11. Mai 2021 / 09:56 Uhr

Personalplanung: LFC-Frauen werkeln am Kader

Personalplanung: LFC-Frauen werkeln am Kader

Lars Sittig
Märkische Allgemeine Zeitung
Bei den Damen des Ludwigsfelder FC wird es Vergleich zum Vorjahr personelle Veränderungen geben, aber der harte Kern des Teams bleibt. 
Bei den Damen des Ludwigsfelder FC wird es Vergleich zum Vorjahr personelle Veränderungen geben, aber der harte Kern des Teams bleibt. 
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Frauen-Landesliga: Der Ludwigsfelder FC stellt sich für die kommende Spielzeit auf und will die ersten Einheiten absolvieren. Fragezeichen stehen noch hinter dem Ligabetrieb.

Manch eine Lücke muss geschlossen werden im Kader, aber Dominik Lehmann ist zuversichtlich, dass sich die Reihen rechtzeitig wieder auffüllen werden. „Wir haben bisher mehr Abgänge als Zugänge“, sagt der Trainer des Frauenfußballteams des Ludwigsfelder FC. „Aber der harte Kern, der über Jahre zusammengespielt hat, bleibt erhalten. Jetzt kommen wieder neue Gesichter dazu und wir wollen die Mannschaft zu einer homogenen Truppe zusammenfügen.“

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Vorfreude auf Dahme-Fläming-Derbys

Aufstellen und fit machen für die kommende Spielzeit in der Landesliga, der höchsten Frauen-Spielklasse des Landes Brandenburg – das ist in diesen Wochen das Motto bei den „LFC Women“. In dieser Woche kehrt das Team auf den Trainingsplatz zurück – die Inzidenz-Zahlen der Corona-Pandemie lassen unter Einhaltung der Eindämmungsmaßnahmen wieder Übungseinheiten zu. „Wir freuen uns, dass wir wieder auf dem Platz stehen“, sagt Dominik Lehmann.

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Bis zum Start muss in allen Mannschaftsteilen gewerkelt werden: Die Toptorjägerin Janice Anis zieht um, kann deshalb nicht mehr regelmäßig am Training teilnehmen und somit auch nicht am Spielbetrieb. Nina Conrad – die Offensivallrounderin – fällt längere Zeit wegen eines Kreuzbandrisses aus. Patrycja Chamier-Gliszczynski und Sophie-Charlotte Maiwald kehren an den Wüstemarker Weg zum SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen zurück, der nach einer Spielzeit in der Kreisliga wieder in der Landesliga antritt. Im Gegensatz zur Kreisebene wird im Landesbetrieb auf Großfeld gekickt. Als junge Neuzugänge beim LFC sind Sammy Spurtaz von Babelsberg 03 und Laura Jesse als Rückkehrerin von Turbine Potsdams Juniorinnen-Vertretung gekommen.

Durch Eintrachts Rückkehr wird es also wieder Dahme-Fläming-Derbys geben – zur Freude von Dominik Lehmann, der als Erzieher in einer Integrationskita in Jüterbog arbeitet. „Für uns ist es schön, dass wir ein Lokalduell mit einem kurzen Weg haben und auch für den Frauenfußball in Brandenburg ist es schön, dass mit Miersdorf/Ziethen wieder eine Mannschaft mehr auf dem Großfeld meldet. Es könnten aus unserer Sicht noch viel mehr sein, die sich für diesen Weg entscheiden“, sagt der 25 Jahre alte Coach, der die vergangene Spielzeit mit seinem Team nach der Quotientenregelung auf Rang vier beendet hatte (1,5 Punkte pro Partie, 9:2 Tore).

Mögliche Landesklasse für 9er-Teams

Rund zehn Teams werden wohl in der Saison 2021/22 in der Damen-Landesliga an den Start gehen – derzeit wird aber über Struktur-Änderungen in den Spielklassen auf Landesebene beraten, weil die Reihen der Vereine in der einzigen überregionalen Landesspielklasse immer wieder ausdünnen. Die Überlegung: Vereine können 11er-Vertretungen für die Landesliga melden und für eine Landesklasse, die neu installiert werden würde, können 9er-Teams angemeldet werden. "Kommen mehr als sechs 9er-Teams zusammen, spielen die Mannschaften in einer extra Klasse, ansonsten werden sie wieder den Kreisen zugeordnet", sagt Vicky Hansche, die Vorsitzende des Frauen-Spielausschusses des Fußball-Landesverbandes (FLB). Dominik Lehmann findet: "Im Interesse eines regelmäßigen und stabilen Spielbetriebes sollte man über neue Wege nachdenken, wenn es die Situation erfordert.“

Miersdorf/Zeuthen sieht sich derweil für das Großfeld gut gerüstet. „Es hat sich abgezeichnet, dass wir für die neue Saison genug Spielerinnen zur Verfügung haben werden. Wir haben einen Kader von 18 Frauen, der sicherlich ausreichen dürfte, um ohne größere Probleme durch eine Serie auf dem großen Feld zu kommen“, sagt Trainer Marco Däfler. Seit Anfang 2020 hat er das erste Eintracht-Frauenteam unter seinen Fittichen. Der 49-Jährige hatte die Nachfolge von Reno Liebchen angetreten.


LFC-Damen suchen noch Verstärkung

Erst vor der abgebrochenen letzten Saison hatten die SC-Damen wie so manch eine andere Vertretung in den vergangenen Jahren den Schritt zurück aufs Kleinfeld gemacht. Die Gründe dafür: „Wir hatten zwei Abgänge zu verzeichnen, weil eine Spielerin in die USA ging, die andere eine Ausbildung in Neustrelitz begonnen hatte. Und zwei Spielerinnen sind schwanger geworden – da reichte es personell nicht mehr für das Großfeld“, erklärt Däfler. In der Kreisliga waren die Eintracht-Frauen der Konkurrenz haushoch überlegen. Die Bilanz bis zum Saisonabbruch: sieben Spiele, sieben Siege. Im Pokal schafften sie es bis ins Halbfinale. Auch dieser Wettbewerb wurde wegen der Corona-Pandemie vorzeitig beendet.

Nun will Miersdorf/Zeuthen wieder auf dem großen Feld angreifen. Früher gehörte das Dahme-Team dort zu den Besten in Brandenburg. Abgesehen vom zehnten Platz 2020 landete der SC Eintracht immer in den Top 5 der Landesliga. 2015 und 2017 gelang sogar die Vizemeisterschaft. Für die neue Saison kann Coach Däfler neben den Rückkehrerinnen aus Ludwigsfelde einige Neuzugänge im Team begrüßen. Auch beim LFC ist man noch auf der Suche nach Verstärkung, auf seiner Facebookseite hat das Damenteam einen Aufruf veröffentlicht. Motivationsprobleme wird es nicht geben, da ist sich Dominik Lehmann sicher. „Wir haben eine junge, hungrige Mannschaft die versucht sich mit den großen Teams aus Brandenburg zu messen,“ sagt der Trainer.