05. Juni 2020 / 17:57 Uhr

Nach 27 Jahren: Finanzvorstand Peter Peters verlässt Schalke 04 Ende Juni

Nach 27 Jahren: Finanzvorstand Peter Peters verlässt Schalke 04 Ende Juni

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Peter Peters hat beim FC Schalke um eine Vertragsauflösung gebeten.
Peter Peters hat beim FC Schalke um eine Vertragsauflösung gebeten. © imago images / RHR-Foto
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Beim FC Schalke 04 endet eine Ära im Vorstand. Peter Peters, seit 1993 beim Ruhrpott-Klub in führender Funktion tätig, verlässt Schalke zum 30. Juni. Der 57-Jährige hat laut Vereinsmitteilung um eine Auflösung seines Vertrags gebeten.

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Der FC Schalke 04 und Finanzvorstand Peter Peters gehen nach 27 Jahren getrennte Wege. Der Bundesligist teilte am Freitag mit, dass Peters darum gebeten habe, seinen Vertrag vorzeitig zum 30. Juni zu lösen. "Der Aufsichtsrat hat dieser Bitte heute entsprochen", hieß es vom Revierklub weiter.

Seit 1993 prägte Peters die Königsblauen in verschiedenen Funktionen wesentlich mit. Vor allem in den ersten Jahren stand Peters als Geschäftsführer im Schatten des charismatischen Ex-Managers Rudi Assauer und von Finanzchef Josef Schnusenberg, deren Amtszeiten er dann als Vorstand Finanzen und Organisation bei weitem übertraf. Peters sah viele Verantwortliche auf Schalke kommen und gehen - er blieb. Daher kommt sein Ausscheiden mitten in der Corona-Krise völlig überraschend, passt aber zu einigen Umstrukturierungen, die der sportlich momentan kriselnde Klub derzeit forciert. Erst vor wenigen Wochen trennte sich Schalke von seinem langjährigen Medienchef Thomas Spiegel und installierte einen 27 Jahre alten Nachfolger zum 1. Juli.

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Der Schalke-Vorsitzende Clemens Tönnies würdigte Peters, der maßgeblich am Bau der Schalker Veltins-Arena beteiligt gewesen war, in einer Vereinsmitteilung: "Peter Peters hat in den vergangenen fast drei Jahrzehnten unseren Verein entscheidend mitgeprägt. Dabei hat er mutige und weitsichtige Entscheidungen zum Wohle des Clubs mitgetragen", so Tönnies. "Ohne ihn wäre der FC Schalke nicht der Verein, der er heute ist. Dafür gebührt ihm unser Dank." Peters selbst dankte dem FC Schalke 04 "für eine immer schöne und manchmal herausfordernde Zeit. Ganz besonders danke ich aber ganz vielen Menschen, die zu meinen Freunden geworden sind", so Peters.

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Zuletzt kam Kritik an Peters-Werk beim FC Schalke auf

Die Trennungs-Mitteilung fällt in eine sportlich wie finanziell herausfordernde Zeit für den FC Schalke 04: Der Klub ist aktuell das schlechteste Rückrunden-Team der Liga (sieben Punkte aus zwölf Spielen) und kämpft mit finanziellen Problemen wegen der Corona-Krise: Ohne die letzte Tranche der TV-Gelder, die Anfang Mai trotz der Corona-Pause nach Verhandlungen zwischen der DFL und den Rechteinhabern an die Klubs überwiesen worden war, wäre die Notlage der "Knappen" wohl schon in dieser Saison akut geworden. Knapp 16 Millionen Euro der Gesamtsumme stehen den Königsblauen zu, auch wenn der Betrag bereits verpfändet sein soll – was die Ausmaße der finanziellen Situation aufzeigt.

Zuletzt kam vermehrt Kritik an Peters auf. Viele fragten sich, warum ein Großverein wie Schalke finanziell besonders unter der Corona-Krise litt und nach eigenen Angaben im "Existenzkampf" war. Zum 31. Dezember 2019 wies der Schalke-Konzern Verbindlichkeiten von 198 Millionen Euro aus. Im Geschäftsjahr 2019 betrug der Fehlbetrag mehr als 26 Millionen Euro.