05. Juni 2020 / 22:23 Uhr

Petersen schockt Gladbach: Fohlen patzen im Kampf um die Champions League in Freiburg

Petersen schockt Gladbach: Fohlen patzen im Kampf um die Champions League in Freiburg

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Petersen jubelt, Freiburg gewinnt: Die Breisgauer setzen sich mit 1:0 gegen Gladbach durch.
Petersen jubelt, Freiburg gewinnt: Die Breisgauer setzen sich mit 1:0 gegen Gladbach durch. © Achim Keller
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Rückschlag für Borussia Mönchengladbach im Vierkampf um die Champions-League-Plätze. Die Fohlen verlieren beim zuvor nach der Corona-Pause sieglos gebliebenen SC Freiburg mit 0:1 - weil Joker Nils Petersen sticht. Ein Doppel-Platzverweis für die Gladbacher erhitzt die Gemüter.

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Der SC Freiburg kann doch noch gewinnen. Die Mannschaft von Trainer Christian Streich hat im fünften Versuch ihren ersten Sieg nach der Corona-Krise gefeiert. Dank eines Treffers des zuvor eingewechselten Nils Petersen (59. Minute) gewannen die Breisgauer ihr Heimspiel gegen den Champions-League-Kandidaten Borussia Mönchengladbach mit 1:0 (0:0). Während Freiburg mit dem knappen, aber dank der besseren zweiten Halbzeit verdienten Erfolg nun auf einen Zähler an die Europacup-Plätze heran rückt, verpassten es die Fohlen aus Gladbach mit einem Dreier zumindest vorübergehend auf Rang drei zu springen. Sollte Bayer Leverkusen am Samstag gegen den FC Bayern punkten, würde die Borussia von Champions-League-Platz vier auf Europa-League-Rang fünf rutschen.

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"Nach der Corona-Pause hatten wir noch keinen Sieg eingefahren, deshalb war es wichtig, zu punkten", sagte Torschütze Petersen nach dem Spiel bei DAZN. "Wir hätten noch höher gewinnen können. Gladbach musste gewinnen. Wir haben die Räume genutzt." Gladbach-Profi Patrick Herrmann zeigte sich enttäuscht: "In der ersten Halbzeit haben wir den Ball gut laufen lassen. Die war spielerisch super. Wir haben es einfach nur verpasst, das 1:0 zu machen", haderte der 29-Jährige, der mit Blick auf die Tabellensituation konstatierte: "Heute hätten Punkte gut getan."

Für große Aufregung sorgte in der zweiten Halbzeit ein von Schiedsrichter Markus Schmidt an Alassane Plea ausgesprochener Platzverweis (Gelb-Rot), erst schlug der Gladbach-Stürmer in der ersten Halbzeit den Ball weg und sah dafür die erste Gelbe Karte, die zweite Folgte nach einem Foul an Freiburgs Nationalspieler Robin Koch in der 68. - in der Summe Gelb-Rot. Kurios: Auch Gladbach-Manager Max Eberl musste nach einem Wortgefecht mit dem vierten Schiedsrichter Timo Gerach den Innenraum verlassen und sah von Referee Schmidt glatt Rot.

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Gladbach gibt das Spiel aus der Hand

In der ersten Halbzeit war Gladbach noch das bessere Team und hatte auch die besseren Torchancen. Freiburg verteidigte aber leidenschaftlich und hatte mit Alexander Schwolow einen sicheren Keeper im Tor. Doch auch Yann Sommer überzeugte auf der anderen Seite: Kurz vor Pausenpfiff parierte der Schweizer einen Schuss von Freiburg-Stürmer Lucas Höler und verhinderte damit den Pausenrückstand. Zuvor hatte Florian Neuhaus die beste Gladbacher Chance und traf sogar ins Freiburger Tor, stand allerdings im Abseits (26.).

Für den ersten regulären Treffer sorgte allerdings der Freiburger Nils Petersen. Der erst eine Minute zuvor eingewechselte beste Joker der Bundesliga stach erneut. Nach einem Freistoß köpfte der Ex-Nationalspieler den Ball aus gut elf Metern gegen die Laufrichtung von Sommer ins Tor. Freiburg war danach die deutlich bessere Mannschaft, Gladbach wachte erst in der Schlussphase wieder auf, kam aber in Unterzahl nicht mehr zum Ausgleich. Damit hat eine Serie weiter Bestand: Gladbach gewann seit 2002 nicht mehr in Freiburg.