26. Juli 2021 / 19:05 Uhr

Personalnot bei den Olympia-Fußballern: Bundestrainer Kuntz dachte über Torwart als Feldspieler nach

Personalnot bei den Olympia-Fußballern: Bundestrainer Kuntz dachte über Torwart als Feldspieler nach

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Luca Plogmann (rechts) könnte sich vorstellen, im Feld zu spielen. Bei Svend Brodersen war es fast so weit. Trainer Stefan Kuntz dachte über Einwechslung nach.
Luca Plogmann (rechts) könnte sich vorstellen, im Feld zu spielen. Bei Svend Brodersen war es fast so weit. Trainer Stefan Kuntz dachte über Einwechslung nach. © DPA
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Das DFB-Team hat bei den Olympischen Spiele in Tokio noch die Chance auf eine Medaille. Die Personaldecke bereitet Bundestrainer Stefan Kuntz aber Sorgen. Gegen Saudi-Arabien hätte er beinahe sogar Torwart Svend Brodersen als Feldspieler gebracht.  

Beim Sieg gegen Saudi-Arabien pfiffen die DFB-Kicker bei den Olympischen Spielen in Tokio aus dem letzten Loch. Das wichtige 3:2 gelang der Truppe von Trainer Stefan Kuntz in Unterzahl: Amos Pieper war in der 67. Minute vom Platz geflogen. Wegen den zahlreichen Nicht-Abstellungen aus den Vereinen und der Sperre aus dem ersten Spiel von Maximilian Arnold hatte der DFB-Trainer überhaupt nur 14 Spieler für das zweite Gruppenspiel zur Verfügung.

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Deshalb wäre fast ein Ersatztorwart zum Feldspieler gegen Saudi-Arabien geworden. "Unser dritter Torhüter Svend Brodersen hat sich ab der 75. Minute umgezogen und wäre im Feld einsatzbereit gewesen, falls etwas passiert wäre", erklärte Kuntz. Nötig wurde der Einsatz dann aber nicht. "Zum Glück kam es nicht so weit, dass ich einspringen musste. Wenn, wäre ich vorne besser aufgehoben, da kann ich weniger Schaden anrichten", sagte der Keeper gegenüber Bild.

Dennoch: Wegen der dünnen Personaldecke könnte es vielleicht doch so weit kommen, dass Kuntz auf einen seiner Torhüter zurückgreifen muss. Werder-Keeper Luca Plogmann wäre nicht abgeneigt. "Ich hätte schon Bock auf Einsatzzeit hier bei Olympia. Von mir aus auch als Feldspieler. Meine Mutter wäre begeistert, denn die wollte eigentlich nie, dass ich Torwart werde, sondern im Feld bleibe", sagte er. "Jetzt im Training mal wieder richtig im Feld mitzuspielen macht schon Spaß. Und wenn es wirklich so kommen sollte, dann kriegen wir das auch irgendwie als Team hin. Im Training hat es bisher gut geklappt."

Das DFB-Team kann den Einzug ins Viertelfinale im abschließenden Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste am Mittwoch (10.00 Uhr/ZDF und Eurosport) aus eigener Kraft perfekt machen. Die Rechnung ist einfach: Ein Sieg muss her, um den Traum vom olympischen Gold zu bewahren.