat sich Bundestrainer Hansi Flick zur Lage bei der deutschen Nationalmannschaft geäußert. Er spricht über sein Personal, den Druck, die Schiedsrichterin und seine Zukunft.

Ab jetzt geht es um alles oder nichts. Mit nur einem Punkt aus zwei Spielen liegt die deutsche Nationalmannschaft auf dem letzten Platz der Gruppe E und könnte wie 2018 bereits in der WM-Vorrunde ausscheiden. Vor der entscheidenden Partie gegen Costa Rica am Donnerstagabend (20 Uhr/ARD und MagentaTV) sprach Bundestrainer Hansi Flick auf der Pressekonferenz am Mittwoch über…

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… die Ausgangslage: "Wir haben es leider nicht mehr ganz in der eigenen Hand. Aber wir wollen versuchen, das Spiel möglichst schnell klarzumachen und Druck auf den anderen Platz auszuüben. Dazu brauchen wir die Einstellung, die wir gegen Spanien hatten. Aber es wäre respektlos, wenn wir davon ausgehen, acht Tore zu schießen. Zumal Costa Rica es nach dem 0:7 gegen Spanien defensiv sehr gut gemacht hat."

… den Druck aufgrund des Vorrunden-Ausscheidens 2018: "Natürlich haben wir den Anspruch, ins Achtelfinale einzuziehen. Druck verspüre ich aber überhaupt nicht, habe ich auch nicht nach dem Japan-Spiel. - weil ich überzeugt bin. Es wird immer besser, auch von Training zu Training. Wir sind auf einem guten Weg. Wie weit er geht, werden wir sehen. Jetzt wollen wir erstmal den nächsten Schritt machen."

Schiedsrichterin Stéphanie Frappart, die das Spiel gegen Costa Rica leitet: "Sie hat es verdient aufgrund ihrer Leistung, ich habe hundertprozentiges Vertrauen. Ich hoffe, dass sie mit ihrem Team eine gute Leistung abruft – genau wie wir."

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… eine Startelfgarantie für Niclas Füllkrug: "Schöner Versuch, aber das werden wir morgen sehen."

… die Herausnahme von Kai Havertz aus der Spanien-Startelf: "Ich möchte an dieser Stelle noch mal betonen, dass Kai eine Erkältung gehabt hat und wir ihn deshalb rausgenommen haben – nicht wegen schlechter Leistungen."

… Lukas Klostermann: "Er ist immer eine gute Option. Er hat sehr hart daran gearbeitet, dass er dabei sein kann und ist gegen Spanien gut reingekommen."

… Jamal Musiala: "Er ist ein exzellenter Spieler, der kreativ ist, der die Gegner ausspielen kann. Er hat bislang etwas Pech im Abschluss gehabt – ich hoffe, dass es sich ändert. Er ist eine absolute Bereicherung."

… Mario Götze: "Er war gegen Spanien eine Option im Vorfeld. Er ist sehr ballsicher, weiß genau, wo er sich aufhalten muss. Und er hat einen tollen letzten Pass. Wir werden sehen, wie wir ihn integrieren. Er hat es im Training gezeigt. Er ist absolut zurecht dabei, wir sind von ihm mehr als überzeugt."

… den Gegner Costa Rica: "Wenn man auf die Tabelle schaut, hat auch Costa Rica die Chance, weiterzukommen. Mit einem Punkt gegen uns bei einem gleichzeitigen Sieg von Spanien. Daher erwarte ich einen sehr defensiven Gegner, gegen den wir Lösungen haben müssen."


… die Rolle von Joshua Kimmich: "Er kann Spiele lenken, schnell machen, beruhigen. Er ist einer, der vorangeht und immer höchst motiviert ist. Ich würden ihn als einen der Leader sehen."

… seine persönliche Zukunft im Falle eines Ausscheidens: "Ich kann aber von meiner Seite aus bestätigen, dass ich weitermachen werde. Ich weiß nie, was ansonsten da noch so kommt. Ich habe Vertrag bis 2024 und freue mich auch auf die Heim-EM. Aber das ist noch lange hin."

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