19. April 2022 / 21:32 Uhr

Petersen, Patzer, Elfmeter: HSV gegen Freiburg zur Halbzeit mit dem Rücken zur Wand

Petersen, Patzer, Elfmeter: HSV gegen Freiburg zur Halbzeit mit dem Rücken zur Wand

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der HSV steht schon zur Pause gegen den SC Freiburg mit dem Rücken zur Wand.
Der HSV steht schon zur Pause gegen den SC Freiburg mit dem Rücken zur Wand. © dpa (Montage)
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Der Hamburger SV steht im Halbfinale des DFB-Pokals vor dem Aus. Schon zur Pause liegt der Zweitligist gegen den SC Freiburg deutlich zurück. Der Sport-Club steht indes mit einem Bein im Endspiel in Berlin.

Das erste Finale im DFB-Pokal mit Zweitliga-Beteiligung seit 2011? Zur Halbzeit beim Spiel zwischen dem Hamburger SV und dem SC Freiburg ist dieser Traum der HSV-Fans schon in weite Ferne gerückt. Mit einem 0:3-Rückstand steht das Team von Trainer Tim Walter bereits nach 45 Minuten vor dem Aus. Die Gäste aus Baden sind hingegen nur noch eine Halbzeit vom ersehnten ersten Finale der Klub-Geschichte entfernt.

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Dabei hatten die Hausherren aus Hamburg zunächst couragiert begonnen, die Wirkungskreise der Freiburger in den ersten zehn Minuten eingeschränkt und durch Stürmer Robert Glatzel selbst eine erste Halbchance kreiert. Dessen Kopfball flog jedoch knapp am Tor von Freiburg-Keeper Mark Flekken vorbei (5.). Auch Sonny Kittels Abschluss kurz darauf brachte den SC-Schlussmann nicht ernsthaft in Bedrängnis (6.). Stattdessen machte es der Favorit auf der Gegenseite besser: Im Anschluss an einen Eckstoß von Vincenzo Grifo konnte die HSV-Defensive nicht entscheidend klären. Nils Petersen, der von Trainer Christian Streich wie schon beim Sieg gegen den VfL Bochum (3:0) den Vorzug vor Ermedin Demirovic erhielt, nickte aus kurzer Distanz zur Führung ein (11.). Das Tor hielt der anschließenden VAR-Überprüfung Stand.

Beim Gastgeber hinterließ der frühe Gegentreffer Wirkung. Der Sport-Club war fortan das klar spielbestimmende Team – und legte nach. Nach einem Fehlpass von HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes in die Füße von Roland Sallai ging es bei Freiburg schnell. Die abgeblockte Hereingabe des Außenspielers landete bei Nicolas Höfler, der sich die Chance nicht entgehen ließ und begünstigt durch einen Abfälscher von Sebastian Schonlau zum 2:0 traf (17.). Die Hanseaten waren nun bemüht, zurück ins Spiel zu finden, verpassten jedoch einige vielversprechende Gelegenheiten zum Anschluss. Unter anderem scheiterte Anssi Suhonen freistehend an Flekken (26.).

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Und wieder zeichnete sich im Anschluss ein ähnliches Bild. Denn Freiburg hatte einmal mehr die passende Antwort parat. Moritz Heyer traf Nico Schlotterbeck bei einem Klärungsversuch am Kopf. Schiedsrichter Deniz Aytekin entschied nach Studium der Videobilder auf Elfmeter. Die sich bietende Chance ließ sich Grifo nicht entgehen (35.) und zerstörte damit nahezu alle Hoffnungen der Hamburger auf eine Pokal-Überraschung. Suhonen verkürzte kurz vor der Pause vermeintlich auf 1:3, doch auch dieser kurze Glücksmoment wurde durch den VAR revidiert. Der Offensivmann hatte sich zuvor im Abseits befunden.