07. März 2021 / 12:17 Uhr

Schalke-Interimsboss Peter Knäbel erklärt: So läuft die Kaderplanung für die 2. Liga

Schalke-Interimsboss Peter Knäbel erklärt: So läuft die Kaderplanung für die 2. Liga

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Laut dem sportlichen Übergangsverantwortlichen Peter Knäbel liegt der Schwerpunkt der Planungen bei Schalke 04 bereits auf der 2. Liga.
Laut dem sportlichen Übergangsverantwortlichen Peter Knäbel liegt der Schwerpunkt der Planungen bei Schalke 04 bereits auf der 2. Liga. © IMAGO/Tim Rehbein/RHR-FOTO/Karsten Rabas/Pool (Montage)
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Aufgrund des drohenden Abstiegs aus der Bundesliga muss Schalke 04 für die neue Saison zweigleisig planen. Der sportliche Interims-Verantwortliche Peter Knäbel erklärte am Sonntag im "Doppelpass" bei "Sport1", worauf S04 im Falle des Abstiegs den Fokus legt - und sprach auch über seine eigene Zukunft.

Der FC Schalke 04 taumelt dem Abstieg aus der Bundesliga entgegen - auch beim 0:0 gegen den direkten Abstiegskampf-Mitkonkurrenten FSV Mainz 05 unter dem neuen Trainer Dimitrios Grammozis gelang am vergangenen Freitag nicht der erhoffte Befreiungsschlag. Längst muss der Revierklub für die neue Saison daher zweigleisig planen - mit dem Schwerpunkt Richtung 2. Liga, wie der sportliche Interims-Verantwortliche Peter Knäbel am Sonntag im Sport1-Talk "Doppelpass" erklärte. "Die Kaderplanung ist natürlich nicht einfach", sagte Knäbel - und deutete an, dass die Königsblauen auch den Falle des Klassenerhalts nach wie vor einbeziehen müssen: "Wir haben zu bedenken, dass es für zwei Szenarien funktionieren muss."

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Dennoch hat Knäbel, der auf Schalke eigentlich Direktor Nachwuchs und Entwicklung ist und nach der Trennung von Sportvorstand Jochen Schneider derzeit bis auf Weiteres die sportliche Gesamtverantwortung trägt, offenbar bereits klare Vorstellungen, worauf es beim künftigen Team ankommt: "Wir müssen uns anschauen, welche Qualitäten in der 2. Liga gefragt sind und welche Fehler andere Großvereine dort gemacht haben." Damit spielte Knäbel möglicherweise unter anderem auf seinen Ex-Klub den Hamburger SV an, der 2018 aus der Bundesliga abstieg und seitdem Jahr für Jahr mühsam um den Wiederaufstieg ringt. "Schalke 04 muss in der 2. Liga eine Mannschaft haben, die den Kampf annimmt", betonte Knäbel. Zudem müsse das Team stark genug sein, sich im Unterhaus von Anfang an oben zu positionieren. Gleichwohl wolle man die verbleibenden zehn Partien in der laufenden Spielzeit nicht abschenken. Es gehe schließlich auch um den Marktwert jedes Einzelnen.

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Die Frage, ob er möglicherweise langfristig als Sportvorstand oder als Sportdirektor auf Schalke tätig sein werde, ließ Knäbel einmal mehr offen. "Der Aufsichtsrat muss sich mit diesen Fragen beschäftigen. Mein Job ist, jeden Tag aufs Neue Entscheidungen vorzubereiten und zu treffen", so der 54-Jährige. Er deutete an, sich erst positionieren zu wollen, wenn sich der Aufsichtsrat auf einen Kandidaten für den Posten des Sportvorstandes verständigt habe. Eine Rückkehr auf seinen bisherigen Direktor-Posten in der "Knappenschmiede", in der der S04-Nachwuchs ausgebildet wird, ist für Knäbel offenbar ebenso eine Option. "Die Entwicklung von Talenten liegt mir sehr am Herzen. Ich mache mein Glück nicht davon abhängig, welche Position ich habe. Ich hoffe, dass ich in meiner Funktion etwas bewegen kann", sagte Knäbel dazu.