11. September 2019 / 10:01 Uhr

Personell dezimierter Gettorfer SC feierte mit 1:0 beim Osterrönfelder TSV zweiten Sieg in Serie

Personell dezimierter Gettorfer SC feierte mit 1:0 beim Osterrönfelder TSV zweiten Sieg in Serie

Max Brosta
Kieler Nachrichten
Der Osterrönfelder Kevin Rathjen (li.) klärt in dieser Situation vor dem Gettorfer Jonas Arp.
Der Osterrönfelder Kevin Rathjen (li.) klärt in dieser Situation vor dem Gettorfer Jonas Arp. © Mario M. Koberg
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Landesliga Schleswig: Die Null für GSC als schöne Nebensache bei 1:0-Sieg gegen Osterrönfeld - Torhüter Weidner freut sich über Null und Sieg

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Dieses Gefühl kannte er schon gar nicht mehr. Seit seiner Rückkehr im Sommer musste Lennart Weidner, Torhüter des Gettorfer SC, stets hinter sich greifen. In den ersten sechs Spielen in der Fußball-Landesliga Schleswig fischte er inesgesamt 15 Bälle aus dem eigenen Tornetz – bis zum vergangenen Sonntag. Im Auswärtsspiel beim Osterrönfelder TSV stand nach 90 Minuten und einem hart erkämpften 1:0-Arbeitssieg zum ersten Mal in dieser Saison die Null. Ob ihm da ein kleiner Stein vom Herzen gefallen ist?

GSC-Keeper Weidner hält die Null

„Oh ja, das war schon sehr wichtig“, freute sich Weidner und erklärte: „Gerade als Torhüter hast du natürlich immer den Anspruch, zu Null zu spielen.“ Doch eines ist im noch viel wichtiger, als seinen Kasten sauber zu halten. „Die Null ist eine schöne Nebensache. Die Hauptsache ist aber, dass wir gewinnen“, verdeutlichte der GSC-Keeper. Das haben er und seine Mannschaft geschafft – wenn auch dreckig und wenig ansehnlich.

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„Das war ein typischer Arbeitssieg, bestimmt nicht rosig, aber im Großen und Ganzen ok“, erklärte Weidner. Die Rot-Weißen hatten vor der Partie gegen den OTSV mit erheblichen personellen Sorgen zu kämpfen. „Aber wir haben die Situation so angenommen, wie sie ist. In Osterrönfeld zu gewinnen, ist nicht einfach. Darum war der Sieg sehr wichtig“, sagte er. Auch GSC-Trainer Christian Schössler zeigte sich nach dem zweiten Dreier in Folge erleichtert.

Das Spiel in der Galerie:

Klickt euch durch die Fotos zur Landesliga-Partie zwischen dem Osterrönfelder TSV und dem Gettorfer SC:

Visvaldis Ignatans (re.) hat Tempo aufgenommen, wird dann aber von Gettorfs Tim-Marten Wick (li.) attackiert. Zur Galerie
Visvaldis Ignatans (re.) hat Tempo aufgenommen, wird dann aber von Gettorfs Tim-Marten Wick (li.) attackiert. ©
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"Der ein oder andere kannte sich nicht mal"

„Wir sind froh, dass wir das Spiel in dieser Formation so gestaltet haben. Die Mannschaft hatte so noch nie zusammengespielt. Der ein oder andere kannte sich nicht mal“, verriet der GSC-Coach. Doch dafür hat es sein Team gut gemacht. Vor allem die Defensivreihe vor Keeper Weidner, der bereits in der Jugend und im Herrenbereich bis 2011 für den GSC im Tor stand, ließ nichts zu.

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Während der 30-Jährige in Halbzeit eins keinen gefährlichen Ball parieren musste, hatte er in den zweiten 45 Minuten Glück, dass ein ansatzloser 25-Meter-Schuss an der Latte landete. Nur einmal musste er wirklich eingreifen: OTSV-Stürmer Felix Peter Struck lief alleine auf seinen Kasten zu. Doch Weidner reagierte schnell, verkürzte den Winkel und parierte den versuchten Lupfer. Garant für den ersten Auswärtsdreier der Saison war die GSC-Defensive.

„Wir sind einfach überglücklich, dass wir dieses Spiel gewonnen haben und uns das in der Tabelle weiter nach oben bringt. Wir haben jetzt neun Punkte und einfach Bock auf Siege“, so Weidner. Ist der Knoten beim Gettorfer SC damit nun endgültig geplatzt? „Das hoffen wir natürlich“, verrät er mit einem Lächeln im Gesicht. Sein Trainer dämpft dagegen die Euphorie. Schössler weiß, dass es zu einer erfolgreichen Saison noch ein langer Weg ist. Das hat er in 90 intensiven Minuten in Osterrönfeld gesehen: „Die Leistung war noch nicht gut. Da fehlt uns noch einiges. Dennoch hat es mich gefreut zu sehen, wie wir als Team für die drei Punkte gekämpft und gearbeitet haben.“

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Das Amateurfußball-Bündnis #GABFAF berichtet regelmäßig über Probleme bei Amateurvereinen. Hier eine Auswahl an Klubs, die davon profitiert haben:

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