01. Januar 2020 / 22:27 Uhr

Überraschung perfekt: Peter Wright entthront Michael van Gerwen und ist erstmals Darts-Weltmeister

Überraschung perfekt: Peter Wright entthront Michael van Gerwen und ist erstmals Darts-Weltmeister

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Peter Wright ist neuer Darts-Weltmeister - er besiegte im Finale seinen Angstgegner Michael van Gerwen.
Peter Wright ist neuer Darts-Weltmeister - er besiegte im Finale seinen Angstgegner Michael van Gerwen. © 2019 Getty Images
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Die Überraschung ist perfekt! Dominator Michael van Gerwen stürzt in London von seinem Darts-Thron, Paradiesvogel Peter Wright holt sich hingegen den größten Erfolg in seiner Laufbahn und ist erstmals Weltmeister.

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Paradiesvogel Peter Wright hat sich erstmals zum Darts-Weltmeister gekrönt und die Titelverteidigung von Dominator Michael van Gerwen verhindert. Der 49 Jahre alte Schotte schlug den Weltranglisten-Ersten im Finale von London am Mittwochabend mit 7:3 und sorgte damit für eine echte Überraschung. Für „Snakebite“, wie Wright genannt wird, ist es der größte Erfolg seiner bisherigen Laufbahn. Der Sieg im Alexandra Palace beschert dem Schotten nicht nur die mehr als 20 Kilogramm schwere Sid Waddell Trophy, sondern auch ein Preisgeld von 500.000 Pfund (rund 590.000 Euro).

Wright besiegt van Gerwen erstmals in Major-Finale

Wright beendete damit seine Misere gegen van Gerwen, dem er zuvor in neun Major-Finals immer unterlag. In der Weltrangliste verbessert sich der neue Weltmeister, dem am Mittwoch zahlreiche Aufnahmen mit der Maximal-Punktzahl von 180 gelangen, auf Rang zwei. Das Duell auf allerhöchstem Niveau war nach knapp drei Wochen WM ein beeindruckender Schlusspunkt und echte Werbung für den Sport.

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<b>Phil Taylor</b>: 14 Titel bei der PDC Darts-WM (1995, 1996, 1997, 1998, 1999, 2000, 2001, 2002, 2004, 2005, 2006, 2009, 2010, 2013) Zur Galerie
Phil Taylor: 14 Titel bei der PDC Darts-WM (1995, 1996, 1997, 1998, 1999, 2000, 2001, 2002, 2004, 2005, 2006, 2009, 2010, 2013) ©

"Das klingt unglaublich. Jetzt bin ich tatsächlich Weltmeister", sagte Wright nach dem Spiel auf der Bühne. Der vom Publikum gefeierte Herausforderer nahm nach drei starken Auftritten gegen Jeffrey de Zwaan (4:3), Luke Humphries (5:3) und Gerwyn Price (6:3) sein ganzes Selbstbewusstsein mit ins Finale und holte sich schnell eine Führung von 2:0-Sets. Der ruhige Silvesterabend („Film schauen im Hotel und schon vor Mitternacht einschlafen“) schien dem Schotten zunächst gut getan zu haben. Bei DAZN kündigte er schon vor dem Match an: „Es spielt ein neuer ,Snakebite', der sehr glücklich mit seinen Darts ist. Ich bin bereit.“

Erst nach seinem Fehlstart und den zwei Spielpausen legte van Gerwen eine mächtige Schippe drauf und knüpfte an sein gewohnt hohes Niveau an. Im dritten Set warf er eine starke Aufnahme nach der anderen, sein kurzzeitiger Average von 121,9 Punkten ließ Wright keine Chance. Es entwickelte sich das erhoffte hochklassige Endspiel, bei dem sich der mutige Schotte nicht einschüchtern ließ, obwohl van Gerwen zuweilen angsteinflößend brüllte und jubelte. Die so wichtige 3:1-Führung verpasste Wright nur um wenige Millimeter.

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Das rasante Darts-Spektakel vor 3000 Zuschauern im „Ally Pally“ entschädigte für viele Partien in den finalen Runden, die deutlicher ausgefallen waren als erwartet. Es ging hin und her: Wright warf sieben perfekte Darts und checkte mit beeindruckender Sicherheit aus, das zwischenzeitliche 4:2 mit 15 von 25 Doppeltreffern verblüffte nicht nur van Gerwen, sondern auch zahlreiche Experten. Dass Wright zuvor bereits 59 Partien gegen van Gerwen verloren hatte, war ihm nicht anzumerken.

Van Gerwen kämpfte sich ran - vergeblich

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„The Green Machine“ kämpfte sich zwar noch einmal auf 3:4 heran, musste sich trotz ordentlicher Leistung aber dem vor allem in der Schlussphase herausragenden Wright geschlagen geben. Damit scheiterte van Gerwen auch im dritten Versuch mit der Titelverteidigung. „Peter Peter Wright, Peter Wright, Peter Peter Wright“, tönte es in voller Lautstärke in der Arena im Norden Londons. Dauersieger van Gerwen war schon bei seinem Einlauf ausgepfiffen worden - doch er zeigte sich als guter Verlierer: "Man muss auch fair sein und sagen: Peter Wright hat phänomenal gespielt."

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