06. Juni 2019 / 18:10 Uhr

Kurios: Peter Neururer dachte bei Wattenscheid-Angebot, es handele sich um Schalke 04

Kurios: Peter Neururer dachte bei Wattenscheid-Angebot, es handele sich um Schalke 04

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kult-Trainer Peter Neururer hat beim Angebot der SG Wattenscheid 09 gedacht, es handele sich um eine Offerte von Schalke 04 als Nachfolger von Domenico Tedesco.
Kult-Trainer Peter Neururer hat beim Angebot der SG Wattenscheid 09 gedacht, es handele sich um eine Offerte von Schalke 04 als Nachfolger von Domenico Tedesco. © imago images / Noah Wedel
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Das ist eine der verrücktesten Geschichten des Jahres: Wie Kult-Trainer Peter Neururer in einem Interview mit der "Rheinischen Post" erzählt hat, kam sein Engagement als Sportdirektor des Regionalligisten SG Wattenscheid 09 aus kuriosen Gründen zustande.

Diese Geschichte ist fast schon zu kurios, um wahr zu sein: Peter Neururer, Kult-Trainer und bekennender Fan (sowie langjähriges Mitglied) des FC Schalke 04, hat in einem Interview mit der Rheinischen Post verraten, wie er zu seinem Engagement als Sportdirektor beim Regionalligisten SG Wattenscheid 09 gekommen ist. Im Alter von 64 Jahren ist es Neururers erste Station als sportlicher Leiter. Zuvor war er ausschließlich Trainer, unter anderem bei Hannover 96 und dem VfL Bochum in der Bundesliga. Jetzt behauptet der Kult-Coach: "Man muss dazu sagen, dass ich zuerst gar nicht wusste, dass es sich um Wattenscheid handelt. Das war wirklich kurios."

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Neururer verhandelt mit Wattenscheid - und denkt es ist Schalke 04

Wattenscheid statt Schalke 04: Kein Witz! Neururer dachte tatsächlich, er stünde vor einem Engagement beim Bundesligisten FC Schalke 04, als deren Ex-Präsident Josef Schnusenberg bei ihm anrief - ausgerechnet zu dem Zeitpunkt im März, als S04 seinen Trainer Domenico Tedesco entlassen hatte. "Jupp fragte mich, ob ich helfen könne und erzählte mir, was der Klub so alles aufbauen wolle. ‚Super, da bin ich dabei‘, habe ich daraufhin gesagt", so Neururer, unwissend, um welchen Klub es sich handele. "Er hat mir dann direkt klar gemacht, dass ich keine großen Gehaltsforderungen stellen sollte. Auch das war für mich aber kein Problem. Ich habe dann also versprochen, dass ich zu einhundert Prozent dabei bin."

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Doch es wird noch kurioser: Als Neururer dann während des Telefonats gefordert hatte, "in der kommenden Saison nicht das Ziel Champions League auszugeben", sei sofort "Stille am Hörer" gewesen. "‚Peter'“, sagte er dann: ‚Wir reden hier über Wattenscheid 09, ich bin da im Aufsichtsrat‘", erzählt Neururer nun. "Da war ich erst einmal baff." Angesichts der peinlichen Situation und dass er Schnusenberg bereits sein Wort gegeben habe, wollte der Ex-Trainer schließlich keinen Rückzieher machen. "Ich hatte ihm mein Wort gegeben. Und wenn ich jemandem ein Versprechen gebe, dann stehe ich auch dazu", so der Kult-Trainer nun. Am 14. März wurde er schließlich als Sportdirektor in Wattenscheid offiziell vorgestellt.

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Bei Hannover 96 folgte Peter Neururer im Jahr 2005 auf Ewald Lienen. Die ehrliche Haut ist im Ruhrgebiet geboren. Einst wurde er gefragt, wie er die Aufstellung macht: "Ich werfe elf Trikots hoch. Wer eins fängt, darf spielen", antwortete er. ©

Und der Erfolg gibt ihm recht: Ende Mai schaffte Wattenscheid in letzter Minute den Klassenerhalt in der Regionalliga West. Auch wenn Neururer direkt danach sagte, dass er damit "nichts zu tun" hatte. "Das ist die Leistung des Trainers und der Spieler. Ab jetzt kann ich Dinge beeinflussen. Bisher konnte ich nur Rückendeckung geben." An ein Engagement in der Bundesliga denke er aktuell nicht, sagt Neururer gegenüber der Rheinischen Post: "Nachfragen von Profiklubs gab und gibt es immer wieder. Ich hatte vor kurzem erst ein Angebot eines Bundesligisten. Die wollten mich als Sportdirektor. Aber ich hatte bereits hier zugesagt."