04. September 2019 / 13:39 Uhr

Personell geschwächte SpG Wermsdorf II/Luppa unterliegt mit 1:3

Personell geschwächte SpG Wermsdorf II/Luppa unterliegt mit 1:3

Justus Keller
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Das Gäste-Team schwört sich aufs Spiel ein, kann die Niederlage in Delitzsch aber nicht verhindern.
Das Gäste-Team schwört sich aufs Spiel ein, kann die Niederlage in Delitzsch aber nicht verhindern. © André Kamm
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Fußball-Kreisliga: Leere Akkus und zu wenig Durchschlagskraft sind die Ursachen für die 1:3-Niederlage bei der zweiten Mannchaft des ESV Delitzsch. 

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Wermsdorf. Zweite Niederlage im dritten Saisonspiel: Die Spielgemeinschaft Wermsdorf II/Luppa musste sich am vergangenen Sonntag beim ESV Delitzsch II mit 1:3 (0:2) geschlagen geben und fiel auf Platz acht der Kreisliga Nordsachsen zurück.

Während die Hausherren auf eine äußerst junge Startelf zurückgreifen konnten, suchte Gäste-Trainer Robert Natzke im Vorfeld vergeblich nach ausreichend Stammpersonal. So musste unter anderem Routinier Denis Vettermann einspringen und mit Erfahrung und Auge gegen teils zwei Jahrzehnte jüngere Spieler verteidigen. Die Startelf wurde zudem aufgefüllt mit einer Handvoll Schildau-gebeutelte Kräfte aus der kupferschen Nordsachsenliga-Truppe (0:1 tags zuvor), und auf der Bank rückten die am Mittag noch für die A-Jugend in der Landesklasse auf dem Platz ackernden Felix Plakinger und Jerry Baumann nach.

Die Ausgangsbedingungen waren also alles andere als günstig, dennoch ist die desolate Anfangsphase der Gäste nicht zu entschuldigent. Die Manndeckung griff überhaupt nicht, stattdessen klafften Lücken und es herrschte Unordnung. Vor allem die Zentrale um Justus Keller wusste kaum Rat gegen hochstehende Gegner, präsentierte sich immer einen Schritt izu spät und mental nicht auf der Höhe.

Dauerfeuer der Hausherren

Die Folge war ein Dauerfeuer der Platzbesitzer, bei dem Torhüter Robyn Staude zunächst noch Schlimmeres verhindern konnte. Nach zwölf Zeigerumdrehungen war aber auch die Nummer Eins geschlagen. Ein unzureichend geklärter Eckball fiel Janis Denef vor die Füße, der sich einer müde rausschiebenden Abwehr gegenübersah und von der Strafraumkante zum 1:0 abschloss.

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Doch die Spielgemeinschaft hörte den Wecker nicht klingeln und bekam umgehend die Quittung: Pascal Viertel erhöhte nur sechs Minuten später auf 2:0 für die Gastgeber. Die Eisenbahner-Reserve spielte weiter munter auf, die Blau-Weißen fanden wenig bis keine Mittel. Erste Angriffsversuchen über Stürmer Dominic Arendt blieben ungefährlich. Die Abwehr stabilisiert sich indes, und so machte sich beim Pausentee etwas Hoffnung breit.

Die Hereinnahme von Offensiv-Mann Pascal Weidner verändert die Statik des Spiels, brachte mehr Dynamik und endlich gute Angriffsaktionen. Der aufkommende Schwung bekam allerdings einen herben Dämpfer. Eine weitere Defensive-Nachlässigkeit führte zum dritten Gegentreffer. Nur fünf Minuten nach der Pause flog Robyn Staude abermals ein Standard um die Ohren.

Dropkick zum 3:0-Zwischenstand

Das Zustandekommen war durchaus bitter, der eigentlich harmlose Flankenversuch setzte mit mächtig Drall so ungünstig auf der Grundlinie auf, dass das Spielgerät wieder zurück ins Feld und vor die Delitzscher Füße fiel. Letztlich war es Alex Krause, der die abermalige Hereingabe perfekt traf und per Dropkick zum 3:0 verwertete.

Die Natzke-Schützlinge bewiesen immerhin Moral und gaben sich nicht auf. Man bemüht sich nach Kräften, die Akkus der Schlüsselspieler waren aber offensichtlich zu leer für eine drastische Leistungssteigerung. Zwar fand Außenverteidiger Dominik Weidner mit einem sehenswerten Ball hinter die Verteidigungslinie Namensvetter Arendt, der die Vorlage nach einer knappen Stunde zum 3:1 verwandelte, aber weitere Glücksmomente blieben den Gästen verwehrt. Es fehlte die entscheidenden Idee und die konzentrierte Ausführung.

Nick Wolf hatte in der 72. Minute mit einem Freistoß an die Latte den endgültigen Feuerentzünder auf dem Fuß, aber es sollte einfach nicht sein. Der Glaube ging den Gästen bis zum Abpfiff nicht abhanden, auch weil die Heimelf mehrmalig die Entscheidung im Eins-gegen-Eins mit Rettungsanker Staude zwischen den Torstangen vergab. Doch die Uhr tickte gegen die Collmkicker und war schließlich abgelaufen.

Unnötige Pleite

So endete die Sonntagsausfahrt diesmal unerfreulich und es setzte eine verdiente, wenngleich im Gesamteindruck unnötig daherkommende Niederlage. Zu hoffen bleibt, dass sich die Personalsituation demnächst entspannt und frische Kräfte das Heft des Handelns übernehmen können.

Fest steht, dass jeder Einspringende trotzdem an seine Leistungsgrenze zu gehen hat, alle Ausreden nichts zählen und es darauf ankommt, gemeinsam mit allen verfügbaren Akteuren den Weg zu gehen, der wie in der Vorsaison zum Klassenerhalt führen soll.

Wermdorf II/Luppa:Staude, Dominik Weidner, Rademacher, Vettermann (69. Plakinger), Jülich, Schneider, Kühn (46. Pascal Weidner), Keller, Wolf, Arendt, Körner (62. Baumann).

Tore: 1:0 Denef (12.), 2:0 Viertel (18.), 3:0 Krause (50.), 3:1 Arendt (58.).

Schiedsrichter: Pascal Ellmann. Z: 20.

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