13. Mai 2020 / 20:50 Uhr

Petr Pohl verlässt die Dresdner Eislöwen

Petr Pohl verlässt die Dresdner Eislöwen

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Petr Pohl wird das Trikot der Dresdner ausziehen - ein herber Verlust für die Eislöwen.
Petr Pohl wird das Trikot der Dresdner ausziehen - ein herber Verlust für die Eislöwen. © Steffen Manig
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Der Eislöwen-Stürmer und die Geschäftsführung können sich nicht auf einen neuen Vertrag einigen. Petr Pohl ist somit schon der vierte Abgang eines wichtigen Leistungsträgers.

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Dresden. Nach der Präsentation von Felix Sunkel als neuem Fitness-Berater haben die Dresdner Eislöwen jetzt weitere Personalentscheidungen verkündet. Allerdings sind es keine Vertragsverlängerungen oder Neuzugänge, sondern weitere Abgänge. Zum Bedauern vieler Fans wird Stürmer Petr Pohl die Elbestädter verlassen. Wie der sportliche Berater Marco Stichnoth begründet, habe man sich mit dem 33-jährigen Stürmer nicht einigen können.

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„Petr Pohls Leistungen waren hervorragend, gerade seit Januar und in den Pre-Play-offs. Leider haben wir für die Zukunft unterschiedliche Auffassungen“, so Stichnoth. Der gebürtige Tscheche war im Oktober nachverpflichtet worden und hatte für die Blau-Weißen in 43 Spielen 26 Tore erzielt und dazu 16 Vorlagen gegeben. Vor allem zwei markante Szenen sind besonders in Erinnerung. Zum einen war es seine unvergessene Fairplay-Geste im Derby im Lausitzer Fuchsbau, als er nach einem vermeintlichen Beinstellen von Gegenspieler Michal Monteith dem Schiedsrichter kundtat, dass er auf seinen Schläger getreten sei und deshalb keine Strafe notwendig sei. Nicht zuletzt avancierte Pohl zu einem der Eislöwen-Lieblinge, als er gegen Bad Tölz mit seinem verwandelten Penalty die Dresdner in die Pre-Play-offs schoss.

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Nach Dale Mitchell (zurück nach Dänemark), Sebastian Zauner (in die EBEL nach Villach) und Timo Walther (DEL/Nürnberg) ist Pohl der vierte Abgang wichtiger Leistungsträger. Außerdem trennen sich die Eislöwen auch von den Nachwuchsspielern Timon Ribnitzky (22), Tim Heyter (21) und Niklas Jentsch (20). Alle drei Cracks spielten seit 2016 in Dresden, erst im Nachwuchs und seit 2018 auch bei den Profis. „Im Zuge der sportlichen Weiterentwicklung ist es für sie wichtig, mehr Eiszeit zu bekommen und so weitere Spielpraxis zu sammeln“, erklärte Marco Stichnoth, der schon während der Saison gewisse „Mängel bei den Fähigkeiten der Youngster“ ausgemacht hatte.