12. Mai 2019 / 20:34 Uhr

Peterson Appiah rettet Greifswalder FC einen Zähler

Peterson Appiah rettet Greifswalder FC einen Zähler

Philipp Weickert
Ostsee-Zeitung
Kurz entschlossen hämmerte Peterson Appiah (l.) den Ball zum 1:1 ins Tor. Auch im Hinspiel waren die Neustrelitzer in Führung gegangen, ehe der Greifswalder FC ausgleichen konnte. Am 2. November 2018  hatte Frank Rohde das 1:1 markiert. 
Kurz entschlossen hämmerte Peterson Appiah (l.) den Ball zum 1:1 ins Tor. Auch im Hinspiel waren die Neustrelitzer in Führung gegangen, ehe der Greifswalder FC ausgleichen konnte. Am 2. November 2018 hatte Frank Rohde das 1:1 markiert.  © Werner Franke
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Gegen die TSG Neustrelitz spielt das GFC-Team 1:1. Die Partie hatte viele Parallelen zum Hinspiel.

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Greifswald. „Ich glaube, wir werden heute das Gleiche erleben wie im Hinspiel“, hatte Roland Kroos, der Trainer des Fußball-Oberligateams des Greifswalder FC (3. Platz), am Freitagabend vor der Partie gegen die TSG Neustrelitz (7.) gemutmaßt. Er sollte recht behalten. Der Endstand lautete 1:1. Die TSG hatte geführt, der GFC kam zurück ins Spiel, glich aus und hatte zum Ende hin noch Chancen zu einem Sieg. Die TSG kassierte eine Rote Karte – alles wie im Hinspiel.

Kroos muss auf die Tribüne

„Die Partie war wie erwartet hart umkämpft und ich glaube, dass das Remis am Ende gerecht ist“, sagte GFC-Trainer Roland Kroos nach der Partie. Doch diesmal war noch viel mehr „Würze“ in der Begegnung. Mitte der ersten Hälfte gab es drastische Wortgefechte zwischen beiden Ersatzbänken, vor allem zwischen TSG-Co-Trainer Robert Gerhardt und Roland Kroos. Schiedsrichter Tim David Horacek schickte jedoch nur Kroos auf die Tribüne, das sorgte für Unverständnis.

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Nach der Partie entschuldigte sich Kroos „für das, was ich da gesagt habe.“ Der GFC-Coach erhielt Beifall dafür, auch von Gerhardt, der seinen Cheftrainer Thomasz Grzegorczyk bei der Pressekonferenz vertrat. Die Neustrelitzer ließen verlauten, der Trainer könne nicht dabei sein, weil ihm die Stimme Schwierigkeiten bereite.

Greifswalder FC im ersten Durchgang zu passiv

Auch auf dem Platz ging es heiß her. Im ersten Durchgang lagen die Gäste aber klar vorn und belohnten sich für ein gutes Offensivspiel mit dem 1:0 durch Mikolajczak, der allein vor GFC-Keeper Martin Leu auftauchte und den Ball sicher einschoss. Bei starkem Regen kamen die Greifswalder überhaupt nicht klar, sie rutschten immer wieder in guten Positionen aus und waren kaum torgefährlich.

Im zweiten Abschnitt brachen die Wolken auf und die Kicker des GFC wurden sofort wach, spielten jetzt viel besseren Fußball. Die Belohnung kam prompt nach einem Freistoß, den Mietzelfeld hereinbrachte, Rohde verlängerte und Appiah brachte den Ball im Tor unter.

Liskiewicz sieht die Rote Karte

Doch noch vor der Ausführung des Freistoßes kam es zur „Rudelbildung“ im Strafraum. Rohde lag, mit den Händen am Gesicht, am Boden und Schiri Horacek zeigte dem TSG-Spieler Liskiewicz Rot. „Es war wieder völlig unnötig. So etwas müssen wir dringend abstellen“, ärgerte sich TSG-Trainer Gerhardt. Mit einem Mann mehr und noch mehr als zehn Minuten zu spielen, wollten die Greifswalder den Sieg. Es reichte aber nicht mehr.

„Wir haben wirklich noch alles versucht, aber dann muss man am Ende auch einfach mit dem Punkt zufrieden sein. Wir können ja sogar noch von Glück reden, dass wir in der 95. Minute nicht noch ein Gegentor bekommen haben“, sagte Kroos und spielte damit auf einen Konter der Neustrelitzer an. TSG-Stürmer N’Diaye war allein auf Leu zugelaufen, doch im allerletzten Moment grätschte Mietzelfeld den Ball noch weg.

Dem neu gesteckten Ziel, die Saison noch als Zweiter zu beenden, sind die Greifswalder (59 Punkte) nicht näher gekommen. „Da müssen wir unsere Spiele gewinnen“, sagt Kroos. „Schützenhilfe“ hätte es aber gegeben. Altlüdersdorf hat gegen Tennis Borussia Berlin (61 Punkte) mit 3:1 gewonnen.

Greifswalder FC: Leu – Berger, Bütterich (70.Banaskiewicz), Selchow, Miyazaki, Rohde, Nauhan, Appiah, Lösel, Mietzelfeld, Czarnecki.
TSG Neustrelitz: Junghan – Petrovic, N’Diaye, Tsipi, Mikolajczak (61. Stövesand (78.Sielaff)), Okumura, Luksik, Cicek, Liskiewicz, Flis, Lagiewczyk.
Tore: *0:1 Mikolajczak (19.), 1:1 Appiah (77.).
*
Rot:
Liskiewicz (77./Tätlichkeit).

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